Prof. Dr.-Ing. Matthias Wölfel von der Hochschule Karlsruhe erhält für zehn Jahre eine Assoziierung an der Uni Hohenheim

Diese exklusive Zusammenarbeit bindet besonders forschungsstarke HAW-Professoren unbürokratisch in die Doktorandenbetreuung ein

21. Januar 2020

Gleichzeitig erleichtert die Assoziierung dem Experten für Intuitive und Perzeptive Benutzungsschnittstellen, Forschungsgelder einzuwerben. Mit Prof. Dr.-Ing. Matthias Wölfel assoziiert die Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hohenheim einen Wissenschaftler, dessen Themenschwerpunkte das Interaktionsdesign, die Mensch-Maschine- und Mensch-Maschine-Mensch-Interaktion, Künstliche Intelligenz, Augmented- und Virtual Reality sowie die Digitale Kultur umfassen. Künftig soll er vor allem mit den Fachgebieten des Instituts für Kommunikationswissenschaft kooperieren.

Prof. Dr.-Ing. Matthias Wölfel ist Professor für Intuitive und Perzeptive Benutzungsschnittstellen in der Fakultät für Informatik und Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft. 2017 wurde Prof. Dr.-Ing. Wölfel mit dem 2. Platz in der Kategorie Ingenieurwissenschaften/Informatik beim bundesweiten Wettbewerb "Professor des Jahres" der UNICUM Stiftung ausgezeichnet.

Nach dem Studium der Elektrotechnik, Informationstechnik und Informatik am Karlsruhe Institute of Technology (KIT), an der University of Massachusetts, Dartmouth, MA, USA, und an der Carnegie Mellon University (CMU), Pittsburgh, PA, USA war er Professor für Interaktive Medien an der Hochschule Furtwangen und Professor für Intermediales Design an der Hochschule Pforzheim. In Furtwangen war er als Prodekan der Fakultät Digitale Medien und Studiengangsleiter der Masterstudiengänge Medieninformatik sowie MusicDesign tätig.

Neben Industrie (u. a. eingeladen zu firmeninternen Präsentationen bei Intel, Danzig; Microsoft, London; Porsche, Zuffenhausen) und Wissenschaft (z.B. Keynote auf der Konferenz Human Factors in Design, Shanghai) ist Prof. Dr.-Ing. Wölfel auch erfahren bei der Erstellung von Exponaten für Ausstellungen (z. B. 15. Internationale Architekturausstellung, la Biennale di Venezia) und Museen (z. B. ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe, DASA Arbeitswelt Ausstellung in Dortmund). Prof. Dr.-Ing. Wölfel ist zudem Gründer von ColorfulBit, einem Design- und Entwicklungsstudio für Neue Medien und innovative Technologien.

2013 wurde Prof. Dr.-Ing. Wölfel mit dem IKT Innovativ Preis durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie für seine Entwicklung im Bereich der gestenbasierten Mensch-Maschine-Interaktion ausgezeichnet. 2014 erhielt er den Innovationspreis-IT in der Kategorie Entertainment/3D.

Erfolgsversprechend im Bereich Digitale Transformation

In dem einstimmigen Beschluss des Promotionsausschusses der Fakultät heißt es, dass man die Assoziierung von Prof. Dr.-Ing. Wölfel für erfolgsversprechend halte. Und auch Uni-Rektor Prof. Dr. Stephan Dabbert betont die Wichtigkeit des Instruments: „Ich freue mich, dass eine weitere Assoziierung eines HAW-Professors erfolgt ist. Inhaltlich stärkt uns diese Assoziierung im Bereich der Digitalen Transformation, einem der Schwerpunktthemen der Universität Hohenheim.“

Neben dem Instrument der Assoziierung existiert weiter die Möglichkeit der Kooptation. Diese bedeutet aber eine viel engere Einbindung in die kooptierende Fakultät, die häufig in der Praxis nicht sinnvoll handhabbar ist. „Ich begrüße daher, dass der Landesgesetzgeber die Möglichkeit der Assoziierung geschaffen hat", betont Prof. Dr. Dabbert weiter.

Assoziierung ermöglicht gleichwertige Zusammenarbeit

Mit der Assoziierung ermöglicht die Fakultät nun auch verlässlich die Möglichkeit der Erstbetreuung für den assoziierten Professor oder die assoziierte Professorin. Auch in der Vergangenheit war fallweise bereits die Betreuung durch forschungsstarke Professoren der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften möglich. Die fallweisen Entscheidungen waren jedoch bei der Mittelbeantragung hinderlich. Zudem war die Beteiligung am Promotionsverfahren nicht in der Funktion eines Erstbetreuers möglich.

Basis der Assoziierungen ist die Assoziierungssatzung der Universität Hohenheim vom 7.11.2018. Sie fußt auf § 38 Abs. 6a S.4 des Gesetzes über die Hochschulen des Landes Baden-Württemberg (Landeshochschulgesetz – LHG).