13. Oktober 2016

Urkunde wird offiziell überreicht

Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft erhält Qualitätssiegel für die Systemakkreditierung und kann künftig Studiengänge eigenverantwortlich akkreditieren

Am heutigen Donnerstag, 13. Oktober 2016, überreichte Dr. Verena Kloeters, Mitglied der Geschäftsführung der Agentur für Qualitätssicherung durch Akkreditierung von Studiengängen – AQAS e. V., die Urkunde zur erfolgreichen Systemakkreditierung. Bei Akkreditierungen geht es sowohl um die Sicherung als auch um die Weiterentwicklung von Qualität in Studium und Lehre. „Die Vorteile der Systemakkreditierung für die Hochschule liegen auf der Hand“, freut sich Rektor Prof. Dr. Karl-Heinz Meisel über das positive Votum aus der Begutachtung. „Klar definierte Prozesse, professionelle Unterstützung bei der Entwicklung und Sicherung der Qualität in unseren Studienangeboten gehen Hand in Hand mit einer konstruktiv-kritischen Qualitätskultur. Und dass wir die Verantwortung für unsere Studiengänge jetzt auch formal selbst übernehmen, passt zum Selbstverständnis unserer Hochschule.“

In Baden-Württemberg ist die Akkreditierung seit 2005 gesetzlich vorgeschrieben und Voraussetzung für die staatliche Genehmigung von Bachelor- und Masterstudiengängen. Bisher wurden an der Hochschule Karlsruhe sogenannte Programmakkreditierungen durchgeführt, bei denen direkt einzelne Studiengänge von den Agenturen überprüft wurden. Mit der erfolgreichen Systemakkreditierung wurde der Hochschule Karlsruhe jetzt dagegen bescheinigt, dass ihr hochschulinternes Qualitätsmanagementsystem geeignet ist, selbst die Qualität der eigenen Studiengänge sicherzustellen. Der Vorteil ist, dass die Verfahren des Qualitätsmanagementsystems, unterstützt von Kennzahlen, die kontinuierliche Diskussion in den Studiengängen bzgl. deren Weiterentwicklung fördern.

Das Qualitätsmanagementsystem der Hochschule Karlsruhe wurde in einem mehrjährigen Prozess unter Beteiligung der Gremien sowie Vertretern der Fakultäten und der Studierenden entwickelt und umgesetzt. Es bindet systematisch verschiedene Perspektiven in die Beurteilung der Studienangebote ein. Neben Studierenden und Lehrenden der eigenen Hochschule sind dies u. a. auch Vertreter der Berufspraxis und Fachkollegen von anderen Hochschulen. „Das Qualitätsmanagementsystem fördert damit Prozesse der Weiterentwicklung, die den vielschichtigen Ansprüchen an Qualität – hohes fachliches Niveau, Studierbarkeit, Anwendbarkeit im Berufsleben – gerecht werden“, betont Prof. Dr. Dieter Höpfel, Prorektor für Studium, Lehre und Internationales. „Mit den Verfahren im Qualitätsmanagementsystem haben wir den Rahmen geschaffen, unsere Studiengänge qualitätsorientiert zu entwickeln bzw. weiterzuentwickeln. Dies wird uns durch die Systemakkreditierung bestätigt und stärkt unsere Verantwortung für die Qualität unserer Angebote.“

Die Hochschule Karlsruhe ist eine von rund 50 Hochschulen bundesweit (einschließlich der Universitäten), die dazu berechtigt sind, das international anerkannte Siegel des Akkreditierungsrats zu führen und an ihre eigenen Studiengänge zu vergeben. Bei derzeit gut 400 staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland sind damit rund 12 % der Hochschulen systemakkreditiert. Akkreditierungen werden in Deutschland in oberster Instanz von der Stiftung zur Akkreditierung von Studiengängen in Deutschland – dem Akkreditierungsrat – organisiert. Die konkreten Akkreditierungsverfahren werden von zertifizierten Agenturen wie beispielsweise AQAS durchgeführt.