Erfolgreiche Kooperation mit Griechenland

Wahlpflichtfächer „International Business Strategy“ (IBS) und „Start-Up Management“ (SUM)

Im Jahr 2019 findet bereits zum dritten Mal die Kooperation zwischen der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft und der University of Western Macedonia in Kozani, Griechenland im Rahmen der Wahlpflichtfächer „International Business Strategy“ (IBS) und „Start-Up Management“ (SUM) statt. Jeder der beiden Kurse setzt sich dabei jeweils aus sechs deutschen und sechs griechischen Studierenden zusammen. Diese erhalten im Rahmen der Projekte Einblicke in die strategische Unternehmensführung (IBS) sowie die Gründung und den Aufbau eines Start-Ups (SUM).

Die erste gemeinsame sogenannte Face-to-Face Week fand Ende September in Kozani, Griechenland statt. Für die deutschen Studenten startete die Woche nach ihrer Ankunft am Flughafen von Thessaloniki mit einer durch eine Stadtführerin begleitete Tour durch Thessaloniki, wobei diese erste Einblicke und Hintergrundinformationen zur griechischen Kultur erhielten. Im Anschluss daran ging es für die Studierenden im Reisebus nach Kozani, wo sich die griechische Partnerhochschule befindet. Den Abschluss des ersten Tages bildete schließlich ein Welcome Dinner in einer traditionellen griechischen Taverne in Kozani. Dabei hatten die deutschen und griechischen Studierenden die Möglichkeit, sich in einem entspannten Umfeld erstmals kennenzulernen.

Am nächsten Tag begann die Zusammenarbeit an den gemeinsamen Projekten an der University of Western Macedonia in Kozani. Die Studierenden erhielten zunächst einen Einblick in die wirtschaftliche Situation Griechenlands sowie die Situation von Start-Ups während der ökonomischen Krise. Zusätzlich wurde den Studenten ein interkultureller Vergleich der Business Etikette von Deutschland und Griechenland vorgestellt, denn die im Rahmen dessen dargestellten kulturellen Unterschiede sind auch für die Studierenden während ihrer internationalen Teamarbeit von Relevanz. Letztlich gab es für die Studenten erste Lernimpulse zu Themen wie Key Figures und Cash Management, die sowohl für die Teilnehmer des IBS sowie auch des SUM Kurses relevant waren.

Der IBS Kurs basiert auf einem Online-Unternehmensplanspiel, bei dem drei griechisch-deutsche Teams bestehend aus je vier Studierenden jeweils ein weltweit agierendes Telekommunikationsunternehmen repräsentieren und dabei den Unternehmensalltag des Topmanagements simulieren. Die Teams entwickelten Unternehmensstrategien, trafen Managemententscheidungen in allen Unternehmensbereichen unter lang- und kurzfristigen Aspekten und analysierten die erzielten Ergebnisse und Kennzahlen im Hinblick auf eine erfolgreiche Unternehmenssteuerung.

Im SUM Kurs arbeiten die Unternehmensgründer ebenfalls in drei Teams bestehend aus jeweils zwei deutschen und zwei griechischen Studenten zusammen, um Ideen für die Adaptierung des deutschen Start-Ups „Urban Sports Club“ für den griechischen Markt auszuarbeiten. Dafür besuchten die Studierenden bereits an ihrem Ankunftstag ein Fitnessstudio in Thessaloniki, um erste Einblicke in den griechischen Fitnessmarkt zu erhalten. Dabei konnten sie sich einen ersten Überblick über Rahmenbedingungen wie Preismodelle sowie die verschiedenen Zielgruppen verschaffen. Am zweiten Tag erhielten die Studierenden außerdem ein erstes Briefing von Benjamin Roth, dem Mitbegründer und CEO von Urban Sports Club, der als Kooperationspartner für das Projekt gewonnen werden konnte. Einen deutlichen Unterschied im Vergleich zum letzten Jahr stellt die Tatsache dar, dass  die SUM Teams in diesem Jahr keine unterschiedlichen Start-Up Ideen entwickeln, sondern dahingehend gegeneinander antreten, dass jedes Team an einem eigenständigen Business Plan für die Adaption von Urban Sports Club für den griechischen Markt arbeitet. Während der ersten Phase in der Face-to-Face Week in Griechenland arbeiteten alle Teams gemeinsam an einer ersten Markt- und Wettbewerbsbetrachtung beziehungsweise einer Befragung verschiedener Zielgruppen. Im nachfolgenden wird jedoch jedes Team eigenständig einen Ansatz  für die Implementierung von Urban Sports Club in Griechenland entwickeln und in der finalen Face-to-Face Week im Dezember in Karlsruhe vorstellen.

Ein kulturelles Highlight während der gemeinsamen Woche in Kozani war der  Besuch eines UNESCO Weltkulturerbes – den Metéora Klöstern. Dort angekommen konnte eines der 24 Klöster, von denen heute lediglich sechs noch bewohnt sind, besucht werden. Anschließend konnten die Studierenden außerdem die Stadt Metéora etwas erkunden, bevor es mit dem Reisebus zurück nach Kozani ging. In Kozani angekommen fand schließlich ein weiteres gemeinsames Abendessen in einem traditionellen griechischen Lokal statt, währenddessen die Studenten sich weiter austauschen konnten.

In den folgenden beiden Tagen hatten die Studenten die Möglichkeit, ihre Projekte in intensiver Teamarbeit weiter voranzubringen. Zum Abschluss der gemeinsamen Woche in Kozani präsentierten die Teilnehmer des IBS Kurses, selbstverständlich unter Ausschluss der Konkurrenzteams, die Strategien für ihre jeweiligen Unternehmen. Im SUM Kurs fanden unterdessen ebenfalls die ersten Zwischenpräsentationen der einzelnen Teams statt. Nach Abschluss des offiziellen Teils der ersten Projektwoche in Kozani feierten die griechischen und deutschen Teilnehmer ihren Erfolg noch einmal gemeinsam.

Unterstützt wurden die Studierenden durch Lehreinheiten sowie Betreuung während der Teamarbeit von den deutschen Professoren Herr Prof. Schorb, Herr Prof. Rust, Herr Dr. Lembach sowie dem finnischen Kollegen Herr Prof. Tissari, der gemeinsam mit Herrn Schorb das deutsch-finnische Kooperationsprojekt, bei dem ebenfalls das Unternehmensplanspiel umgesetzt wird, leitet. Von griechischer Seite betreuten Herr Prof. Kikis und Herr Prof. Mattheopulos das Projekt.

In der Übergangszeit bis zur zweiten und abschließenden Face-to-Face Week in Karlsruhe werden die Teams nun mit virtuellen Kommunikationsmitteln wie Skype weiter an ihren Projekten arbeiten. Seinen Abschluss findet das Kooperationsprojekt schließlich durch die Abschlusspräsentation im Dezember an der Hochschule Karlsruhe, bei der Vertreter aus deutscher und griechischer Wirtschaft und Politik anwesend sein werden.

Insgesamt ist die Kooperation mit der griechischen Western Macedonia University of Applied Sciences bei den Studierenden der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft äußerst beliebt.

Das Projekt „Karlsruhe – Kozani: Existenzgründungen und Unternehmensstrategien“ wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) im Rahmen der „Hochschulpartnerschaften mit Griechenland“ mit insgesamt 76.000 EUR über die Laufzeit 2017 – 2019 unterstützt. Mittlerweile ist auch eine Förderung von weiteren drei Jahren der Zusammenarbeit mit einem deutlich erhöhten Budget von 108.000 EUR zugesichert worden.

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