Werkturm

am Alten Schlachthof

Das Areal wird durch eine Mauer in Nord- und Westrichtung abgeriegelt und durch ein benachbartes Gebäude in Südrichtung begrenzt. Lediglich in Ostrichtung wird das Gelände durch einen schmalen überdachten Gang erschlossen. Eine zu geringe Raumhöhe und das enge Stützenraster im Mitteltrakt zwischen Schweineschlachthaus und Kesselhaus bieten keine passende Raumqualität für die geplante Nutzung. Um die räumliche Struktur zu ordnen und eine starke Mitte zu schaffen, die Luft zum Atmen lässt, wird der Mittelbau zwischen Kesselhaus und Schweineschlachthaus sowie das angrenzende Maschinenhaus abgerissen. Um das Areal optimal zu erschließen wird die Mauer in Westrichtung geöffnet und erzeugt damit eine Achse, die sowohl einladend als auch verbindend wirkt.

Die starke Mitte greift die Qualitäten einer antiken Piazza auf und interpretiert diese für das Karlsruher Stadtbild neu. Ein Kolonnadengang verbindet die historische Substanz mit dem Neubau. Um Freiraum zu schaffen, der als öffentlicher Treffpunkt in Karlsruhe fungiert, wird das geforderte Raumprogramm vertikal gegliedert. Ein vielfältiger und lebendiger Platz entsteht der durch seine Veränderbarkeit verschieden nutzbar ist. Der aus den Kolonnaden extrudierte Hochpunkt führt das Raster in 64m Höhe fort und erzeugt hiermit ein monumentales Erscheinungsbild.

(Auszug aus der Entwurfserläuterung)