Studierende der Hochschule Karlsruhe entwickeln sensorgesteuerte „Corona-Ampel“

In der Lernfabrik entsteht über eine studentische Projektarbeit ihr erstes Produkt

29. März 2021

22 Studierende der Studiengänge International Management, Wirtschaftsingenieurwesen und des Fachs Energieeffizientes Mikrocontrolling im Studiengang Fahrzeugtechnologie haben gemeinsam mit Kommilitonen aus dem KIT in der Lernfabrik der Hochschule Karlsruhe, einer innovativen Bildungs- und Forschungsplattform für die Fertigungstechnik zum Transfer von Wissen und neuen Technologien der Hochschule Karlsruhe, im Wintersemester 2020/21 eine sensorgesteuerte „Corona-Ampel“ als eigenes Produkt entwickelt.

Die Idee hinter dem Projekt: Die Studierenden wollten ein Produkt entwickeln, das im alltäglichen Leben gut eingesetzt werden kann, und kamen so auf die Idee zu einer „Corona-Ampel“. Sie soll die Zahl der hinein- und herausgehenden Personen eines Raums messen und den Zugang entsprechend steuern. „Wir möchten als Team einen Beitrag zur Gesellschaft leisten und für alle das Leben wieder sicherer machen“, so Sarah Kleeberger, die im 6. Semester International Management an der Hochschule Karlsruhe studiert. „Kunden und Gäste sollen sich in ihrer Umgebung wohlfühlen und gleichzeitig gemäß der aktuellen Corona-Abstands- und Hygieneregeln handeln.“

Wie funktioniert die Corona-Ampel „Stop & Go-vid19“? Eine Kamera und Sensoren erkennen, wie viele Menschen in einen Raum eintreten und auch wie viele diesen wieder verlassen. Sobald für den Raum die maximale Anzahl an Gästen erreicht ist, schaltet die Anzeige vom grünen „Go“ auf das rote „Stop“ um.

Zum Projekt der Lernfabrik gehörte zunächst die Ideenfindung und damit nicht nur die Entscheidung, welches Produkt entwickelt, sondern auch, wie es gefertigt werden soll. Der Produktionsprozess wurde zunächst virtuell abgebildet, sodass die einzelnen Bearbeitungsschritte an den Maschinen planbar wurden. Dazu wurden auch die einzelnen Bauteile und Arbeitsstationen mithilfe einer Grafiksoftware modelliert. Ein Großteil des Aufwands innerhalb des Projekts war damit die Entwicklung und Planung des Produktionsprozesses, bei dem die Studierenden an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften durch ihre Betreuer Prof. Dr. Birgit Ester, Prof. Dr. Florian Finsterwalder und Matthias Feiner sowie in der Produktion durch Steffen Bentz und Mostapha Bouyrakhen von der DBK David + Baader GmbH unterstützt wurden, einem mittelständischen Unternehmen für Elektronik- und Heizelemente im pfälzischen Rülzheim.

Um herauszufinden, wie groß der Bedarf ist, wer zu potenziellen Kunden zählt und über welche Features das Produkt verfügen sollte, wurden die Studierenden auch in der Marktforschung aktiv. Zudem dürfen Marketing- und Vertriebsstrategien nicht fehlen. Dazu haben die Studierenden einen Instagram-Account eingerichtet und Posts für die Zukunft vorbereitet. Außerdem wirkten sie auch beim Design von „Stop & Go-vid19“ mit. Die studentische „Vertriebsabteilung“ sammelte Kontaktdaten von potenziellen Kunden und die „Finanzabteilung“ erstellte eine erste Kostenkalkulation – nun fiebert das gesamte Team der Fertigstellung der ersten Corona-Ampel entgegen.