Erfolgreiche Europawoche an der HsKA

Viele Besucher beim Vortrag „Trump, Brexit, Protektionismus: aktuelle Herausforderungen für die europäische Wirtschaft“ von Prof. Dr. Carl Christian von Weizsäcker und beim „Französischem Abend“

15. Mai 2017

Zum Auftakt der Europawoche an der Hochschule Karlsruhe (HsKA) hatte die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften am 8. Mai 2017 zu einem französischen Abend eingeladen. Ein historisches Datum: Während das Ende des Zweiten Weltkriegs in Frankreich als Tag des Siegs und der Befreiung begangen wird, wurde an der Fakultät die deutsch-französische Freundschaft gefeiert. Professoren, die deutsch-französische Studienprogramme betreuen, und Vertreter des Akademischen Auslandsamt der HsKA kamen an diesem Abend mit Unternehmensvertretern und Repräsentanten der Partnerhochschule École d’Ingénieur-e-s (EPF) in Sceaux bei Paris zusammen. Prof. Dr. Andrea Cnyrim gab Einblicke in die Finessen der interkulturellen Kommunikation, die im Anschluss von Bernhard Rettler von der Firma Hutchinson aus Unternehmenssicht aufgegriffen wurden. Ziel des Abends war es, über Fachvorträge und eine Podiumsdiskussion auf die deutsch-französischen Studiengänge der HsKA aufmerksam zu machen und die deutsch-französische Kultur zu fördern und endete mit einem französischen Buffet und Musik. Der „Französische Abend“ fand erstmals an der HsKA statt und soll nun jedes Jahr angeboten werden, um an der Hochschule eine „French Community“ zu etablieren.

Am 10. Mai 2017 hatten Rektorat und die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften zum Vortrag „Trump, Brexit, Protektionismus: aktuelle Herausforderungen für die europäische Wirtschaft“ von Prof. Dr. Carl Christian von Weizsäcker vom Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern in Bonn eingeladen.

Mit der Entscheidung Großbritanniens, die Europäische Union zu verlassen, sowie der Wahl von Donald Trump zum US-amerikanischen Präsidenten könnte eine Trendumkehr bei der bislang kontinuierlich gewachsenen internationalen ökonomischen Integration bevorstehen. In diesem Zuge könnten wieder Zölle für den grenzüberschreitenden Austausch von Gütern und Dienstleistungen erhoben und der nationale Wechselkurs zu einem strategischen Instrument in einem Abwertungswettlauf eingesetzt werden. Auch die Personenfreizügigkeit droht in Zukunft wieder eingeschränkt zu werden.

Die Veranstaltung war mehr als gut besucht: Die Sitzplätze im Hörsaal reichten nicht aus. Zusätzlich wurde die Veranstaltung auf einer Videoleinwand ins Foyer übertragen, sodass sie von insgesamt 350 Besuchern verfolgt werden konnte. Für alle, die den Vortrag nicht live miterleben konnten: Er ist inzwischen auch online unter https://www.youtube.com/watch?v=Q3fGVf3VFZ4 abrufbar.

Seit mehr als 15 Jahren laden Rektorat und Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Karlsruhe aus Anlass der jährlichen Europawoche namhafte Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft zu Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen an die HsKA ein. Dass in diesem Jahr gleich zwei Veranstaltungen innerhalb der Europawoche so großen Anklang fanden zeigt, dass die Hochschule den europäischen Gedanken lebt und aktiv voranbringt.