Global Competitiveness Program for SME's: Summer School in Argentinien 2018

Im Sommersemester 2018 wurde an unserer Hochschule zum zweiten Mal eine zweiwöchige Summer School an der Universidad Nacional del Litoral in Santa Fe angeboten. Die Bezeichnung Summer School bezieht sich allerdings nur auf die deutschen Jahreszeiten, in Argentinien war es eher eine Winter School, daher als kleiner Tipp für zukünftige Teilnehmer – warme Kleidung einpacken. Für vier Studierende der Fakultät W ging es nach der Klausurenphase Richtung Argentinien. Alle TeilnehmerInnen reisten im Laufe einer Woche separat nach Buenos Aires, von wo aus es nach ein paar kurzen Sightseeing-Tagen gemeinsam mit dem Bus nach Santa Fe weiter ging (ca. 7 Stunden Busfahrt).

Startschuss für die internationale Summer School war der 30. Juli und nach einer offiziellen Begrüßung durch die Universitätsleitung und die betreuenden Professoren wurden alle Studierende in Gruppen aufgeteilt. Diese kleinen, kulturell bunt gemischten Gruppen von fünf bis sechs Studierenden aus Argentinien, Mexiko, Italien, Syrien, Deutschland und China bildeten ein Berater-Team. Unternehmen aus Argentinien, zum Teil direkt aus Santa Fe, aber auch aus anderen Regionen, erstellten Aufträge, welche die Teams als Beratende erfüllen sollten. Am ersten Tag fand ein reales oder ein Skype Meeting mit dem Unternehmen statt. Zusätzlich wurden zweiseitige Informationsschreiben über das jeweilige Unternehmen zur Verfügung gestellt. Auf diese Weise sollten sich die Teams und das Unternehmen kennenlernen, sowie offene Fragen zur gestellten Aufgabe geklärt werden.

Eines der Unternehmen hatte beispielweise ein Patent um recycelbare Snowboards herzustellen und ein weiteres Patent für das Material, aus dem die Snowboards gefertigt wurden. Das Unternehmen fertigt und verkauft bereits in kleinen Stückzahlen Snowboards in Argentinien. Ein Team, zusammengesetzt aus Studierenden, sollte nun eine Wettbewerbsanalyse und Markteintrittsstrategie inklusive potentiellen Produktionspartnern für Europa, erstellen. Ein anderes Team sollte dieselbe Aufgabe für China bearbeiten. Die Teams sollten sich auch bilateral austauschen. Neben der täglichen Arbeit in der Gruppe gab es ein Status-Treffen mit den Professoren, bei dem über erste Ergebnisse und die weiteren Arbeitsinhalte gesprochen wurde. Am Ende der zweiwöchigen Arbeit in der Gruppe bekamen die Studierenden die Möglichkeit, ihre Ergebnisse in einer finalen Präsentation gegenüber dem Unternehmen per Skype Meeting oder persönlich vor Ort vorzutragen. Darüber hinaus händigte jedes Team einen Beraterbericht an das jeweilige Unternehmen aus.

Parallel zur Summer School wurde von Seiten der Organisatoren ein Rahmenprogramm angeboten, welches neben dem täglichen gemeinsamen Abendessen auch kulturelle Inhalte beinhaltete. So fand neben einem Tangokurs auch eine Führung durch die örtliche Brauerei und eine Party zur internationalen Verständigung statt. Das Wochenende konnte selbst gestaltet werden und es empfiehlt sich hier sehr, zu den relativ nahegelegenen Iguazu-Wasserfällen zu fahren (ca. 18 Stunden mit dem Bus) und einen Tagesausflug nach Brasilien zu machen. Wenn man die Möglichkeit hat, ist es außerdem empfehlenswert nicht nur für die Summer School nach Südamerika zu fliegen, sondern die Gelegenheit zu nutzen, um in Argentinien oder den Nachbarländern weitere Reisen zu unternehmen.
Insgesamt ist die Möglichkeit, an einem internationalen Projekt mitzuwirken eine wirklich einzigartige Chance, erste Einblicke in ein internationales Arbeitsumfeld zu bekommen, neue Erfahrungen, kulturell und intellektuell, zu sammeln und Kontakte zu Menschen aus den verschiedensten Regionen der Welt zu knüpfen. Daher möchten wir die Gelegenheit nutzen, uns für die großzügige Förderung der Summer School an der UNL sowohl beim Akademischen Auslandsamt der Hochschule Karlsruhe sowie bei der Fakultät W zu bedanken.

(Bericht verfasst von: TeilnehmerInnen Summer School)