Erfahrungsbericht vom International Integrated Design Camp in Seoul

Unter dem Motto „Smart and Sustainable Cities – Towards Inclusivity” veranstaltete das Korean Institute of Design (KIDP) das zweite International Integrated Design Camp vom 23. Juli 2019 bis zum 29. Juli 2019 in Seoul, Südkorea. Über 85 Studierende mit diversen akademischen Hintergründen und insgesamt über 100 Teilnehmer aus mehr als 22 Nationen nahmen an dem Camp teil. Dabei hatten zwei Studierenden der Fakultät W, Joschka Metz und Eric Schön, die tolle Möglichkeit, die Hochschule Karlsruhe bei dem International Integrated Design Camp zu vertreten.

In den vier Kategorien „Connectivity“, „Productivity“, „Mobility” und “Safety & Security” wurden vorab pro Kategorie drei bis vier Gruppen gebildet, welche sich mit verschiedenen Problematiken auseinandersetzen sollten, um die Problematik der Urbanisierung nachhaltig zu verbessern.

Jede Gruppe wurde dabei von einem professionellen Designer unterstützt. Die tolle und durchdachte Organisation des KIDP ermöglichte es, in genau einer Woche einen kompletten Design Thinking Circle zu durchlaufen, um die Problematik in dem letztendlich doch knappen Zeitfenster optimal zu bearbeiten.

Zunächst wurde von jeder Gruppe eine exakte Problemdefintion- und analyse zu dem entsprechenden Thema vorgenommen. Dies wurde mit einem „field trip“ verbunden, um sich in der Realität ein genaues Bild von der Problematik zu machen. Im Anschluss daran konnte jedes Team durch intensives Brainstorming in einer divers aufgestellten Gruppe eine Vielzahl an Problemen finden. Als nächsten Schritt war es essentiell, sich auf ein Hauptproblem zu fokussieren, welches dann schlussendlich ausgearbeitet und verbessert werden sollte. Basierend auf diesem Hauptproblem ging es dann in die Phase der „Ideation“ (Ideengenerierung) über, welche dazu diente, erste Lösungsvorschläge zu sammeln, um diese später auf die beste Lösung zu reduzieren. In diesem Schritt war sehr interessant zu sehen, auf wie viele unterschiedliche und spannende Lösungen verschiedene Menschen kommen und wie wichtig es ist, in internationalen und diversen Gruppen zu arbeiten. Nach Festlegung auf die beste Lösungsidee wurde diese dann in Form eines Prototyps erstellt, um die Umsetzung in der Realität zu testen. Die Bearbeitung wurde dabei auch gerne bis in die Nachtstunden fortgesetzt, da die Arbeit in diesem Umfeld wirklich Spaß gemacht hat. Zusätzlich wurde die Woche in Südkorea durch ein spannendes Rahmenprogramm bereichert. Dazu zählten zahlreiche Vorträge zu zukunftsrelevanten Themen von spannenden Rednern und erfolgreichen Designern.

Am Samstag wurden dann die erarbeiten Lösungen aus dem beschriebenen Zyklus inklusive Prototyps dem restlichen Camp präsentiert. Dies war eine tolle Möglichkeit vor zahlreichen interessierten Zuhörern seine geleistete Arbeit zu präsentieren und die Wertschätzung dieser zu erhalten.

Insgesamt war das International Integrated Design Camp eine tolle Erfahrung und geniale Möglichkeit, spannende und interessante Leute aus der ganzen Welt kennenzulernen. Zusätzlich konnten wir, als Studierende des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen, neue Methoden und Lösungsansätze kennenlernen und ein ganz praktisches Verständnis dafür gewinnen, dass verschiedene Sichtweisen zu respektieren wichtig ist, um ein erfolgreiches Zusammenarbeiten in einem internationalen Team zu gewährleisten.

An dieser Stelle möchten wir Herrn Prof. Dr. Wuttke recht herzlich danken, der durch sein tolles Netzwerk in Südkorea, insbesondere der Korea Polytechnic University, es uns ermöglicht hat, an diesem Camp teilzunehmen und eine solch gewinnbringende Zeit zu erleben.

Bericht von: Joschka Metz und Eric Schön