Karlsruhe ist erste deutsche Creative City of Media Arts – ein Erfolg auch für die Hochschule Karlsruhe

Die in der Bewerbungsphase eingereichten Beiträge der Hochschule zur Medienkunst trugen dazu bei, die Aufnahme in das globale UNESCO Creative Cities Network zu erreichen.

21. November 2019

Karlsruhe wird in das globale UNESCO Creative Cities Network aufge­nom­men - als erste deutsche Stadt in der Kategorie Medien­kunst. Dies gab die UNESCO General­di­rek­tion in Paris bekannt. Für den mehr als einjäh­ri­gen ­Be­wer­bungs­pro­zess hatten insgesamt rund 40 Insti­tu­tio­nen aus Kultur, Kreativ­wirt­schaft, Forschung, Wissen­schaft und der di­gi­ta­len Open-Source-Szene sowie städtische Gesell­schaf­ten und Dienst­stel­len ihre Kräfte gebündelt, darunter auch die Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft.

In der Bewerbungsbegründung heißt es: „Die Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft (HsKA) zeichnet sich als Hochschule für Angewandte Wissenschaften durch ihre hohe Praxisorientierung in Studium und Lehre und ihr technisches Know-how aus. Praxisnahe Studiengänge sollen Studierende dabei für Technik begeistern und sie erlebbar machen. Die Expertise der Hochschule an den Schnittstellen von (Medien-)Kunst und Technik ist vorrangig an der Fakultät für Informationsmanagement und Medien angesiedelt. Hier werden Studierenden interdisziplinäre Kompetenzen in den Bereichen Sprache und Kommunikation, Gestaltung/Visualisierung, IT, Naturwissenschaften und Technik in innovativen Studien- und Lehrformaten vermittelt. Um ihren Studierenden bestmögliche Entwicklungschancen zu bieten, pflegt die Hochschule Karlsruhe Kontakte zu regionalen und internationalen Akteuren und baut dieses Netzwerk ständig aus. Kooperationen mit regionalen und internationalen Akteuren der Medienkunst bieten die Chance, neue Medienkunstprojekte zu initiieren und sie für die Stadt und Region Karlsruhe sichtbar zu gestalten.“ https://www.cityofmediaarts.de/de

Als Beispiel wird das Projekt  „Technik trifft Kunst: 3D-Keramik-Druck“von Prof. Jürgen Walter aus der Fakultät für Maschinenbau und Mechatronik der Hochschule Karlsruhe angeführt: „Zusammen mit der Staatlichen Majolika Manufaktur Karlsruhe GmbH und der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe hat die Hochschule Karlsruhe 2018 ein Projekt umgesetzt, in dem ein 3D-Drucker so modifiziert wurde, dass dieser künstlerische Keramik in automatisierter additiver Fertigung herstellen kann. Die Herstellung des »Kunstwerks in technischer Serienproduktion« wird schon heute per Livestream medial inszeniert, im Zeitraum 2019-2022 können KünstlerInnen ihre Entwürfe an die Majolika senden und beim 3D-Druck über Kamera zusehen." https://www.cityofmediaarts.de/de/wo-ist-medienkunst

Als neues Mitglied des Städte­netz­werks tritt Karlsruhe künftig in einen Austausch mit Großstäd­ten aus der ganzen Welt. Die von der UNESCO ausge­wähl­ten Mitglieder des Netzwerks haben Kultur und Kreati­vi­tät als entschei­den­den Teil ihrer eigenen Identi­tät und eine der zentralen Stützen einer nachhal­ti­gen ­Zu­kunfts­s­tra­te­gie erkannt. https://www.karlsruhe.de/b1/kultur/cityofmediaarts.de

Informatik- und Medieninformatikstudierende der Hochschule Karlsruhe entwickelten unter Leitung von Prof. Matthias Wölfel und dem akademischen Mitarbeiter Andreas Sieß mit 3D-Programmen animierte Bühnenbilder für einen zweiteiligen Ballettabend des Ballettstudios „La Remise“, bestehend aus „La Boutique Fantasque“ und „Korallen & Co“. Presseinformation vom 17.07.2019

Prof. Wölfel ist auch Leiter des Projekts "Super Nubibus" und präsentierte auf dem CODE-n new.New Festival hierzu eine Mixed-Reality-Installation. Presseinformation vom 16.10.2019