Christian Klöffer (Dr.-Ing.), Masterstudiengang Elektrotechnik

Wie sind Sie darauf gekommen und was waren die Beweggründe an der Fakultät Elektrotechnik- Informationstechnik an der Hochschule in Karlsruhe zu studieren?

Nach dem Abschluss meines Bachelorstudiums in Mechatronik an der DHBW Karlsruhe war mir schnell klar, dass ich gerne die gelernten Grundlagen weiter vertiefen würde. Bereits im Bachelorstudium haben mich Fragestellungen und Herausforderungen in den Bereichen E Maschinen, Leistungselektronik und Regelungstechnik sehr interessiert. Da die Hochschule Karlsruhe meiner Meinung nach in diesen Gebieten sehr gut aufgestellt ist, war die Entscheidung an der Fakultät EIT zu studieren für mich einfach zu treffen.

Was gefällt/gefiel Ihnen besonders am Fach Elektro- und Informationstechnik?



Mir gefällt am Fach Elektro- und Informationstechnik sehr gut, dass man das Gefühl hat, stets nahe am Puls der Zeit zu arbeiten. Gerade mit Blick auf die Automobilindustrie, in der ich nun tätig bin, liegt eine Vielzahl der zukünftigen Herausforderungen (Elektromobilität, autonomes Fahren, usw.) im Kompetenzbereich von Absolventen dieses Fachs. Aus diesem Grund können auch die Vorlesungsinhalte stets mit aktuellem Bezug und dadurch sehr interessant gestaltet werden.

Was hat Ihnen besonders am Studium an der Hochschule an der Fakultät Elektrotechnik- Informationstechnik gefallen?



Während meiner Zeit an der Hochschule Karlsruhe fand ich das freundschaftliche Miteinander gerade in den Mastervorlesungen mit relativ geringer Teilnehmerzahl sehr angenehm. Ich fand es stets toll in Lerngruppen zu arbeiten und so die anstrengenden Prüfungsvorbereitungen gemeinsam zu meistern. Des Weiteren gefiel mir der enge Kontakt zwischen den Professoren und den Studenten, so dass man stets Fragen stellen konnte und dadurch häufig lehrreiche Diskussionen zustande kamen.

Was möchten Sie nach dem Studium beruflich machen bzw. wo sind Sie nach dem Abschluss beruflich gestartet?



Nach meinem Studium, welches ich mit einer bei der Daimler AG geschriebenen und von Herrn Prof. Dr. Urban Brunner betreuten Masterthesis abschloss, war ich zunächst vier Jahre bei Herrn Prof. Dr.-Ing. Martin Doppelbauer am Elektrotechnischen Institut (ETI) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) tätig. Diese Zeit habe ich genutzt, um mein Wissen über die Regelung von E Maschinen und Leistungselektronik nochmals zu vertiefen und meine Dissertation „Reichweitenverlängerung von E Fahrzeugen durch Optimierung des elektrischen Antriebsstranges“ anzufertigen.

In welcher Branche sind Sie jetzt tätig und welche Position besetzen Sie nun?



Seit Oktober 2015 arbeite ich bei der Daimler AG in Böblingen in der Vorentwicklung für Leistungselektronik und Regelung von E Motoren für Elektro- und Hybridfahrzeuge. Konkret kümmere ich mich hier um die Fragestellung, in wieweit das Geräuschverhalten von E Maschinen (Stichwort „NVH“) durch neue Ansätze der Regelung und Ansteuerung verbessert werden kann.

Welchen Tipp haben Sie für zukünftige Studentinnen und Studenten?



Mein Tipp ist es, sich am besten frühzeitig ein Ziel zu setzen, wo man in ein paar Jahren gerne wäre, um eine grobe Richtung zu haben, in die man sich z.B. mit seinen gewählten Vorlesungen, seinen Abschlussarbeiten, etc. bewegt. Dieses Ziel sollte man dann allerdings meiner Meinung nach auch nicht zu verbissen erfolgen, da man stets davon ausgehen muss, dass nie alles sofort so funktioniert wie man es sich wünscht. Meistens hilft einem die Zeit dann aber doch seine Ziele zu erreichen :-).

Persönliches Fazit:



Für mich persönlich war die Zeit an der Hochschule Karlsruhe eine sehr schöne Zeit, an die ich auch oft und gerne zurückdenke. Fachlich gesehen profitiere ich häufig von der Kombination aus eher praxisorientiertem Wissen, das ich an der Hochschule gelernt habe, und den wissenschaftlicheren Aspekten, mit denen ich mich während meiner Promotion beschäftigt habe. Rückblickend war mein Weg begonnen mit dem Bachelor an der DHBW Karlsruhe, über den Master an der Hochschule Karlsruhe bis hin zur Promotion vielleicht nicht der typischste Weg, er hat mir jedoch eine Vielzahl von hilfreichen Erfahrungen gebracht und mir gezeigt, dass man sich mit einem Studium an der Hochschule Karlsruhe keinesfalls verstecken muss.