Studienschwerpunkt Aeronautical Engineering

Deutschland ist das verkehrsreichste Land in der Europäischen Union und einer der wichtigsten Luftverkehrsstandorte weltweit. Pro Jahr starten und landen fast 200 Millionen Menschen auf Deutschlands Flughäfen.

Um diese Mobilität zu ermöglichen, werden von der Luft- und Raumfahrtindustrie stetig sehr gut ausgebildete und flexible Ingenieurinnen und Ingenieure gesucht.

Im Studienschwerpunkt Aeronautical Engineering werden diese fachspezifischen Kenntnisse vermittelt.

Die Fakultät für Maschinenbau und Mechatronik bietet in Zusammenarbeit mit zivilen Flugschulen den Studienschwerpunkt Aeronautical Engineering in folgenden Bachelor-Studiengängen an:  
   

  • Maschinenbau
  • Mechatronik

In den Bachelorstudiengängen Maschinenbau und Mechatronik mit dem Studienschwerpunkt Aeronautical Engineering kann in ein bis zwei weiteren Semestern zusätzlich zum akademischen Grad die Lizenz für Verkehrsflugzeugführer / Berufspiloten für Flächenflugzeuge oder Hubschrauber erworben werden.

Studien- schwerpunkt Aeronautical Engineering

Flyer zum Studienschwerpunkt Aeronautical Engineering
innerhalb der Bachelor-Studiengänge Maschinenbau und Mechatronik
der Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft


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Aufbau des Studiums

In den ersten drei Semestern durchlaufen die Studierenden die Vorlesungen im jeweiligen Bachelor-Studiengang.

Zum vierten Semester wird dann der Schwerpunkt gewählt und ab diesem Zeitpunkt auch die entsprechenden Schwerpunkt- und Wahlpflichtfächer belegt.

 

 4. Semester:

  • Schwerpunktmodul 1
    - Festigkeit der Flugkonstruktion
    - Aircraftdesign und Flugzeugsysteme
       
  • Wahlpflichtmodul 1 (3 von 4 zu wählen)
    - Human Performance (HF)
    - Air Traffic Control (ATC)
    - EASA – Regulations
    - Principles of Flight

   

6. Semester:

  • Schwerpunktmodul 2
    - Avionik
    - Aktorik, Sensorik und Signalverarbeitung (für Maschinenbau)
    - oder Strömungslehre mit Labor (für Mechatronik)
       
  • Wahlpflichtmodul 2 (2 von 4 zu wählen)
    - Luftfahrtantriebe
    - Performance / Flugversuchstechniken / Fluglabor
    - Meteorologie
    - Flugnaviation

Fliegen im Rahmen der Vorlesungen

Anfang Juni fand das diesjährige Fluglabor im Rahmen des Studienschwerpunkts Aeronautical Engineering der Bachelor-Studiengänge Maschinenbau und Mechatronik auf dem Flugplatz Winzeln-Schramberg statt. Insgesamt waren 14 Studierenden zusammen mit zwei Piloten und einem Mechaniker eine Woche vor Ort auf dem Flugplatz, um verschiedene Flugversuche durchzuführen. Bereits morgens um 6:00 Uhr begann der Tag für die Studiereden auf dem Flugplatz. Es wurden die ersten Informationen zu den geplanten Versuchen und dem Wetter mitgeteilt, sowie Vorbereitungen für die Messflüge begonnen, welche mit einer Piper PA28 durchgeführt wurden. Das Flugzeug, mit der Kennung D-ELFI, wurde von der Flugsportgruppe an der Hochschule Karlsruhe e.V. für das Fluglabor zur Verfügung gestellt und bereits am Anreisetag mit verschiedener Messtechnik ausgestattet.

In vorherigen Vorlesungen an der Hochschule erhielten die Studierenden des Studienschwerpunkts die zu bearbeitenden Messaufgaben, wie beispielsweise die Steigleistung des Flugzeugs zu berechnen oder den Zusammenhang von Startstrecke und -gewicht, sowie den Kraftstoffverbrauch und die Reichweite herauszufinden. Entsprechende Vorbereitungen mussten daher bereits im Vorfeld getroffen werden, um den Piloten mitteilen zu können, welche Manöver sie zu fliegen hatten. Während den verschiedenen Manövern wurden dann die benötigten Werte von den Studierenden gesammelt.

Während immer eine Gruppe mit dem Flugzeug in der Luft war, bereiteten sich die anderen Gruppen entweder auf ihren bevorstehenden Flug vor oder prüften die gesammelten Messwerte auf Plausibilität bzw. begannen mit der Protokollierung. Einige Studierende, welche bereits ein Funksprechzeugnis erworben haben, besetzten den Tower und koordinierten den an- und abfliegenden Flugverkehr.

Wetterbedingt konnten an einem Tag keine Flugversuche realisiert werden, woraufhin Bodenversuche, wie z. B. das Wiegen des Flugzeugs inklusive Schwerpunktsbestimmung und auch die Standschubbestimmung inkl. Berücksichtigung des Rollwiderstands durchgeführt wurden. Alle gesammelten Werte werden im Anschluss an das Fluglabor von den jeweiligen Studierendengruppen ausgewertet, interpretiert und in einem Bericht dokumentiert.

„Das Fluglabor ist immer wieder eine gelungene Veranstaltung, in der unsere Studierende wertvolle praktische Erfahrungen sammeln können, die wir Ihnen bereits theoretisch in den Vorlesungen vermitteln.“ So Prof. Dr. Harald Hanke, Koordinator des Studienschwerpunkts Aeronautical Engineering an der Hochschule Karlsruhe. Und Prof. Dr.-Ing. Rüdiger Haas, Professor an der Fakultät für Maschinenbau und Mechatronik und einer der zwei Piloten vor Ort fügt noch hinzu: „Uns ist es sehr wichtig, dass unsere Studierenden nicht nur die Theorie in diesem Bereich kennen lernen, sondern auch die Gesetze der Flugphysik und -mechanik auf die Praxis übertragen können. Die Studierenden des Studienschwerpunkts Aeronautical sind also optimal für ihre späteren Tätigkeiten in der Luft- und Raumfahrtbranche vorbereitet.“

 

Weitere Infos und Impressionen dieses Fluglabors finden Sie in Kürze auf www.fsg-hska.de.

Flugsportgruppe an der Hochschule Karlsruhe e. V.

Im Studienschwerpunkt "Aeronautical Engineering" der Fakultät für Maschinenbau und Mechatronik werden den Studierenden spezifische Kenntnisse der Luft‐ und Raumfahrttechnik vermittelt.

Für eine hochwertige Ausbildung der Studierenden ist jedoch, neben der Theorie, die Durchführung praktischer Versuche unumgänglich. Zu diesem Zweck wurde die Flugsportgruppe an der Hochschule Karlsruhe ‐ Technik und Wirtschaft e.V. gegründet (die Förderung von Wissenschaft und Forschung sowie der Berufsbildung sind Gegenstand der Satzung).

Um Forschung und Lehre auf hohem Niveau auch weiterhin zu gewährleisten, wird ab 2015 mit der Durchführung von praktischen Flugversuchslabor‐Übungen begonnen. Als "Versuchsträger" dient dabei das Flugzeug der Flugsportgruppe an der Hochschule Karlsruhe e.V..

 

Weitere Informationen zur Flugsportgruppe an der Hochschule Karlsruhe e. V. gibt es in Kürze hier: www.fsg-hska.de

Einen Aufnahmeantrag und die Satzung finden Sie hier:

Flugausbildung

Anstelle des praktischen Studiensemesters in der Industrie im fünften Semester kann auch der theoretische Teil der Flugausbildung abgeleistet werden.
(Kosten für die Flugausbildung müssen von den Studierenden selbst getragen werden)

Hierfür wird das Praxissemester in einer Flugschule durchgeführt.
Je nach Beginn des Praxissemesters wird ein zusätzliches Urlaubssemester hierbei benötigt.

Nach dieser Praxisphase und der positiven Abschlussprüfung beim Luftfahrtbundesamt wird daraufhin das Studium im sechsten Semester an der Hochschule fortgeführt und mit der Bachelor-Thesis abgeschlossen.

Nach dem erfolgreich abgeschlossenen Studium kann dann die praktische Flugausbildung in der Flugschule angeschlossen werden.

    

Achtung:  Zwischen Piloten-Theorieprüfung beim Luftfahrtbundesamt und abschließender praktischer Flugprüfung dürfen max. 36 Monate liegen.

Jobaussichten

  • Analyse-Ingenieur
    - Komplette Versuchsvorbereitung (Def. der anzuwendenden Rechtsvorschriften)
    - Überwachung des Flugversuches (Briefing, Telemetrie)
    - Versuchsnachbearbeitung (Berichterstellung, Rücksprache mit Konstruktion/Entwicklung)
    - Erstellung von Flughandbuchdiagrammen
    - Leistungsberechnungen für Angebote

  • Versuchs-Messtechniker
    - Spezifikation und Aufbau von Messanlagen
    - Auswahl und Kalibrierung der Sensoren
    - Einrüstung der Messtechnik in den Hubschrauber
    - Datenumsetzung

  • Flugversuchsingenieur
    - Versuchskoordinierung
    - Verantwortlich für den notwendigen Ausrüstungsstand des Hubschraubers
    - Einholen einer Flugfreigabe
    - Flugplanung
    - Versuchsdurchführung (fliegerisch)
    - Erstellung eines Versuchsberichtes
    - Verfolgung der Prototypenkonfigurationen (Hardware / Software)
    - Produktionseinflug
    - Problemanalyse im Einflug

Zulassung

Um zu den Bachelorstudiengängen Maschinenbau und Mechatronik zugelassen zu werden, ist eine Hochschulzugangsberechtigung (Abitur, Fachhochschulreife oder Vergleichbares) erforderlich.

Bereits vor Aufnahme der Bachelorstudiengänge ist ein Vorpraktikum zu absolvieren.
Absolventen von technischen Gymnasien sowie Bewerbern mit abgeschlossener fachspezifischer Berufsausbildung kann das Vorpraktikum erlassen werden.

Weitere Informationen zur Bewerbung gibt es hier: Bewerbung

Kosten

Für Studierende der Hochschule Karlsruhe fallen der Studentenwerksbeitrag sowie ein Verwaltungskostenbeitrag pro Semester an.

Die zusätzliche Ausbildung zum Verkehrsflugzeugführer / Berufspiloten ist kostenpflichtig.

Informationen über Höhe der Kosten, Finanzierungsmöglichkeiten und Stipendien erteilen die Partnerflugschulen.

Flugschulen

AERO-BETA Ausbildungszentrum

Telefon: +49 (0)7158-986-4537
E-Mail: infospam prevention@aero-beta.de

 

Heli Transair

Telefon: +49 (0)6103-94150
E-Mail: infospam prevention@helitransair.com