Gastvortrag von Lidl: Von Antipasti über Kleidung – Ein Discounter-Konzern gibt Einblicke in das Supply Chain Management

Am 26. November 2019 begrüßte Prof. Dr. Christian Wurll an der Fakultät W Thomas Richter – Bereichsleiter Lieferantenmanagement und Elisa Ilg – Alumna und Consultant Lieferantenmanagement von Lidl. Beide gaben Einblicke in das Lieferantenmanagement und welche Rolle dabei kontinuierliche Optimierungen der Produktions- und Lieferkette einnehmen.

Als eigenständiges Unternehmen der Schwarz Gruppe ist Lidl nicht nur führender Lebensmitteleinzelhändler, sondern auch im Bereich Non-Food tätig. Der Erfolg, günstige Ware zu bester Qualität anzubieten gelingt durch ein hohes Maß an Standardisierung. Zudem ist die Rolle des Einkäufers entscheidend, denn aufgrund flacher Hierarchien entscheidet er, welche Produkte letztlich im Einkaufsregal erscheinen.

Zu Beginn des Abends zeigte Thomas Richter auf, welche Herausforderungen und Chancen in der Wertschöpfungskette auftreten können. Durch steigende, volatile Rohstoffpreise und Kostendruck sind zum einen Preisbeobachtungen, zum anderen aber auch gute Lieferantenbeziehungen unabdingbar. Den Herstellern aber auch den Lieferanten entstehen im Einkauf hohe Chancen und Risiken, die eng miteinander verbunden sind. Nur beste Lieferanten garantieren beste Qualität, weshalb diese mitunter die Eintrittskarte ist, um bei Lidl als Lieferant gelistet zu werden. Zudem erhalten die Partner Unterstützung bei der Optimierung der Rohstoffkette, damit diese, Kosten senken und langfristige Preisführerschaft generieren können.

Im weiteren Verlauf des Abends referierte Elisa Ilg über ihre Erfahrungen in der Lieferantenentwicklung. Anhand verschiedener Beispiele erklärte sie, wie Lidl durch den Einsatz von Lean-Management beim Lieferanten nachhaltige Profitabilität und Warenverfügbarkeit sicherstellt. Beispielsweise konnte das Lager eines Textilherstellers optimiert und dadurch ein Vertauschen von Materialien vermieden sowie eine Steigerung der Arbeitssicherheit erreicht werden. Welchen Stellenwert die Lieferantenentwicklung bei Lidl hat, wurde besonders am Beispiel der Verpackungsoptimierung eines Antipasti-Lieferanten deutlich. Dabei hat das Unternehmen gemeinsam mit dem Lieferanten sowie unter Einbindung und diverser Trainings der Mitarbeiter vor Ort, die Auslastung der Verpackungseinheiten von Antipasti vergrößert.

Die Fakultät W bedankt sich ganz herzlich bei beiden Referenten für diese spannenden Einblicke sowie für die interaktive Gestaltung des Vortrags.

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