Studierende der Fakultät für Informatik und Wirtschaftsinformatik gewinnen mit ihrem Projekt „Hindenburg VR“ in der Kategorie „Most Technical“ bei „Open Culture BW meets VR“

Studierende aus ganz Baden-Württemberg entwickeln in Zusammenarbeit mit fünf Kultur- und Gedächtniseinrichtungen VR- und AR-Games. Die besten Spiele wurden am 22. Oktober von einer Fachjury während der Abschlussveranstaltung ausgezeichnet. Die Preisverleihung bildete den Abschluss des MFG-Projekts Open Culture BW meets VR

26.10.2020

Passend zum digitalen Sommersemester 2020 organisierte die Medien und Filmgesellschaft Baden-Württemberg (MFG) einen virtuellen Hackathon zum Thema „Open Culture BW meets VR“, der am 22.10.2020 mit der offiziellen Preisverleihung seinen krönenden Abschluss fand. Unter den knapp 60 Teilnehmern aus sechs teilnehmenden Hochschulen durfte sich ein Team der Fakultät Informatik und Wirtschaftsinformatik ganz besonders freuen. Denn Simon Janzer, Julia Dertinger, Marius Butz, Milan Kostic und Margard Enkhee gewannen mit ihrem Projekt „Hindenburg VR“ in der Kategorie „Most Technical“.

„Wir freuen uns sehr für das Team; es hat schon über das Semester hinweg besonderes Engagement gezeigt, das letztendlich vollkommen zurecht für seine Leistung prämiert wurde,“ so Prof. Dr. Wölfel, der das Projekt gemeinsam mit dem akademischen Mitarbeiter Daniel Hepperle in der Veranstaltung „Augmented and Virtual Reality“ über das Sommersemester 2020 hinweg betreute. „Es ist eine spannende und auch sehr wichtige Herausforderung, dass Studierende auch innerhalb von Lehrveranstaltungen die Möglichkeit bekommen, an realen Aufgabenstellungen zu arbeiten. Es ist interessant zu sehen, wie die Studierenden aller Hochschulen die Herausforderung sehr unterschiedlich gemeistert haben, analoge Konzepte in eine immersive, digitale Umgebung zu transportieren.“ Und genau hier hat das Projekt brilliert: Erstmals ist es möglich, die schiere Größe des sagenumwobenen Zeppelins Hindenburg zu erfahren und gleichzeitig die Ingenieure bei Bau und Konstruktion zu beobachten.

Ein Semester lang entwickelten Studierende zusammen mit fünf Kultureinrichtungen aus Baden-Württemberg Virtual-, Augmented- und Mixed-Reality-Games auf Grundlage offener Daten der GLAMs. Mit Hilfe von Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR) und innovativen Spielideen sollten die Sammlungsschätze des Stadtmuseums Tübingen, des Museums der Universität Tübingen, der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe, des Zeppelinmuseums Friedrichshafen und des Landesarchivs Baden-Württemberg neu aufbereitet und einer möglichst großen Zielgruppe zugänglich gemacht werden.

Die drei besten der fünfzehn entwickelten Anwendungen wurden am 22. Oktober 2020 im Rahmen der Abschlussveranstaltung von „Open Culture BW meets VR“ von einer Fach-Jury in den Kategorien „Most Technical“, „Most Cultural“ und „Most Innovative“ ausgezeichnet. Zur Jury gehörten Markus Feilner, IT-Journalist und Stellvertretender Chefredakteur des Technikmagazins iX, Silvia Gebel vom StadtPalais – Museum für Stuttgart und Christoph Rasulis, Direktor bei Games & Transmedia.

Neben der Hochschule Karlsruhe konnten Studierende der Hochschule Furtwangen in den beiden anderen Kategorien „Most Cultural“ und „Most Innovative“ überzeugen. 

MFG-Projekt vernetzt Studierende und Kultureinrichtungen

Um den GLAMs das Potenzial ihrer Kulturdaten aufzuzeigen, fand im Sommer 2019 eine offene Workshop-Reihe statt, bei der Vertreter von Kultur- und Gedächtniseinrichtungen unter anderem die Möglichkeit hatten, verschiedene Mixed-Reality-Technologien auszuprobieren. Fünf Kultureinrichtungen wurden anschließend ausgewählt, um mit den Studierenden gemeinsame Projekte zu entwickeln.

Die GLAMs arbeiteten ihre Kulturdaten auf und passten sie für die Nutzung in VR und AR an. Während eines pandemiebedingt rein virtuell abgehaltenen Hackathons im Mai 2020 erarbeiteten Studierende mehrerer Hochschulen aus ganz Baden-Württemberg innerhalb kleiner Projektteams erste Prototypen für VR- und AR-Games. Die Studierenden nahmen im Rahmen einer Lehrveranstaltung ihres Studiums am MFG-Projekt teil. Über das Sommersemester hinweg entwickelten sie ihre Games gemeinsam mit den Kultureinrichtungen weiter. Bei der Abschlussveranstaltung, die als Stream aber auch im Wizemann Club vor Ort stattfand, trafen sich viele Beteiligte nun zum ersten Mal persönlich.

Die Studierenden und die Vertreter der GLAMs stehen weiterhin in regem Kontakt und einige der neu entwickelten VR- und AR-Games werden wohl schon bald in den Ausstellungen der Kultur- und Gedächtniseinrichtungen zu sehen sein.

Weiterführende Links

https://kreativ.mfg.de/news/details/2313-studierende-entwickeln-innovative-games-fuer-kultureinrichtungen-1/

Über Open Culture BW

Mit „Open Culture BW“ engagiert sich die MFG Baden-Württemberg für Kulturinstitutionen aus dem GLAM-Bereich: Galleries, Libraries, Archives, Museums. Sie ermutigt GLAM-Institutionen dazu, ihre Daten offen zugänglich zu machen und mit Hilfe der Kreativwirtschaft neue Formate zu entwickeln. Ziel ist es, neue Formen der Wissensvermittlung im Ausstellungskontext zu erproben. Unterstützt wird die Initiative vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

Über die MFG Baden-Württemberg

Die MFG Medien- und Filmgesellschaft ist eine Einrichtung des Landes Baden-Württemberg und des Südwestrundfunks. Aufgabe der MFG ist die Förderung der Filmkultur und -wirtschaft und der Kultur- und Kreativwirtschaft. Mit bedarfsorientierten Programmen und Projekten unterstützt die MFG Baden-Württemberg in ihrem Geschäftsbereich „MFG Kreativ“ Kultur- und Kreativschaffende im Südwesten. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Vernetzungs- und Vermittlungsaktivitäten sowie im Kompetenzfeld Digitale Kultur.

Fachliche Ansprechpartnerin

MFG Baden-Württemberg
Annekatrin Baumann
Projektleiterin Open Culture / Unternehmerisches Handeln
Tel. 0711-90715-369

E-Mail: baumannspam prevention@mfg.de

Ansprechpartnerin für die Presse

MFG Baden-Württemberg
Jana-Romina Bulling
Referentin Kommunikation / PR
Tel.: 0711-90715-338

E-Mail: bullingspam prevention@mfg.de

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