Versuchsaufbau eines erfolgreich kompromittieren Airbag-Steuergeräts, bestehend aus folgenden Teilsystemen: 1. Airbag-Steuergerät (verdeckt mit Deckel), 2. Oszilloskop, 3. und 4. Test-Umgebung, 5. Bus-Protokollumsetzer (Foto: Reiner Kriesten)

Sonstige MMT-Aktuelles

Aktuelle Entwicklungen in der Fahrzeugforensik

Wie können Unternehmen ihre Flotten vor Zugriff schützen? Forschung am Institut für Energieeffizente Mobilität (IEEM) in Kooperation mit Ernst & Young

Mit weit über 100 vernetzten Steuergeräten und mehreren 100 Millionen Zeilen Code wird die Steuerungssoftware in Fahrzeugen immer komplexer. So überschreiten diese in ihrer Komplexität oftmals Systeme wie die Boeing 787 oder Raketen um ein Vielfaches.

Dieser Trend steigt durch künstliche Intelligenz, einer zunehmenden Vernetzung der Fahrzeuge, der Integration autonomer Fahrfunktionen sowie vernetzter Mehrwertdienste weiter an. So lassen sich bereits heute standardmäßig Entertainment-Dienste in ein Fahrzeug integrieren. Speziell auch im Bereich der Flottendienste existieren eine Vielzahl neuer Ideen für „vernetzte Services“. Diese vernetzten Systeme werden zudem in aktuellen Fahrzeugen mit wiederkehrenden Software-Updates „versehen“.

Was viele Vorteile in der alltäglichen Nutzung mit sich bringt, birgt jedoch auch die Gefahr vor unerwünschten Zugriffen. Hierbei spielt die „Hackersicherheit“ des Gesamtsystems eine entscheidende Rolle. Dabei sind z.B. Angriffe auf die Safety – der Betriebssicherheit – eines Fahrzeugs möglich. Im Falle von Flottendiensten ist jedoch der Datenschutz von übermittelten Daten ein weiterer zentraler Baustein in der notwendigen Sicherheitsstrategie.

Zusätzlich muss dafür Sorge getragen werden, dass im Falle eines ungeklärten Unfalls festgestellt werden kann, inwieweit manipulierte Software oder Systeme für solch einen Unfall ursächlich sind. Dieses relativ neue Themenfeld wird unter den Begriff der Fahrzeugforensik gefasst.

Das Institut für Energieeffiziente Mobilität (IEEM) der Hochschule Karlsruhe hat hierzu in Kooperation mit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young einen Übersichtsbericht „Angriffe auf die Flotten-Daten abwehren“ veröffentlicht, der  wie angegeben bezogen werden kann:

•    Frankfurter Allgemeine Zeitung, Printausgabe vom 26.05.2020
•    F.A.Z. Archiv unter https://fazarchiv.faz.net/    
 

Autoren des Übersichtsberichts sind Prof. Dr.-Ing. Reiner Kriesten, Hochschule Karlsruhe und Lorenz Kuhlee, Ernst & Young GmbH. Weitere Informationen zum Institut für Energieeffiziente Mobilität (IEEM) finden Sie hier: https://www.hs-karlsruhe.de/ieem/