Karlsruhe – Paris für Anfänger und Fortgeschrittene

Die „banlieue“, Französisch für „Vorort“, kennt man in Deutschland vor allem aus Negativ-Schlagzeilen mit brennenden Autos, Ghettoisierung und Kriminalität. Als die 13 Studierenden der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften an einem Montagmorgen im April in Sceaux aus dem Zug steigen, begegnen sie einer ganz anderen Realität. Das 20.000-Einwohner-Städtchen liegt nur wenige Zug-Minuten von der pulsierenden Pariser Innenstadt entfernt. An hübschen Steinhäusern und liebevoll gepflegten Gärten vorbei geht es zu Fuß zum Campus der École d’Ingénieur-e-s (EPF), einer französischen Elite-Hochschule für angehende Ingenieure. Die Verwaltung ist im ehemaligen Wohnhaus der Gründerin untergebracht, die dort 1925 die erste Ingenieursschule für Frauen gründete.

Mit Croissants und Kaffee beginnt die Vorstellung der EPF durch die ebenso motivierten wie herzlichen Mitarbeiter. Auch der Kontakt zwischen deutschen und französischen Studierenden kommt dabei nicht zu kurz. Beindruckt zeigen sich die KarlsruherInnen vor allem vom ausgezeichneten Betreuungsverhältnis und der Vielzahl studentischer Vereinigungen und Freizeitaktivitäten.

Hintergrund der zweitägigen Exkursion mit Prof. Reinhold König ist das geplante Doppelabschlussprogramm im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen mit der EPF. Wer auf deutscher Seite diese Möglichkeit nutzen möchte, braucht natürlich Französischkenntnisse. Noch am Vorabend waren viele der Studierenden überrascht, wie viel vom eigenen Schulfranzösisch noch übrig ist. Den Abend hatte die Gruppe nämlich beim gemeinsamen Flammkuchen-Essen mit Studierenden der EPF am Fuße der Tour Montparnasse verbracht. Neben Französisch und Englisch kamen dabei auch mal Hände und Füße zum Einsatz. Der erste von zwei Tagen Paris stand somit vor allem im Zeichen des Kennenlernens: Eine Stadtführung auf der Île de la Cité bot einen ersten Eindruck der historischen Entwicklung von Paris, die Zeit mit den Studierenden einen Vorgeschmack auf das heutige Nachtleben.

Fachlich interessant wurde es am zweiten Tag nach dem Besuch in Sceaux noch bei der Deutsch-Französischen Industrie- und Handelskammer. Hier bekamen die Karlsruher Studierenden Einblicke in die Aktivitäten der Handelskammer, die deutsch-französischen Wirtschaftsbeziehungen sowie in die Digitalisierung in Frankreich. Trotz einer gewissen Müdigkeit nach zwei doch ziemlich ereignisreichen Tagen, nahmen die Studierenden die Gelegenheit wahr, um im Anschluss den Experten ihre Fragen zu stellen.

Die Paris-Exkursion bildet den Anfang einer hoffentlich aktiven Partnerschaft mit der EPF und eines erfolgreichen Doppelabschlussprogramms. Gefördert wurde sie durch das Akademische Auslandsamt aus Internationalisierungsmitteln des MWK und durch die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften.

Text: Sarah Witte

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