Heisses Eisen

Umnutzung und Erweiterung eines ehemaligen Heizkraftwerks zu einem multifunktionalen urbanen Quartier


Ziel der Bachelorarbeiten ist es, für den historischen Baubestand des Areals Hinterm Hauptbahnhof in Karlsruhe ein Sanierungs- und Nutzungskonzept zu entwickeln und dieses in einen Bebauungsvorschlag für das Gesamtquartier Hauptbahnhof Südwest zu integrieren.

Zusammen mit den Bahnhofsbauten entstand das Gebäudeensemble Hinterm Hauptbahnhof, das aus einem zentralen Kesselhaus, einem daran angebauten Lokschuppen, zwei Werkstattgebäuden sowie Sozialgebäuden mit Dienstwohnungen besteht. Diese sind um einen kleinen Hof auf einer tiefer gelegenen Ebene gruppiert. Nachdem man 2006 ein erstes Gebäude, abgerissen hat, wurde der noch erhaltene Bestand als Denkmal eingestuft. Seit 1993 befinden sich auf dem Gelände Künstlerateliers.
Ein neuer Bebauungsplan Hauptbahnhof Süd sieht derzeit eine Überbauung des gesamten Areals vor, das Kesselhaus würde dabei nur eine untergeordnete Rolle spielen, sofern es überhaupt erhalten werden kann. Seit 2016 gibt es allerdings ein wachsendes bürgerliches Engagement für den Erhalt der Gebäude und die Fortführung einer kulturellen bzw. künstlerischen Nutzung. Die planungsrechtliche Situation wie auch die politische Haltung zur Zukunft des Heizwerks ist also nicht eindeutig.

Die Entwürfe sollen die wirtschaftlichen Interessen und die Wünsche der Allgemeinheit, die historischen Gebäude zu erhalten, und zumindest in Teilen nicht kommerziell zu nutzen, möglichst vereinbaren. Dabei ist hinsichtlich der städtebaulichen Einbindung der Bebauungsplan Hauptbahnhof Süd, der eine maximale Bebauung vorsieht, zwar zu bedenken, jedoch nicht bindend.

In zwei Schritten soll hierbei ein Gesamtkonzept entstehen: Zunächst soll ein Konzept für die Umnutzung des Bestandes und dem daraus evtl. folgenden Umbau und Umgestaltung des Kesselhauses und des ehemaligen Wohngebäudes entwickelt werden. Für Phase II soll Städtebauliches und architektonisches Gesamtkonzept für das Areal Hinterm Hauptbahnhof entwickelt werden, die Überlegungen aus Phase I sollen dabei integriert werden.
Allerdings sollen auch die unterschiedlichen Investorenwünsche möglichst berücksichtigt werden.

(Auszug aus der Aufgabenstellung, Prof. Florian Burgstaller)