Mehrweg-Pfandsystem für Einkaufsbeutel beim Gründerwettbewerb ausgezeichnet   

Das studentische Gründerduo Jakob Müller und Sarah Danner wurden für ihr Start-up joeybag im Finale des Gründerwettbewerbs GROW mit dem 3. Platz ausgezeichnet. Zwei weitere Teams der Hochschule schafften es unter die besten zehn.

18. Februar 2021

67 Teams mit eigenen Geschäftsideen gingen im November 2020 beim diesjährigen Gründerwettbewerb GROW der studentischen Hochschulgruppe PionierGarage an den Start. Im darauf folgenden Monat konnten bei den Midterms 39 Teams die Jury von der Weiterentwicklung ihrer Ideen überzeugen, die erfolgversprechendsten 10 schafften es schließlich ins Finale, das in der vergangenen Woche digital stattgefunden hat. Jakob Müller und Sarah Danner vom Masterstudiengang Technologie-Entrepreneurship an der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft schafften es mit ihrem Start-up joeybag auf das Siegerpodest und gewannen den 3. Platz, der mit einem Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro verbunden ist. Die nach dem australischen Wort für „Känguru-Jungen“ benannte Idee eines Kreislaufsystems für wiederverwendbare Einkaufsbeutel kam den Studierenden 2019 während der Vorlesung „Radikale Innovationen“. Dort lernten Sie das Unternehmen MEWA Textilmanagement AG kennen und nutzen die Chance, nach Ende der Vorlesungszeit die Idee gemeinsam zu pilotieren. MEWA, ein Spezialist im Textilsharing, wickelt dabei die hygienische Aufbereitung der Beutel ab. Joeybag lässt mittlerweile die Beutel innerhalb der EU produzieren, wobei ein besonders langlebiges und formfestes Polyestergewebe aus gesammelten und recyceltem Ozeanplastik verwendet wird.

Die Transportalternative zu Einwegtragetaschen ist aktuell in einigen Karlsruher Supermärkten erhältlich: Tante M (Weststadt), Unverpackt (am Hauptbahnhof), Edeka Behrens (Waldstadt); geplant sind zudem in Kürze die Teilnahme von Edeka Rees (Knielingen) und Edeka Behrens (Oststadt). Dort können Kunden gegen eine Leihgebühr und zuzügliches Pfand die Taschen ausleihen. Bei der Rückgabe gibt es das Pfand zurück und die Taschen werden gereinigt. „Mit diesem Start-up haben wir unsere Vision eines umweltfreundlichen Kreislaufsystems für Einkaufsbeutel verwirklicht“, sagt Jakob Müller stolz. Und seine Kommilitonin Sarah Danner ergänzt: „Oft hat man keine Tasche dabei, wenn man spontan einkaufen geht. joeybag kann man nach Bedarf flexibel leihen und zurückgeben. Es ist ökologisch besser, einen Beutel zu nutzen, statt zehn zu besitzen. Damit kann jeder einen Beitrag zum Schutz unserer Ressourcen und des Klimas leisten.“

Zwei weitere Gründungsideen aus der Hochschule Karlsruhe konnten beim Wettbewerb überzeugen und schafften es unter die besten zehn: Das Start-up Discover|e entwickelt eine Ladeinfrastruktur für E-Autos in Mehrfamilienhäuser und kombiniert dabei Software, System und Service. Der Online-Shop für indische Gewürzmischungen, die auf ökologischer Basis in Deutschland nach einem Familienrezept produziert werden, ist die Idee des Start-ups LYN’S – ebenfalls eine der zehn Gründungsideen, die während der Wettbewerbsteilnahme den signifikantesten Wachstumsprozess vorweisen konnten.

Über die Vorlesung „Radikale Innovationen“

In der Vorlesung „Radikale Innovationen”, die vom Gründungslabor xLab der Hochschule Karlsruhe organisiert wird, geht es darum, bestehende Geschäftsmodelle kritisch zu hinterfragen und neue innovative Ideen zu entwickeln, um wettbewerbsfähig zu bleiben – gerade in Zeiten des digitalen Wandels. Zentraler Bestandteil ist die Kooperation mit einem Unternehmen, wodurch eine reale Umgebung für neue Geschäftsmodelle gegeben ist, eine Win-win-Situation also, denn nicht nur die Studierenden profitieren vom hohen Praxisbezug, auch das Unternehmen erhält neue Impulse für die künftige Geschäftsentwicklung. Oftmals entstehen so kooperative Gründungen – ein Modell, das xLab in Zukunft ausbauen will.

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