Wissenschaftsoffensive 2018: Erfolg für TriRhenaTech mit zweifacher Beteiligung der Hochschule Karlsruhe

Finanzierung exzellenter grenzüberschreitender Forschung. Die Hochschulen von TriRhenaTech vielfach ausgezeichnet. Projekte in Zusammenarbeit mit Unternehmen und Hochschulen.

11. September 2019

Die Wissenschaftsinitiative ist eine Initiative der Europäischen Union und der französischen, deutschen und schweizerischen Gebietskörperschaften (Großregion Est, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und die nordwestlichen Kantone der Schweiz), die darauf abzielt, hervorragende Forschungsprojekte im Oberrheingebiet zu finanzieren. Für die dritte Projektausschreibung wurden sieben grenzüberschreitende Forschungsprojekte ausgewählt, die mit mehr als 6 Mio. € an europäischen und regionalen Fördermitteln ausgestattet wurden.

Am heutigen Mittwoch, 11. September 2019, wurden die Kofinanzierungsanzeigen im Bürgerhaus Neuer Markt in Bühl (DE) in Anwesenheit der Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer übergeben. Für TriRhenaTech war diese Veranstaltung eine Gelegenheit seine Erfolge im Aufbau und der Durchführung grenzüberschreitender Forschungsprojekte in Zusammenarbeit mit den Universitäten der Region zu zeigen. Tatsächlich haben sich die Hochschulen des Oberrheins 5 Jahre nach der Gründung der Allianz und 2 Jahre nach der letzten erfolgreichen Wissenschaftsoffensive erneut hervorragend durchgesetzt: Sie tragen 4 der 7 ausgewählten Projekte und sind an zwei weiteren beteiligt.

Diese wissenschaftlichen Kooperationen decken so vielfältige Forschungsthemen ab, wie den 3D-Druck von Knochenimplantaten, die Schaffung einer virtuellen Fabrikplattform oder die Entwicklung hybrider Lithium-Ionen-/Superkondensator-Speicherquellen. Insgesamt wurden mehr als 3,5 Millionen Euro an europäischen und regionalen Fördermitteln für die Forschungseinheiten der Hochschulen für angewandte Wissenschaften am Oberrhein bereitgestellt. Diese Projekte, an denen systematisch auch Unternehmen beteiligt sind, zeigen die Fähigkeit der Hochschulen, exzellente angewandte Forschung zu betreiben, die den Bedürfnissen der Trinationalen Metropolregion Oberrhein entsprechen.

An zwei der sechs geförderten Projekte ist Hochschule Karlsruhe beteiligt:

ACA-MODES: Intelligente Systemregelung zur Einspeisung erneuerbarer Energien ins Stromnetz

Im Rahmen des Projekts ACA-MODES soll auf der Grundlage numerischer Verfahren und anhand eines Demonstrators ein Ansatz zur Planung und Kontrolle dezentraler und (virtuell) vernetzter hybrider Energiesysteme entwickelt werden.

Damit wird ein Beitrag geleistet, um den Herausforderungen zu begegnen, die mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien und den dadurch bedingten Schwankungen bei der Energiegewinnung zusammenhängen.

Durch intelligente Vernetzung und Regelung bestehender Systeme kann gewonnene Flexibilität zur Unterstützung des Netzes eingesetzt werden. Für diesen netzdienlichen Betrieb sind koordinierte Abstimmungsprozesse und Datenaustausch zwischen den einzelnen Akteuren auf technischer, wirtschaftlicher wie auch regulatorischer Ebene notwendig.

Partner
Hochschule Offenburg
Hochschule Karlsruhe
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
INSA Strasbourg
Fachhochschule Nordwestschweiz (Muttenz)
Hochschule Koblenz

Assoziierte Partner
EIFER - European Institute for Energy Research
E-Werk Mittelbaden AG & Co. KG
Strategische Partner – Klimaschutz am Oberrhein e. V.
Ortenauer Energieagentur GmbH
Pfalzwerke Aktiengesellschaft
Ottensmeier Ingenieure GmbH
TLK Energy GmbH
CCI Alsace Eurométropole
IWB Industrielle Werke Basel
EBL Genossenschaft Elektra Baselland

Vehicle: Verbesserung der Energiespeichersysteme für Elektrofahrzeuge

Das Projekt VEHICLE entwickelt Lösungsansätze, um die technischen Beschränkungen gängiger rein elektrischer oder Plug-In-Hybridfahrzeuge zu überwinden.

Schwachpunkt bei diesen ist das Batteriesystem, v. a. aufgrund langer Ladezeiten und des begrenzten Energiegehalts, aber auch die vorzeitige Alterung aufgrund hoher Lade-/Entladedynamik. Ein Lösungsansatz besteht in der Kombination komplementärer Speichertechniken zu einem Hybrid-Speichersystem bestehend aus Lithium-Ionen-Akku und Superkondensator. Dessen Betrieb erfordert den Einsatz eines Energiemanagementsystems.

Im Rahmen des Projekts soll ein solches System unter Verwendung prädiktiver Algorithmen entwickelt werden, mit dessen Hilfe beispielhaft für ein Fahrzeug Aussagen zu Dimensionierung, Lebensdauer und Gesamtbetriebskosten getroffen und entsprechende Optimierungen vorgenommen werden können. Hierzu wird auf Basis experimenteller Arbeiten auch ein deterministisches Modell für die Batteriealterung in Abhängigkeit vom Lastprofil entwickelt.

Partner
INSA Strasbourg (ICube – Equipe Systèmes et microsystèmes hétérogènes (SMH))
Hochschule Trier
Hochschule Karlsruhe

Assoziierte Partner
Centrale Lille
Université de Nantes
Sheffield Hallam University
CCI Alsace Eurométropole

TriRhenaTech, die Allianz der Hochschulen für angewandte Wissenschaften am Oberrhein, wurde 2014 gegründet und setzt sich zusammen aus den grandes écoles des Elsass Tech Netzwerks, der Fachhochschule Nordwestschweiz sowie den Hochschulen Trier, Kaiserslautern, Karlsruhe, Offenburg, Furtwangen und der Duale Hochschule Lörrach. Die Allianz trägt zur Entwicklung des Oberrheins und zur Stärkung seines Innovationssystem bei, indem sie grenzüberschreitende Forschungsprojekte, Studentenmobilität und Technologietransfer ermöglicht und fördert.