Existenzgründungsprojekt aus dem Studium

„BOCK auf Karlsruhe“: Als Gründungsprojekt entwickeln Studis für Studis eine Online-Empfehlungsplattform für Locations und Events

Mehr als 8 000 junge Menschen kommen jedes Jahr nach Karlsruhe, um dort ihr Studium zu beginnen. Doch die anfängliche Orientierung fällt oft schwer und Umfragen zufolge fühlen sich die „Erstis“ zu Beginn häufig überfordert. Das bezieht sich auch auf das Freizeitprogramm – und so sind sie auf der Suche nach guten Tipps für interessante Locations und Events.

Diesem Problem nimmt sich mit www.bockaufkarlsruhe.de ein studentisches Existenzgründungsprojekt an der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft an. Ab sofort steht damit – von Studis für Studis – eine webbasierte Empfehlungsplattform zur Verfügung.

Gründer Christian Wehle hatte seinen Bachelorabschluss Ende 2017 in der Tasche und studiert jetzt im Anschluss im Masterstudiengang Kommunikation und Medienmanagement der Hochschule. Dabei wird er von unerfahrenen Erstsemestern immer wieder nach Tipps gefragt: „Wo sind die wirklich coolen Locations in KA? Wo kann man Gleichgesinnte treffen? Wo finden die hippen Events statt?“ Aufgrund der vielen Anfragen realisierte er irgendwann, dass es hier ein Problem gibt: Es fehlt eine Plattform, über die erfahrene Studis den neuen ihre Erfahrungen weitergeben können.

 

Nach eigenen Umfragen (mit über 700 Beteiligten in nur vier Tagen), einer Umfrage der Stadt Karlsruhe und einem ersten „Pitch“ während einer Postersession des G-Labs (Gründerzentrum der Hochschule), wurde dieser Bedarf mehrfach bestätigt. So entstand die Idee zu „BOCK auf Karlsruhe“: Eine Empfehlungsplattform für Locations und Events – von Studis für Studis. Im Vergleich zu anderen Plattformen wird durch die Eingrenzung „von Studis für Studis“ eine deutlich höhere Dichte an tatsächlich interessanten und relevanten Empfehlungen erreicht.

Die Plattform funktioniert ganz einfach: Studis registrieren sich mit ihrer Hochschul-E-Mail-Adresse und können ab dann Bewertungen für Locations und Events abgeben. Für jede Bewertung erhalten sie virtuelle „BOCK-Punkte“, die sie später über Gutscheine in der Stadt einlösen können. Wer nicht mehr studiert, kann die Empfehlungen für Locations und Events zwar noch sehen, aber keine Bewertungen mehr abgeben (und somit auch keine Gutscheine erlangen).

Nach dem 1. Pitch ging es dann rund: Motivierte Teammitglieder wurden gefunden, an diversen Start-up-Events wurde teilgenommen, Kontakt mit Gastronomen sowie Veranstaltern aufgenommen, eine eigene Firma zur rechtlichen Absicherung gegründet, Sponsoren gefunden – und gleichzeitig ein Prototyp in Form einer Beta-Version entwickelt.

Mittlerweile ist die Plattform seit über einer Woche auf www.bockaufkarlsruhe.de online – und bereits jetzt vollgepackt mit interessanten Locations, eines Woche für Woche prall gefüllten Eventkalenders, attraktiven Gutscheinen, einem „Ersti-Ratgeber“ und vielem mehr.

Das BOCK-Team trifft sich alle zwei Wochen im vom G-Lab initiierten Coworking-Space „openFUX“ und erfreut sich mittlerweile auch der Unterstützung von AStA und Fachschaften der HsKA sowie weiterer Hochschulen, der Stadt Karlsruhe sowie diverser Kultureinrichtungen wie Tollhaus, Jubez, Badisches Staatstheater, KOHI und vielen weiteren.

Aktuell gilt es, die Reichweite zu erhöhen und die jungen Menschen überhaupt auf die Plattform aufmerksam zu machen. „Unser primäres Ziel ist“, so Christian Wehle, „dass sich nie wieder ein junger Mensch in Karlsruhe fragen muss: ‚Wo geht was, und wann?‘ Sekundär möchten wir alle Studis in Karlsruhe zusammenbringen, ganz egal, an welcher Hochschule sie auch sind.“

Das Team freut sich daher sehr über Registrierungen auf www.bockaufkarlsruhe.de und über weitere Follower auf Instagram (@bockaufkarlsruhe) und Facebook (BOCK auf Karlsruhe).