An der Hochschule Karlsruhe wird eigenes Institut für Entrepreneurship gegründet

Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ermöglicht hochschulweiten Ausbau der Gründerkultur

11. Dezember 2019

Die Förderung mit rund 2 Mio. € für vier Jahre über den Schwerpunkt „Potentiale heben“ des EXIST-Programms des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) ermöglicht der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft nun die Gründung eines hochschuleigenen Instituts für Entrepreneurship.

„Erfolgreiche Existenzgründungen an und aus Hochschulen erfordern entsprechende Rahmenbedingungen innerhalb einer hochschulweiten Gründungskultur“, so Prof. Dr. Franz Quint, Prorektor für Forschung, Kooperationen und Qualitätsmanagement an der Hochschule. „Vor drei Jahren konnten wir an der Hochschule über das Projekt „G-Lab“ ein Gründerlabor einrichten und über neue Vorlesungskonzepte, Räume und spezielle Veranstaltungen für Gründungsinteressierte das Thema ‚Entrepreneurship‘ unseren Studierenden näherbringen und das Fundament für eine Gründungskultur an der Hochschule Karlsruhe legen.“ Diese Konzepte möchte die Hochschule nun über den erfolgreichen Antrag „start-upKMU“ innerhalb des EXIST-Programms des BMWi durch den Aufbau eines eigenen Instituts für Entrepreneurship flächendeckend auf all ihre Fakultäten ausdehnen, strukturell ausbauen und so auch nachhaltig verstetigen.

Mit ihm möchte die Hochschule zwei wichtige wirtschaftliche Erfolgsfaktoren stärker verbinden: Neugründungen und Start-up-Szene auf der einen Seite sowie den erfolgreichen Mittelstand auf der anderen Seite.

Die Hochschule Karlsruhe zählt selbst zu den forschungsstärksten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg. Mit dem neuen Institut soll das Innovationspotential von Forschungsergebnissen aus der Hochschule Karlsruhe systematisch gehoben werden und die Grundlage für Existenzgründungen bilden. Der Ausbau des bereits bestehenden Netzwerks mit anderen Forschungseinrichtungen und Hochschulen wie beispielsweise dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und der Hochschule Aalen führt zu weiteren Forschungsergebnissen, die über „startupKMU“ gemeinsam mit Vertretern von kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) auf ihr Gründungspotential analysiert und bewertet werden. Die Besonderheit dabei: Die Existenzgründungsprojekte sollen dann über Joint-Venture zwischen einem oder mehreren KMU sowie den Gründungswilligen an der Hochschule realisiert werden.

Das EXIST-Förderprogramm

„EXIST-Potentiale“ ist ein Förderprogramm des BMWi, das das Gründungsklima an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen verbessern soll. Vor allem technologieorientierte und wissensbasierte Unternehmensgründungen werden gefördert. Hierzu unterstützt das BMWi Hochschulabsolventinnen, -absolventen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Studierende auch über Gründerstipendien, die über die Hochschulen beantragt werden können. Zudem wird über EXIST seit 1998 in Wettbewerben eine lebendige und nachhaltige Gründungskultur gefördert. Weitere Informationen unter www.exist.de.