Erfahrungsberichte

Wie ist es so in Karlsruhe, beim Studium an der HsKA? Lesen Sie selbst, was andere Studierende schon erlebt haben:

Delegation aus Großbritannien

Für eine Delegation von angehenden Ingenieuren, die sich vor Ort über ein Studium informieren wollten, hat bw-i ein Besuchsprogramm an Hochschulen der Angewandten Wissenschaften, darunter die HsKA, und Unternehmen organisiert.

Sana Rebwar aus dem Irak

Sana Rebwar von der University of Sulaimany studiert für ein Jahr Elektrotechnik an der HsKA und hat ein Interview gegeben.Zum Abspielen bitte hier klicken

Serene Chen aus Taiwan

Serene Chen von der National Chung Hsing University hat ein Auslandssemester an der HsKA absolviert. Frau Barth von SEINT e.V., dem Hochschulverein für Studierende der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften an der HsKA, hat Frau Chen zu ihren Erfahrungen in Deutschland interviewt. Diesen Erfahrungsbericht, der auch im Rahmen der KONTAKTA veröffentlicht wurde, finden Sie hier

Den Erfahrungsbericht gibt es auch auf Chinesisch hier

Greison Dias aus Brasilien

Austauschstudent im Studiengang Elektrotechnik (Bachelor), im Sommersemester 2008.

Von der UFMG nach Karlsruhe

Einführung


Ich heiße Greison Dias und ich bin 23 Jahre alt. Das ist mein Erfahrungsbericht meiner Austauschprogrammzeit an der Hochschule Karlsruhe, Deutschland. Obwohl ich nicht sehr gut Deutsch spreche, werde ich den Bericht auf Deutch versuchen zu schreiben.

Vorbereitung des Aufenthaltes

Als ich im 4. Semester auf meiner Heimatuniversität war, habe ich ein Deutschkurs angefangen. Das war im zweiten Semester 2005. Ich habe bis Juni 2007 in diesem Kurs Deutsch gelernt. Dieser Kurs wird von einer brasilianischen Lehrerin doziert, die schon in Deutschland gewohnt hat. Sie hat nicht nur die deutche Sprache gelehrt, ebenfalls die deutsche Kultur. Sie hat über die Formalitäten gesagt und es gab ein deutsche Lehrer, der selten zu die Unterricht gegangen ist und er hat viele Sachen auch angesprochen. Es war sehr gut. Es ist wichtig zu sagen, dass ich keinen Englischkurs gemacht habe. Alles, die ich kenne, habe ich an der Schüle oder selbst gelernt. Wenn ich nach Deutschland fliegen würde, müsste ich Deutsch viel lernen.

Im Juli 2007 habe ich die Nachricht empfangen, dass ich das Austauschprogramm machen würde. Dann habe ich die Vorgänge für das Austauschprogramm gestartet. Gleichzeitig habe ich selbst Deutsch zu Hause studiert.

Meine Familie ist nicht reich. Deshalb könnte ich ohne Stipendium nach Deutschland nicht fahren. Ich musste beweisen, dass ich genug Geld hätte, um hier zu bleiben. Ich glaube, dass das der schwere Teil war. Ich hatte zwar das Stipendium, aber der Honorarkonsul erforderte mehr Geld als das Stipendium, das Baden-Württemberg mir gewährte. Zu lösen das Problem, habe ich eine Anleihe gemacht. Eine Chance wie ein Austauchprogramm in Deutschland darf niemand löschen!

Studium im Gastland

Von 3. bis 14. März habe ich den Intensivkurs DaF gemacht. Weil ich schon ein bisschen Deutsch gelernt habe, habe ich in der 4. Stufe angefangen. In dieser Vorlesung habe ich mehr über die deutsche Kultur gelernt und auch über die Geschichte und Politik der BRD. Es war auch gut, um mit verschiedener Kultur zusammenzuleben.

Während des Semesters habe ich die folgenden Vorlesungen gemacht:

  • Regenerative Energien
  • Rationelle Energieanwendung
  • Elektrische Energieversorgung
  • Elektromagnetische Verträglichkeit
  • Hochspannungstechnik
  • Deutsch als Fremdsprache 5

Die 2 ersten sind Fächer von der Masterstudiengang, und in meinem Kurs in Brasilien gibt es kein ähnliche Fach. Das war die Begründung, weil ich die beide gemacht habe.

Die Vorlesungen an der Hochschule sind anders als in meiner Heimathochschule. Zuerst muss man am Anfang des Semesters in die Vorlesungen immatrikulieren. Machmal fehlt Stelle in einigen Vorlesung in UFMG und deshalb kann man nicht die Vorlesung machen. Hier gibt es dieses Problem nicht. Ich glaube, dass die Räume größer für wenige Studenten sind und dann der Lehrer kann die Studenten besser kontrollieren.

Unterricht von Rationelle Energieanwendung

Anderer Aspekt war die Prüfungensystem. An der Hochschule Karlsruhe macht man nur eine Prüfung am Ende des Semesters. An UFMG macht man normalerweise 2 oder 3 Prüfungen pro Fach. Ich denke, dass die System mit mehr als eine1 Prüfung besser ist, weil die meisten Studenten nur nahe der Prüfungenzeit studieren. Mit mehreren Prüfungen müssen die Studenten auch während der Semester lernen.

Jetzt suche ich gerade ein Praktikum. Aber ich denke, dass ich nicht machen kann, weil ich bis jetzt keine positive Antwort einer Firma empfangen habe und meine Rückfahrt ist am 7. August. Wirklich schade...

Aufenthalt im Gastland

Ich bin in Deutschland am 26. Februar abend angekommen. Eine Freundin von mir, Ciby Kênia Rosa; würde mich im Flughafen treffen. Die ersten Tage bin ich in Jugendherberge geblieben. Ciby hat mir viel geholfen. Sie hat mir gesagt, was, wo und wann musste ich alles machen.

Die letzte 5 Monate waren wunderbar. Ich habe viele Leute kennengelernt, die mit mir studiert, gewohnt oder gefeiert haben. Mir gefällt auch das Wohnheim. Ich hatte mein eigenes Zimmer. Das Wohnheim war änlich wie mein bisheriges Wohnheim in Brasilien, und daher habe ich mich sofort daran gewöhnt. Es war interessant, dass es Leute aus verschiedenen Ländern gab,
Jungen und Mädchen. In meinem Flur kamen die Leute aus Spanien, Indien, Brasilien und Russland. Sie sind meistens in ihren Zimmer geblieben, und ich habe das nicht gut gefunden, weil ich mit ihnen wenig gesprochen habe. Aber ich bin zu vielen Partys gegangen und bin mit Freunden, die ich hier kennengelernt habe, oft weggegangen. Einige Male haben wir Fußball und anderen Sport neben dem Wohnheim gespielt. Ich weiß noch nicht, warum alle denken hier, dass alle brasilianische Leute sehr gut spielen. Das stimmt nicht für mich!

Als ich im Brasilien war, habe ich wenig gereist. Hier bin ich nur in 5 Monate mehr gereist. Ich meine eine ausgezeichnet Idee des akademischen Auslandsamts, Reisen zu organisieren. Ich bin nach Frankfurt, Stuttgart und Freiburg bei der Hochschule gefahren. Selbst bin ich auch nach Paris, London und Hockenheim gefahren. In Hockenheim habe ich die Formel 1 - Großer Preis von Deutschland gesehen. Es war echt toll!

Schlussbetrachtungen

Das Austauschprogramm war eine unvergessliche Erfahrung. Ich denke, dass ich früher viel wie hier gelernt habe, nur wenn ich das Haus meiner Eltern gelassen habe, um in einer anderen Stadt zu studieren. Aber jetzt bin ich 9000km weit von meinem Haus und die Dinge sind anders. Ich habe Angst vor der Reise gehabt. Heute bin ich sehr glück hier und ich gewöhne mich an das deutsche Leben.

Ich hoffe ein Tag zum Deutschland zurück reisen. Vielleicht zu arbeiten oder vielleicht nur für Spaß. Ich möchte gerne in der Zukunft hier mehr Zeit bleiben.

Vielen Danke!

Alan Torres Vera aus Mexiko

Austauschstudent im Bereich Maschinenbau, von Wintersemester 07/08 bis Sommersemester 2008

Neuland, Neue Kultur, Neue Freunde - Neues Leben

Hast du manchmal davon geträumt, wie dein Leben sein würde, wenn du in einem anderen Land wohnen würdest? Das passierte mir. Zum Glück war es nicht nur ein Traum sondern auch eine Realität. Ich heiße Alan Torres Vera und komme aus Monterrey, Mexiko. Ich studiere Maschinenbau und bin im siebten Semester. Letztes Semester bekam meine Schule in Mexiko ein Baden-Württemberg Stipendium für zwei besonders, enthusiastische Studenten, die im Karlsruhe studieren wollten. Ich war einer dieser Studenten!

Ich hatte die Chance ein Semester im Ausland zu studieren und auch eine neue Kultur kennen zu lernen. Mit dieser Gelegenheit konnte ich die Unterschiede zwischen deutschen Traditionen, Mentalitäten, Städten, Universitäten, der Landessitte usw. und meinem Land kennen lernen. Ich werde versuchen, die größten Unterschiede zu erläutern.

Zuerst werde ich mit dem Stadtunterschied anfangen. Die Stadt in der ich studiere, heißt Karlsruhe. Hier in dieser Stadt gibt es viele Freizeitbeschäftigungen. Für jeden ist etwas dabei. Hier in Karlsruhe kann man im Botanische Garten, am Schloss, am Rhein und durch den Wald spazieren gehen. Wenn man Interesse für die Geschichte, Technologie oder Kunst hat, kann man die Kunsthalle, das Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) oder das Majolikamuseum besuchen. Karlsruhe liegt in der wärmster Region Deutschlands. Im Frühling zum Beispiel, kann das Wetter sehr unterschiedlich sein. An einen Tag kann es von 3 bis 25 Grad steigen, aber normalerweise hat man 10 Celsius Grad. Im Winter ist es bestimmt kalt aber leider gibt es nicht genug Schnee oder hohe Berge um Ski zu fahren! Trotz der gleichbleibenden Temperaturen kann man wunderbar die verschiedenen Jahrezeiten unterscheiden. Das ist etwas, dass man in Mexiko nicht so oft geniessen kann aber auf der anderen Seite hat man in Mexiko acht schöne Sommermonate.

Der erste Unterschied, den ich bemerkt habe, war die Sicherheit in Karlsruhe. Die Stadt ist am Tag und am Abend ganz sicher. Es gibt kaum Kriminalität. Leute können hier um 23 Uhr oder um 02 Uhr ohne Probleme durch die Stadt gehen. Man hört nicht sehr oft von Raub, Überfällen oder Gewaltakte in den Nachrichten. Es gibt viele Polizisten die sich um die Sicherheit dieser schöne Stadt kümmern. In meiner Heimatstadt muss man in einigen Stadteile aufpassen.

Die Ruhe ist die zweite Eigenschaft von Karlsruhe. Der Lebenrythmus der Menschen erlaubt es ihnen sich Zeit zu nehmen um sich zu entspannen. Wenn das Wetter gut ist, sieht man die Leute in dem Park mit ihren Hunden spazieren gehen, andere die Sport treiben oder andere die einfach auf eines Bank vor den Schloss sitzen. Auch wenn es Stau gibt, sind die Leute sehr geduldig und benutzen ihre Hupe nicht. Diese Kleinigkeiten bemerkt man einfach, wenn man aus einer sehr großen Stadt kommt und man jeden Tag die stressigen Leute sieht, die wegen des Staus spät zu ihren Jobs kommen. Ein einfaches Beispiel kann sein, die Leute auf die Strasse die mit einer bewundernswerten Geschwindigkeit von einem Ort zu der anderen gehen. Obwohl das Leben sehr angenehm in dieser Stadt ist, denken viele Jungendliche, dass das Studentenleben sehr anstrengend und stressig ist. Das bringt mich zu dem nächsten Unterschied: „Die Fachhochschule“.

Hier in Karlsruhe studiere ich an die „Hochschule Karlsruhe Techink und Wirtschaft“. Letzte Woche habe ich in den Aktuellen Informationen der HsKA gelesen, dass diese Fachhochschule die beste in ganz Deutschland im Maschinenbau ist. Deswegen ist es eine Ehre für mich an dieser Fachhochschule zu studieren.

Obwohl meine Universität in Mexiko auch eine der besten ist, lernt man mit sehr unterschiedlichen Methoden. Zu Hause in der „Instituto Tecnológico y de Estudios Superiores de Monterrey“ muss man etwa 35% von der Tagzeit mit Studiumtätigkeiten verbringen. Das hört sich nicht so kompliziert an, aber wenn man das jeden Tag machen muss, wird es sehr ärgerlich. Mit einen normalen Studiumprogram muss man in den Vorlesungen alle zwei Tage Hausaufgaben abgeben. Am Ende jeden Monats muss man eine Klausur für jedes Fach schreiben. Am Ende des Semester, wenn man eine schlechte Note hat, darf man die Abschlussklausur nicht schreiben. Wenn man mehr als zwei Wochen während des Semesters nicht in der Vorlesung war, darf man nicht mehr die Abschlussklausur schreiben und damit der ganze Fach wiederholen. Hier an der FH (Fachhochschule Karlsruhe) ist es ganz anders. Man hat viele Freiheiten. Man darf entscheiden, was man mit seiner Zeit machen will. An der FH schreibt man nur einmal in Monat eine Hausaufgabe. Man kann der ganze Semester abwesend sein und trotzdem hat man die Möglichkeit die Klausuren zu schreiben. Es gibt nur eine oder manchmal zwei Klausuren im ganzen Semester in jedem Fach. Es ist doch klar, dass das auch von den verschiedenen Fächern oder Studiengängen abhängig ist aber das war was ich erlebt habe. Ich kann nicht sagen, welche Methode besser ist, beide Hochschulen vermitteln den Studenten verschiedene Fähigkeiten (wie zum Beispiel Beharrlichkeit oder Verantwortlichkeit) für das Leben. Und es ist klar, dass beide Methoden funktionieren, weil die beide Universitäten die besten in ihren eigenen Länder sind.

Die Mentalität ist der vierte Unterschied den ich bemerkt habe. Die Deutschen haben eine sehr strukturierte Denkweise. Sie haben fast immer ein sicheres Gefühlt für das, was sie machen. Sie gehen nicht einen Schritt nach vorne ohne sich Gedanken zu machen. Deswegen sind sie unglaublich gut beim Planen und können ihre Tage bis zu dem Maximum auslasten. Aber wenn etwas schief geht, bekommen sie einen großen Stress. Auf der anderen Seite sind die Mexikaner ein bisschen lockerer in diesem Bereich. Sie planen nicht alle ihren Tätigkeiten. Sie lieben es jeden Tag im ihrem Leben zu improvisieren. Sie erwarten das unerwartete. Es gibt weniger Stress und es gibt ein freies Gefühl. Leider warten sie manchmal bis zur letzten Minute und versäumen so einige Gelegenheiten. Ich denke die Mischung von der Planung und der improvisierten Denkweise würde die perfekte Mentalität sein.

Durch meinen Aufenthalt in Deutschland bin ich viel gereist. Deshalb konnte ich die verschiedene Traditionen von viele Regionen erleben. Die Landessitte und die Landschaften sind der letzte Unterschied. Meine erste Reise war nach Heidelberg. Als ich durch die Stadt gegangen bin und obwohl diese meine erste Reise war, wusste ich schon das diese Stadt mein bevorzugter Ort wäre. Diese Stadt hat mich verzaubert. Die Schlossruine und die Geschichte die sie erzählt, ist ausgezeichnet. Die Aussicht auf den Neckar ist unvergleichbar. Auch die älteste Hochschule von Deutschland „Ruprecht-Karls-Universität“ hat mir sehr gefallen. Ich kann noch nicht glauben, dass diese Hochschule 1386 gegründet wurde.

Diese Stadt unterscheidet sich viel von meinem zweiten Stadtbesuch. Der heißt München. Es gibt nur ein Wort der diese Stadt beschreiben kann: „OKTOBERFEST“. Es ist wie wenn man in ein anderes Land fährt. Schöne Trachten (typische Kleidungen) sind was man zuerst bemerkt. Millionen „Ein Liter Maßkrüge“ ist was man als zweites bemerkt. Und dann kommen die riesigen Attraktionen und das typisches Essen, uummm lecker! Gute Laune, schöne Erinnerungen, neue Freundschaften ist was OKTOBERFEST anbietet.

Baden-Baden ist die letzte Stadt, der ich besucht habe. Man kann auf die Straße verschiedene Museen, Kirchen, Monumente sehen und an der nächsten Ecke sieht man Leute in Badehose an Wasserquellen. Diese Wasserquelle, innerhalb der Stadt, ist was ich sehr interessant halte. Es ist ein Beispiel wie die Natur und der Mensch zusammen leben können.

Schöne und sichere Städte mit vielen Freizeitbeschäftigungen, angenehmer Lebensrhythmus, spitze Hochschulen, neue Mentalitäten, verschiedene Traditionen und bewundernswerte Landschaften sind nur ein paar von den Unterschieden zwischen zwei Ländern. Das alles kann man in Deutschland erleben. Wenn man ins Ausland geht, die Welt dreht sich um und kann ein bischen schockierend sein, aber dafür lernt man seine Fähigkeiten zu kennen, seine eigene Kultur hoch zu schätzen und eine neue Kultur zu entdecken.

Jetzt weiß ich wofür die Menschen reisen!

Stipendiaten des brasilianischen Ciencia sem Fronteiras-Programms

Carlos Eduardo, Fernando Augusto, Matheus, Renan, Alvaro, Julia und Flavia Caroline studieren ab dem SS14 an der HsKA und haben am Hermann-Hesse-Kolleg in Horb einen vorbereitenden Deutschkurs gemacht. Der Schwarzwälder Bote hat darüber berichtet Mehr

Ana Elisa Siena und Kelvin Nogueira da Silva, CsF-Stipendiaten aus Brasilien

Ciência sem Fronteiras: Neues Stipendienprogramm bringt Brasilianer an die HsKA

„Wissenschaft ohne Grenzen“ („Ciência sem fronteiras“ oder kurz „CsF“), so lautet der Titel eines Stipendienprogramms, das die brasilianische Regierung 2011 aufgelegt hat. Ziel des Programms ist es, die Internationalsierung des brasilianischen Hochschulumfelds voranzutreiben.

Vier der zehn über das CsF-Programm an die HsKA gekommenen Studierenden waren im Wintersemester 2012/13 im Fachgebiet Informatik eingeschrieben. Zwei von ihnen sind Ana Elisa Siena und Kelvin Nogueira da Silva. Ana studiert seit 2010 Informatik an der Universidade de São Paulo in São Carlos. Kelvin ist seit 2009 an der Universidade Tecnológica Federal do Paraná in Curitiba im Studiengang Technische Informatik eingeschrieben. Hier ein Interview mit Prof. Dr. Uwe Haneke: Wie war euer Start in Deutschland?

Ana: Ich bin seit Ende Juli 2012 in Deutschland. Ich will nicht lügen. Am Anfang war es schwer: Deutsch zu lernen, mich in Deutsch auszudrücken und natürlich die grundlegenden Unterschiede der Kultur zu verstehen, zum Beispiel Begrüßen mit Händeschütteln und nicht mit Umarmungen.
Kelvin: Ich bin seit fast fünf Monaten hier in Deutschland, um ein Austauschsemester zu machen. Ich habe schon Deutsch in Brasilien gelernt, aber am Anfang war es sehr schwierig, Deutsch zu verstehen und zu sprechen. Jetzt kann ich es ein bisschen besser.

Was ist euch aufgefallen und was habt ihr gelernt?

Ana: Rückblickend, nach fast einem halben Jahr im Land, sehe ich es wie folgt: Ich habe gelernt, Probleme auf eine effizientere Art zu lösen. Und ich habe Deutsche getroffen, die zu Freunden geworden sind. Dabei habe ich in den kulturellen Unterschieden gute Punkte erkannt, die ich nach Brasilien tragen kann, wie etwa die Organisation und die Effizienz der Deutschen, ihre Sorgfalt und auch den Respekt, den sie gegenüber Ausländern zeigen; nicht nur in der akademischen Welt, sondern auch im täglichen Leben.
Kelvin: Die deutsche Kultur finde ich sehr interessant: die Deutschen sind ehrlich, pünktlich, fleißig, und sie mögen es zu planen. Deswegen funktioniert hier alles so gut, obwohl die Deutschen es oft anders sehen. Das Studentenleben ist hier nicht so anders als in Brasilien. In einigen Punkten finde ich es hier besser als in Brasilien, in anderen schlechter. Die Studenten respektieren hier mehr die Dozenten, und die Professoren sind sehr organisiert. Es ist sehr schön, dass alle alten Klausuren, Skripte und Hinweise online sind. Nur eine Klausur pro Semester finde ich nicht so gut. In Brasilien kann jeder Professor selbst entscheiden, wie die Studenten geprüft werden.

Gibt es etwas, das ihr vermisst?

Ana: Meine Familie!
Kelvin: Ich vermisse natürlich meine Familie und Freunde. Und das brasilianische Essen!

Wie sieht eure Planung für das zweite Semester in Karlsruhe aus?

Ana: Ich kam nach Deutschland, um ein Auslandssemester und ein Praxissemester zu absolvieren. Im Sommersemester werden ich bei der KTC – Karlsruhe Technology Consulting GmbH im Technologiepark im Bereich Softwareentwicklung arbeiten. Darauf freue ich mich schon sehr! Neben den bisherigen akademischen werde ich dann auch berufliche Erfahrungen machen.
Kelvin: Ich plane ebenfalls ein Praxissemester, das ich mir dann in Brasilien anrechnen lassen möchte. Aller Voraussicht nach werde ich bei der Firma ITK Engineering tätig sein.

Wie ist eure bisherige Einschätzung zu eurem Aufenthalt in Deutschland?

Ana: Zusammenfassend kann ich sagen, es war eine sehr gute Erfahrung. Sie hat mich reifen lassen. Ich kann nur dankbar sein!
Kelvin: Ich würde allen Studenten empfehlen, ein Austauschsemester zu machen. Ich habe nie so viel gelernt!

Weitere Berichte

Auf unserer internationalen Website sind die Erfahrungsberichte auf Englisch eingestellt.