Formula Student Germany  

High Speed Karlsruhe Team der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft gewinnt auf dem Hockenheimring die Disziplin „Kostenplan“

12. August 2019

Beim internationalen studentischen Konstruktionswettbewerb Formula Student geht es nicht nur darum, einen schnellen Rennwagen zu bauen. Geschwindigkeit ist nur ein Aspekt, der bewertet wird. Genauso wichtig sind Beschleunigungs- und Bremsleistung sowie Konstruktion, Gewicht und die kalkulierten Produktionskosten. In diesen verschiedenen Disziplinen sind in der vergangenen Woche bei der Formula Student Germany 119 Teams aus 25 Ländern weltweit auf dem Hockenheimring angetreten. Das High Speed Karlsruhe Team der Hochschule Karlsruhe legte dabei den besten Kostenplan vor und setzte sich so gegenüber 59 weiteren Konkurrenten in der Klasse ‚Verbrennungsmotor‘ durch. In einem spannenden Finale mit der Fachhochschule Graz überzeugten die Studierenden der Hochschule Karlsruhe am Freitagvormittag die Jury von der Lückenlosigkeit ihres Kostenplans. Damit konnte das Team zum ersten Mal in 13 Jahren seiner Teilnahme bei der Formula Student einen Pokal mit nach Hause nehmen. „Den Pokal überreicht zu bekommen, war ein außerordentlich tolles Feeling“, berichtet Richard Herrmann Teamcaptain aus dem 3. Semester im Studiengang International Management. „Wir haben da dieses Jahr im Team zwischen den Leuten am Auto, der Fertigung und den Verantwortlichen für den Cost einfach sehr gut zusammengearbeitet. Nur so schaffst du es, dass jede Änderung am Fahrzeug wieder einen Niederschlag im Kostenplan findet.“

Insgesamt konnte das Team den Wettbewerb mit einem guten mittleren Platz abschließen. Technische Probleme mit der Airbox führten dazu, dass das Hauptrennen – die Endurance –  nicht zu Ende gefahren werden konnte und wichtige Punkte verloren gingen. Die 22 km lange Rennstrecke gilt als Härtetest für jeden Wagen. Nur 21 Teams von 60 schafften in diesem Jahr die 18 Runden auf dem Parcours, die anderen mussten vorher aussteigen, darunter auch einige Favoriten.  

„Trotz dieses Wermutstropfens sind wir mit der Teilnahme hoch zufrieden“, sagt Oliver Stumpf, Projektbetreuer von der Fakultät für Maschinenbau und Mechatronik. „Die Jungs und Mädels haben fast ein Jahr an dem Fahrzeug gearbeitet und in den fünf Tagen des Wettbewerbs unter sehr stressigen Bedingungen hart gekämpft. Der Wettbewerb ist aber nur das eine, wichtig sind vielmehr die Erfahrungen, die sie hier machen. Sie lernen nicht nur höchste Ingenieurskunst, auch Zeitmanagement, Teamarbeit, Präsentationstechniken und vieles mehr gehören zum Handwerkszeug, um hier bestehen zu können. Das nehmen sie auf jeden Fall für ihren späteren Job mit. Und wer bei der Formula Student mitmacht, kann sich seinen Arbeitsplatz später oft aussuchen.“

Die technischen Probleme am Fahrzeug will das Team in der kommenden Woche lösen, denn Ende August 2019 geht es schon zum nächsten Event – der Formula Student in Spanien auf dem Formel 1-Kurs des Barcelona-Catalunya Circuit.

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