Emissionsfreier Campus 2030+

Wir machen Campus. Miteinander. Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft leitet eine umfassende und nachhaltige Campus- und Hochschulentwicklung ein

15. Mai 2019

Mit dem heutigen Tag wagt die Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft den Aufbruch in eine neue Zeit: Unter dem Motto „Wir machen Campus. Miteinander.“ feierten Studierende, Professorinnen und Professoren sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erstmals ein gemeinsames Fest, um sich über Ideen für einen emissionsfreien Campus 2030+ auszutauschen und die dazu notwendige interdisziplinare Vernetzung und die Partizipation der Hochschulmitglieder zu stärken. Gleichzeitig wurden erste Maßnahmen für eine veränderte Mobilitätskultur der Campusnutzer vorgestellt. Nicht zuletzt stehen soziale Aspekte im Fokus der weiteren Entwicklung, die neben den technischen Innovationen die Basis für den Wandel zum nachhaltigen und emissionsfreien Campus bilden.

„Das heutige Fest ist eine Einladung an alle Mitglieder der Hochschule, gemeinsam an der Zukunft unseres Campus zu arbeiten“, erläutert Rektor Prof. Dr. Frank Artinger. „Wir freuen uns darauf, die vielen Ideen, die wir hier heute sammeln, aufzugreifen, weiterzuentwickeln und in Teams mit den Studierenden, Professoren und Mitarbeitern zusammen umzusetzen.“

„Mit dem Fest soll unsere Vision manifestiert werden, unseren Campus im Grünen in den nächsten Jahren zum nachhaltigen und emissionsfreien Stadtcampus weiterzuentwickeln“, betont Prof. Dr. Robert Pawlowski, Prorektor für Entwicklung, Bau und Infrastruktur an der Hochschule Karlsruhe. „Wir wollen damit unserer Verantwortung gegenüber Gesellschaft und Umwelt gerecht werden und in einem partizipativen Prozess möglichst viele Hochschulmitglieder einbinden. Immerhin befinden wir uns als Hochschule für Angewandte Wissenschaften in der glücklichen Lage, über sämtliche Expertisen zu verfügen, die für ein solches Vorhaben benötigt werden: von Verkehrsexperten und Informatikern, über Bauingenieure und Architekten, bis hin zu Maschinenbau- und Elektrotechnik-Ingenieuren. Diese Expertise soll Ideengeber und Unterstützung für das Amt Karlsruhe Vermögen und Bau sein, mit dem die Hochschule bereits heute sehr eng und partnerschaftlich zusammenarbeitet.“

So konnten die Festbesucher bei der Veranstaltung Vorschläge und Ideen offen diskutieren und ihre eigenen Ideen an eigens gestalteten Bauzaundreiecken platzieren, die über den Campus verteilt waren. Gefragt wurde beispielsweise nach der Zukunftsfähigkeit des Campus, aber auch nach dem Grad des Wohlbefindens auf diesem. Weitere Fragestellungen bezogen sich allgemein auf die Hochschulentwicklung und das Profil der Hochschule, da beides – Campus und Hochschule – nicht voneinander zu trennen sind. Ein weiteres Beteiligungsformat organisierte der Studiengang Architektur. Beim „Reallabor in Aktion“ konnten Hochschulangehörige anhand eines maßstabsgerechten Grundrisses des aktuellen Campus Ideen und Vorschläge miteinander diskutieren und sich dabei von Zeichnungen und Modellen inspirieren lassen, die Architekturstudierende bereits im Vorfeld angefertigt hatten. Im Fokus standen neben der Emissionsfreiheit auch Ideen zum Campus als Erlebenswelt und die architektonische Einbindung in die Stadt.

An zahlreichen Stationen und Aktionsständen konnten sich die Hochschulmitglieder über Forschungs- und Lehrprojekte für den emissionsfreien Campus 2030+ informieren. So wurde vor dem Gebäude N offiziell eine von Studierenden entwickelte Fahrradreparaturstation eingeweiht. Ebenso wurde eine von Studierenden selbst entwickelte App vorgestellt, mit deren Hilfe die Hochschulmitglieder künftig Vorschläge zur Campusentwicklung einstellen, kommentieren und bewerten können.

„Der AStA freut sich sehr, dass die Hochschule Karlsruhe sich dafür einsetzt, den Campus zu einem emissionsfreien Campus zu entwickeln und das studentische Leben auf dem Campus zu fördern“, sagt Patrick Schneider, Vorsitzender des AStA. „Wir unterstützen ausdrücklich diese Maßnahmen und werden uns auch bei der Gestaltung des Campus und der Hochschulentwicklung aktiv einbringen. Denn die Campusentwicklung ist eine Sache, die alle etwas angeht. Je attraktiver der Campus, desto mehr halten sich die Studierenden dort auf, auch außerhalb der Vorlesungen.“

Auch optisch passierte auf dem Campus bereits im Vorfeld zur Veranstaltung einiges. Zur Stärkung der Campusmitte wurden die bereits bestehenden Betonbänke vor dem Gebäude A mit Holzauflagen und Tischen sowie Sonnenschirmen ausgestattet. An ihnen können Studierende, Professoren und Mitarbeiter künftig nicht nur die Pause verbringen, sondern auch einen überfachlichen Austausch pflegen. Bunte Farbkleckse auf dem grünen Campus erzeugen seit heute auch zahlreiche Hochschulliegestühle, die zum Anlass des Festes angeschafft wurden und die ebenfalls den Wohlfühlfaktor der Campusnutzer erhöhen sollen. Ihr Farb- und Gestaltungkonzept deutet zudem bereits den bevorstehenden Marken- und CD-Relaunch der Hochschule an.

Einige Programmpunkte des Festes befassten sich konkret mit der Zielvorgabe eines veränderten Mobilitätsverhaltens der Campusnutzer. Für einen Campus 2030+ geht es dabei auch insbesondere um die Optimierung der mobilitätsbedingten Energiebilanz. Vor allem Maßnahmen zur Förderung des Fahrradverkehrs sind hier erste, zwingend notwendige Schritte. So konnten am heutigen Tag 100 neue Fahrradständer für 200 Stellplätze vor dem Gebäude B eingeweiht werden. Verschiedene E-Bikes konnten von den Festbesuchern getestet und bewertet werden. Auch ein mit Sensorik ausgestattetes Messfahrrad, an dem Studierende im Bereich Verkehrsökologie forschen, stand zum Testen bereit.

Passend zur thematischen Ausrichtung der Veranstaltung berichtete die indische Architektin Anupama Kundoo über ihre international renommierten, auf Nachhaltigkeit setzenden Architekturprojekte. Für Entertainment sorgte unter anderem die Band Professor Blues, ursprünglich gegründet als reine Professorenband der Hochschule Karlsruhe.

Die beim Fest präsentierten Projekte und Aktionen der Hochschule Karlsruhe gehen auf eine Ausschreibung des baden-württembergischen Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst zurück. Beim Ideenwettbewerb: „Mobilitätskonzepte für den emissionsfreien Campus“ hatte sie mit einem umfassenden Konzept in der ersten Ausschreibungsrunde überzeugt. Die neue Mobilitätskultur der Hochschule Karlsruhe sieht demnach künftig nicht nur die Förderung des emissionsfreien Verkehrs vor (Radverkehr, Einsatz von Lastenfahrrädern, E-Dienstauto etc.), sondern auch Maßnahmen zur Reduzierung von nicht zwingend notwendigen Dienstreisen. Eng verbunden mit der Mobilität sind schließlich die Gebäude, denn in beiden Feldern wird Energie benötigt, die auf dem Campus erzeugt und zwischengespeichert werden kann. Auch der stärkere Einsatz von ressourcenschonenden, recycelbaren Materialien stellt eine geeignete Maßnahme zur Nachhaltigkeit dar, mit denen die in die Jahre gekommenen Hochschulgebäude aus den 60er-Jahren baulich verbessert werden können. Die Stärkung der Campusmitte als sozialer Ort der Begegnung und Kommunikation sowie die bauliche Nachverdichtung zur Rückverlagerung von Hochschulaußenstellen auf den zentralen Campus stellen die dritte Säule des Campus- und Hochschulentwicklungskonzepts dar, das die Hochschule über einen Masterplan in den kommenden Jahren umsetzen will.

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