Studierende der Hochschule Karlsruhe entwickeln Onlineplattform, um Kontakt zwischen Schwangeren und Hebammen zu erleichtern

Studentisches Existenzgründungsprojekt möchte Kontaktaufnahme und Kommunikationsmöglichkeiten verbessern

13. November 2019

Laura Schorb, Samuel Fluck und Moritz Theis sind drei Studierende des Masterstudiengangs Technologie-Entrepreneurship der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft. Nachdem Sie in den ersten beiden Semestern jeweils an eigenen Projekten arbeiteten, haben Sie sich im Sommer 2019 dazu entschlossen, Laura Schorbs ‚Herzensthema‘ nun gemeinsam weiterzuverfolgen: Die bessere Verbindung von Schwangeren und Hebammen über eine neue Onlineplattform.

Laura ist quasi mit dem Thema aufgewachsen. Ihre Mutter und Großmutter haben bereits vor knapp 30 Jahren Geburtsberichte unter dem Titel „Kinderkriegen in Karlsruhe“ zusammengefasst. Nach dem Bachelorabschluss im Wirtschaftsingenieurwesen an der DHBW Karlsruhe arbeitete sie drei Jahre bei einem Softwarekonzern in Berlin bevor sie sich dazu entschied, ihr Studium an der Hochschule Karlsruhe fortzusetzten. Über die offene Vorlesung „Technologieprojekt“ begann sie sich mit dem Thema „Hebammen und Schwangere“ intensiver zu befassen und entwickelte die Idee zu einer Plattform für ein besseres ‚Matching‘ zwischen Hebammen und Schwangeren.

Moritz Theis begann seine Laufbahn als Entrepreneur in Karlsruhe. Seine Abschlussarbeit in der Fahrzeugtechnologie an der Hochschule Karlsruhe brachte ihn schließlich zu einem Startup in München, das einen digitalen Laufcoach mit Hilfe einer intelligenten Schuhsohle entwickelt und überall ein ganzheitliches Lauftraining ermöglicht. Nach knapp zwei Jahren kehrte er an die Hochschule Karlsruhe zurück, um das Studium im Masterstudiengang Technologie-Entrepreneurship aufzunehmen. Mit seiner Erfahrung in der Produktentwicklung kümmert er sich nun um die technische Umsetzung der „Hebammenplattform“.

Samuel Fluck studierte an der Hochschule Karlsruhe Wirtschaftsingenieurwesen und testete im Zuge seiner Bachelorthesis das Thema „Unternehmertum“. Sein damaliger Betreuer forderte von Anfang an reale Tests entsprechend der „Bauen-Messen-Lernen–Feedbackschleife“ und keine theoretischen Gedankenspiele. Dieser Forderung kam er mit einer eigenen Gewerbeanmeldung nach und verdiente noch während der Thesis sein erstes Geld als selbstständiger Unternehmer. Aus diesem Gewerbe wurde in zwei Jahren ein attraktiver Nebenjob. Seine Erfahrungen prädestinieren ihn für den Vertrieb der neuen Plattform.

 

Unterstützung über das „Start-up-Semester“

Rund um die drei Gründungsmitglieder sammelten sich zum Start des Wintersemesters 2019/20 im „Start-up-Semester“ des G-Labs (Gründer-Labor) der Hochschule fünf weitere Studierende. Mit Laura Herrera und Yann Majunke sind dies zwei weitere Technologie-Entrepreneurship-Studierende. Über eine Marktanalyse werden sie insbesondere die Konkurrenz identifizieren und deren Stärken und Schwächen analysieren sowie den Markt auf unterschiedliche Einnahmequellen hin untersuchen. Ihre Ergebnisse leisten damit wichtigen Input für die strategische Ausrichtung des gesamten Geschäftsmodells. Magdalena Eberlein, Melissa Wagner und Stefanie Clesle studieren an der Hochschule Kommunikation und Medienmanagement. Sie übernehmen die Webseitengestaltung mit Landing Page, Unternehmens- und Teamvorstellung sowie die Entwicklung eines Newsletters. Die drei sind damit zu 100 % für die erste Außendarstellung des Unternehmens verantwortlich.

 

Und so geht es weiter …

Für das kommende Semester steht für die drei Gründer nach Datensammlung und Problemanalyse die Prototypenentwicklung an oberster Stelle. Nachdem im Oktober noch viel Zeit in die Entwicklung der Unternehmensstrategie und Integration der neuen Teammitglieder floss, soll nun die Prototypenentwicklung vorangetrieben werden. Durch enge Kontakte zum Hebammenverband Karlsruhe, dem sich das Team bereits im Juni vorgestellt hatte, steht für die ersten Tests der Plattform bereits eine Gruppe Hebammen zur Verfügung.