Transnational Entrepreneurship

Indische Delegation zu Gast an der Hochschule Karlsruhe: internationale Zusammenarbeit soll Existenzgründern helfen, auch ausländische Märkte zu erschließen

4. Mai 2018

Ende April 2018 war eine 50-köpfige indische Delegation zu Gast an der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft. Der Besuch diente zur Anbahnung einer Kooperation zwischen dem Gründerlabor „G-Lab“ der Hochschule Karlsruhe und dem indischen Xavier Institute of Management and Entrepreneurship in Bangalore.

Zwar steigt die Zahl von Start-ups ständig, die oft über einen ausgeprägten digitalen Hintergrund verfügen und hohes Wachstumspotenzial aufweisen, in den meisten Fällen verfügen sie jedoch nur über knappe Personalressourcen. Anders als Großunternehmen können junge Start-ups diese nicht aufbringen, um ihre Geschäftstätigkeit international aufzustellen. Deswegen bleibt eine Internationalisierung ihres Vorhabens für lange Zeit lediglich eine Vision der Gründer. „Doch gerade die digitalen Ideen der flexibel agierenden und jungen Unternehmen haben ein großes Potenzial dazu“, so Prof. Dr. Carsten Hahn, Leiter des G-Lab der Hochschule Karlsruhe. „Ein möglicher Weg für Start-ups den Schritt zur Internationalisierung trotzdem zu meistern ist das sogenannte ‚Transnational Entrepreneurship‘. Hierbei arbeiten zwei Start-up-Unternehmen über Ländergrenzen hinweg partnerschaftlich zusammen und helfen sich gegenseitig die Märkte zu erschließen und somit den Erfolg der eigenen Unternehmen zu festigen und zu steigern.“ Der aktuelle Besuch der indischen Delegation dient also nicht nur dem Erfahrungsaustausch und dem Einblick in die Struktur und Kultur des Marktes eines anderen Kontinents, sondern soll zur Anbahnung konkreter Kooperationen zwischen deutschen und indischen Start-ups dienen.

Neben dem Transnational Entrepreneurship verfolgt das G-Lab das Ziel den Gründergeist an der Hochschule Karlsruhe zu fördern. Hierfür wird u. a. in der Hochschullehre der Action-Learning-Ansatz verfolgt, mit dem die Studierenden reale unternehmerische Problemstellungen – meist aus dem Mittelstand – bearbeiten.