Kinderferienprogramm RELAX! an der Hochschule Karlsruhe

Kooperationsprojekt mit dem Stadtjugendausschuss coronabedingt im Kleinformat

20. August 2020

„RELAX!“ hieß es vergangene Woche an der Fakultät für Elektro- und Informationstechnik beim Sommerferienprogramm für Kinder – ein Kooperationsprojekt mit dem Stadtjugendausschuss Karlsruhe, das dieses Jahr vom 10. bis 14. August aufgrund der Corona-Pandemie nur in kleinerem Rahmen auf dem Campus der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft stattfand. Doch bei einer Mischung aus Wissenswertem und Spielerischem war wie immer Spaß garantiert.

Betreut wurde der Nachwuchs von Studierenden, die sich im Service-Learning damit beschäftigen, ihre studentischen Projekte kindgerecht zu erklären. Auch einige Mitarbeiter und Dozenten waren mit von der Partie.

Jeweils mit zehn Kinder in kleinen Gruppen ging es los auf Punktejagd, um am Ende ein Abzeichen als „Ingenieur*in“ zu erhalten. Erste Station für eine der Gruppen waren die Fahrradgeneratoren. Mit Radfahren konnten die Kinder hier Strom erzeugen, der an einem angeschlossenen Stromzähler angezeigt wurde. „Mit dem, was Ihr hier jetzt erstrampelt habt, könnt ihr grade Mal ganz kurz Haare föhnen“, erklärte einer der Studierenden, um die gewonnene Strommenge zu veranschaulichen. Dass man für die vielen elektronischen Geräte in der Wohnung eigentlich den ganzen Tag in die Pedale treten müsste und dass Energiesparen sehr wichtig ist, lernten die Kinder ebenso. Dann ging es weiter zu einer kleinen Programmiereinheit am Solartruck. „Wir waren echt überrascht, was manche Kinder da schon drauf haben“, so einer der Studierenden beeindruckt. Dann ist die mobile Wasserpumpe dran – welche Teile mit welchen Kabeln verbunden werden müssen, damit das Wasser vom Behälter aus dem Schlauch kommt, hatten die Nachwuchsingenieure auch schnell raus. Und die kleinen Bäume auf dem Gelände freuten sich, dass sie bei der Hitze gegossen wurden. Denn ein Sensor im Boden zeigte an, ob der Boden noch zu trocken ist oder schon ausreichend gewässert. „Ein Baum braucht 100 Liter Wasser pro Woche“, hatte sich einer der teilnehmenden Jungen schon gemerkt.

Alle waren dann auch nach der Mittagspause noch eifrig dabei, beim Zirkel mit Geschicklichkeitsspielen und beim Nachhaltigkeitsquiz noch Punkte zu sammeln –Seilspringen, Torschießen, Geschicklichkeitsspiele und Pedalos fahren standen hier auf dem Programm.

„Wir hatten hier alle sehr viel Spaß“, erklärt Anna Krez, Projektkoordinatorin Service-Learning an der Hochschule Karlsruhe. „Die Studierenden können dabei ihr Wissen praxisnah einsetzen, ihre Begeisterung für den Beruf des Elektroingenieurs weitergeben und dabei wichtige didaktische Fähigkeiten und soziale Kompetenzen erwerben. Das Projekt ist also für beide Seiten ein Gewinn.“ Es sei außerdem wichtig gewesen, das Ferienangebot für Kinder nicht ganz ausfallen zu lassen, ergänzt Krez. „Mit besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen war es uns möglich, zumindest ein kleineres Programm anzubieten. Das große Ferienprogramm Karlopolis, bei dem wir bisher die Wasser- und Stromversorgung gestellt hatten, konnte ja leider coronabedingt nicht stattfinden.“