LED-Weihnachtsbäume löten und Solarzellen schalten –

Spaß und viel (elektrische) Spannung bei der Langen Nacht der Elektrotechnik


Wie löte ich eine Platine? Und wie messe ich Gleichstrom- und Wechselstrom richtig?

Die Studierenden lauschen gespannt den Erklärungen der Tutoren in fünf Workshops. Vor ihnen stehen Messgeräte, Lötkolben, Plattenkondensatoren und viele weitere elektrotechnische Komponenten.

Rund 80 Studierende sind gekommen, um an diesem Abend Elektrotechnik mal abseits des Hörsaals zu erleben. „Wir möchten mit diesem fakultätsübergreifenden Projekt den Studierenden die Angst vor der ‚bösen‘ Elektrotechnik“ nehmen, so Prof. Dr.-Ing. Christian Wurll mit einem Augenzwinkern in seiner Begrüßungsansprache.

Im Atrium der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften (W) leuchtet der große von der Fachschaft geschmückte Weihnachtsbaum und schon nach kurzer Zeit leuchten an den ersten Lötstationen kleine LED-Bäumchen, die die Studierenden mit roten und grünen LEDs gelötet haben.

Im Workshop „Versuche mit Solarzellen“ erläutern Prof. Dr.-Ing. Manfred Strohrmann und Prof. Dr.-Ing. Jürgen Weizenecker (Fakultät für Elektro- und Informationstechnik) die Eigenschaften der Solarzelle und lassen die Studierenden Versuche mit in Reihe geschalteten Solarzellen durchführen.

Im Raum nebenan messen die Studierenden unter Anleitung mit dem Multimeter Gleichstrom-, Wechselstromkreise und Widerstände. Unterstützung bekommen die Tutoren hier vom Elektronikkonzern Rohde & Schwarz.

Dipl.-Ing. Cosima Klischat, Leiterin der Elektrotechnik-Lernzentrums H.erT.Z, zeigt den Studierenden in ihrem Workshop stationäre elektrische und magnetische Felder. Bei den diversen Versuchen mit Plattenkondensatoren, Spulen und Elektromagneten fliegen auch elektrische Blitze, wenn sich die Spannung entlädt.
 

Und was macht man eigentlich bei der SPS-Programmierung? Prof. Dr.-Ing. Björn Hein stellt den Studierenden zunächst das Cyberphysikalische Labor der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften vor. Danach dürfen die Studierenden erste kleine SPS-Programme mit den vorhandenen Steuerungen von Siemens programmieren.

Nacheinander durchlaufen die Studierenden alle Workshop-Stationen und können sich zwischendurch mit Gebäck und Glühwein stärken – bis um 22 Uhr der Strom ‚aus‘ ging.

Wir freuen uns schon auf die nächste Nacht der Elektrotechnik!

Die „Lange Nacht der Elektrotechnik“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der Fakultäten Elektro- und Informationstechnik (EIT), Maschinenbau und Mechatronik (MMT) sowie Wirtschaftswissenschaften (W) und des Lernzentrums Elektrotechnik der Hochschule Karlsruhe. Die Veranstaltung wird finanziell gefördert durch das Projekt SKATING und richtet sich an Studierende der Vorlesungen „Elektrotechnik“ aus dem Grundstudium der jeweiligen Studiengänge.

Ein herzliches Dankeschön für die Unterstützung geht an das Vorbereitungsteam bestehend aus Lux Flad, Katrin Jenth und Usama Nawaz sowie allen Tutoren/-innen sowie Frau Klischat vom H.ErT.Z-Lernzentrum. Vielen Dank auch an den studentischen Verein SEINT e.V. für die Versorgung mit Getränken und Snacks.