Markthalle am Kesselhaus

Bachelor-Thesis von Joachim Fischer

Das Konzept des Entwurfes versteht die Bestandsarchitektur zu stärken und in überzeugender Art fortzuschreiben. Der Geist, der in der ursprünglichen Konzeption des alten Bestandsgebäudes steckt, wird in diesem Entwurf aufgenommen und fortgeführt. Die architektonische Erscheinung des Bestandes wird mit besonderer Getonung der innerräumlichen Atmosphäre und der Materialität erhalten. Er soll dort sinnvoll funktional erweitert werden und grundlegend gestärkt, um den akten Geist und die schon vorhandenen Qualitäten zu stärken.

Die Erweiterungsvolumina nehmen die bestehende Höhenentwicklung des Baus und der Umgebung auf. Mit dem alten Industriekamin bleibt trotzdem der höchste Punkt erhalten. Der Erweiterung beschliessen sich lediglich auf eine erste und zweite Ebene.

Der Anbau führt die klare Kontorierung des Kesselhauses weiter und tritt in direkten Dialog mit diesem. Erverwebt sich mit dem öffentlichten Aufenthaltsbereich auf zwei Ebenen und lädt zur Interaktion ein. Die Inszenierung des Weges zuder Stätte mit seinen differenzierten Flächenangeboten steht ebenfalls für Begegnung. Vermittlung und Gastronomie tragen künftig wesentlich zur Identität des Hauses bei. Barrierefreiheit und eine gute Orientierung sind gewährleistet.

Der auf 105 Meter verlängerte Baukörper behauptet sich überzeugend im Stadtraum und stärkt die stadträumlichen Qualitäten der Schnittstelle zwischen Hauptbahnhof und Innenstadt. Die Markthalle am Kesselhaus entwickelt sich durch den Anbau zu einem städtischen Knotenpunkt, welcher zum verweilen einlädt.

(Auszug aus der Entwurfserläuterung)