Studentisches Existenzgründungsprojekt

HELDENRUF – Studierende der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft entwickeln Online-Plattform für soziales Engagement

25. Juni 2019

HELDENRUF ist eine Online-Plattform für soziales Engagement in Karlsruhe, die einen Nutzen auf beiden Seiten des Marktes aufweist. Die vier Gründer Albert Moor, Benjamin Butz, Nico Hildmann und Christian Brandstetter sind Studierende des Masterstudiengangs Technologie-Entrepreneurship der Hochschule Karlsruhe und haben einen großen Bedarf sowohl bei gemeinnützigen Organisationen als auch bei hilfsbereiten Menschen identifiziert – und dafür die innovative webbasierte Plattform heldenruf.org entwickelt.

Auf der einen Seite brauchen gemeinnützige Organisationen zunehmend freiwillige Helfer, um die anfallenden Herausforderungen in Form von Projekten bewältigen zu können. Eine bedarfsgesteuerte Deckung dieser Nachfrage ist kaum möglich und verlangt von den Ehrenamtskoordinatoren der Organisationen viel Zeit und Energie. Auf der anderen Seite ist die Suche nach passenden ehrenamtlichen Betätigungsmöglichkeiten für hilfsbereite Menschen oft sehr unübersichtlich und auch umständlich.

Die Onlineplattform HELDENRUF sorgt nun dafür, dass sowohl Freiwillige als auch gemeinnützige Organisationen schnell und unkompliziert zueinander finden. Die Größe dieses Markts wird dabei gerne unterschätzt: So ist beispielsweise der größte deutsche Arbeitgeber eine gemeinnützige Organisation und investiert Millionen in Öffentlichkeitsarbeit und die Suche nach ehrenamtlichen Helfern. Viele Unternehmen, Vereine und Organisationen sind bereits auf diesem Markt aktiv, decken meist Nischen ab und konzentrieren sich auf Projekte, weniger auf die Vermittlung von Ehrenamtlichen.

Dieses Potenzial nutzt HELDENRUF mit seiner Online-Plattform. Ganz bewusst liegt dabei der Fokus auf der individuellen Ansprache von ehrenamtlichen Helfern, die mit einer einmaligen Registrierung ihre grundsätzliche Bereitschaft zum freiwilligen Engagement bekunden. HELDENRUF bittet die Interessenten um weitere Angaben zu Interessen, Fähigkeiten und zeitlicher Verfügbarkeit der Helfer („Helden“). Auf Basis dieser sorgt HELDENRUF für das perfekte „Match“ zwischen den Projekten der gemeinnützigen Organisationen und den Helfern, die ihre Stärken einsetzen und weiterentwickeln können.

An der Hochschule Karlsruhe erhalten angehende Entrepreneure viel Unterstützung, sodass sich dort eine sehr agile Gründerszene entwickelt. Ihnen stehen auch eigene Räumlichkeiten wie der Co-Working-Space und die Entrepreneurship-Garage zur Verfügung und sie profitieren von der Unterstützung durch die G-Lab-Mitarbeiter – Angebote, die auch von den Gründern von HELDENRUF genutzt werden. Das G-Lab (Gründer-Labor) ist ein vom Land Baden-Württemberg gefördertes Projekt zur Förderung von Entrepreneurship in der Lehre und bietet Beratung, Informationsveranstaltungen und Workshops rund um das Thema Unternehmertum. Neben der idealen Infrastruktur hat sich vor allem der Austausch mit anderen Gründern im Co-Working-Space oder bei Formaten wie „#Update“ als sehr hilfreich für HELDENRUF herausgestellt.

Vor wenigen Wochen fand die erste erfolgreiche Vermittlung statt: Lea K. übernahm im direkten Anschluss ein dringend benötigtes Aufgabenfeld in einem Projekt einer gemeinnützigen Organisation.

Der Fokus in den nächsten Monaten liegt auf der Suche nach einem Finanzierungsmodell, um die Automatisierung der Plattform voranzutreiben und eine Deckung der Ausgaben zu erreichen. Aus diesem Grund sucht das Team auch noch Unterstützung in der Backend-Entwicklung. Wer Interesse hat oder jemanden kennt, darf sich gerne unter infospam prevention@heldenruf.org melden.