Vorausschauende Regelungsverfahren für den Betrieb zukünftiger Energiesysteme

Absolvent an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Karlsruhe promoviert im Bereich der Regelung erneuerbarer Energiesysteme

25. Mai 2020

Adrian Bürger, Absolvent der Studiengänge Wirtschaftsingenieurwesen Bachelor/Master an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft, hat sehr erfolgreich seine Promotionsprüfung abgelegt. Im Rahmen seiner Dissertation mit dem Titel „Nonlinear mixed-integer model predictive control of renewable energy systems – Methods, software, and experiments“ hat er an vorausschauenden Methoden zur Regelung erneuerbarer Energiesysteme gearbeitet und diese am solaren Klimatisierungssystem an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Karlsruhe experimentell erprobt.

Das Promotionsverfahren erfolgte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, wo die Arbeit von Prof. Dr. Moritz Diehl, Lehrstuhlinhaber für Systemtheorie, Regelungstechnik und Optimierung am Institut für Mikrosystemtechnik, betreut wurde. Die Betreuung an der Hochschule Karlsruhe wurde von Frau Prof. Dr. Angelika Altmann-Dieses, Professorin für Mathematik an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Prorektorin für Studium, Lehre und Internationales der Hochschule Karlsruhe, übernommen, die sich sehr über den Abschluss ihres ersten Doktoranden freut: „Als ‚Doktormutter‘ bin ich sehr stolz, dass das Promotionsverfahren so erfolgreich abgeschlossen werden konnte, und ich freue mich sehr, dass Adrian Bürger im Rahmen des Interreg-Projekts ACA-MODES als Postdoc bis August 2022 weiter an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und am Institut für Kälte-, Klima- und Umwelttechnik (IKKU) der Hochschule Karlsruhe forschen und wirken wird.“

Die Anwendung vorausschauender Regelungsverfahren, wie sie in der Arbeit von Adrian Bürger zum Einsatz kommen, ermöglicht eine optimierte Abstimmung des Betriebs von Systemen und Anlagen in Anbetracht ihrer erwarteten Betriebsbedingungen. Dies kann bei einer Vielzahl von Systemen von Vorteil sein, insbesondere auch bei regenerativen Energiesystemen, bei denen die Verfügbarkeit von Energie teilweise stark von nicht beeinflussbaren Faktoren (z. B. Sonne oder Wind) abhängt. So können hier Versorgungsengpässe vorausschauend und gezielt abgewendet und/oder umgangen werden sowie ineffiziente Betriebsmodi von Systemen und Komponenten vermieden werden. Der Schwerpunkt der Arbeit von Herrn Bürger lag in diesem Kontext auf der Abbildung und Behandlung nichtlinearer Zusammenhänge innerhalb solcher Anwendungen sowie der experimentellen Erprobung der präsentierten Methoden und Software.

Adrian Bürger ist seit 2014 akademischer Mitarbeiter an der Hochschule Karlsruhe und hat sich im Rahmen verschiedener Forschungsprojekte mit Themen aus den Bereichen Optimierung, Regelung und nachhaltiger Energieversorgung befasst. In Kontakt mit den Themenbereichen Optimierung und Energietechnik kam er durch sein Studium von 2008 bis 2014 an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Karlsruhe, unter anderem im Rahmen der Vorlesungen Operations Research und Energietechnik.