Die durch das Studium zu erreichende Qualifikation zum Ingenieur umfasst neben der Erlangung umfangreichen Fachwissens auch die Fähigkeit, Probleme zu erkennen und zu lösen, anspruchsvolle Aufgabenstellungen zu analysieren und mit Ingenieuren aus Nach­bardisziplinen zu kommunizieren. Diese Kompetenzen lassen sich in die Kompetenz­bereiche Fach-, Methoden-, Sozial- und Persönlichkeitskompetenz unterteilen.

Die durch den Bachelorstudiengang Geodäsie und Navigation zu erreichende Fach- und Methodenkompetenz umfasst

  • das Beherrschen der mathematisch-naturwissenschaftlichen Grundlagen,
  • den sicheren Einsatz unterschiedlicher geodätischer Raum- und terrestrischer Sensoren (Totalstationen, Nivelliere, Laserscanner, GNSS, Fernerkundungs- und Photogrammetrische Systeme) bei der Erfassung, Georeferenzierung und Aktualisierung von Geodaten,
  • die Beherrschung der Konzeption und Durchführung von Vermessungsaufgaben mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad,
  • die Beherrschung von mathematischen Algorithmen und Auswertemethoden aus den Bereichen Ausgleichungsrechnung und Mathematische Geodäsie bei der Schätzung von Geometrie- und Positionsdaten und die sichere Handhabung der geodätischen Standardsoftware,
  • fundierte Kenntnisse im effizienten Umgang mit gängigen Analyse- und Model­lierungs­­systemen bei der Weiterverarbeitung der Daten in den Arbeitsgebieten Graphische Datenverarbeitung, Bildverarbeitung, Geoinformationssysteme, Facility Management, Mathematische Geodäsie, Satellitengeodäsie und Navigation,
  • die Fähigkeit zur Entwicklung von Softwaresystemen in den Bereichen der Erfassung, Weiterverarbeitung und Analyse von Geodaten,
  • die Fähigkeit, raumbezogene Fragestellungen mit Hilfe von GIS-Techno­logien zu lösen,
  • die Fähigkeit, das Fachwissen geplant und zielgerichtet bei der Lösung von Aufgaben umzusetzen,
  • die Fähigkeit, Lösungsansätze kritisch zu hinterfragen und zu bewerten,
  • die Fähigkeit zu vernetztem Denken und interdisziplinärer Arbeit,
  • die gängigen Verfahren des Landmanagements anzuwenden,
  • Standards des Katasters und des Liegenschaftswesen zu beherrschen,
  • im Falle der Wahl der Vertiefungsrichtung Navigation, die Fähigkeit Navigationssysteme einzusetzen und zu entwickeln.

Sozialkompetenz, d.h. Teamfähigkeit, Anpassungsfähigkeit, Fähigkeit zum Zeitmanagement und Kommunikationsfähigkeit, wird durch die Bearbeitung von Praktika und Projektarbeiten in Kleingruppen mit zwei bis sechs Studierenden erworben.

Eine ebenfalls wichtige Bedeutung für das spätere Berufsleben spielt die Persönlichkeitskompetenz, die in der Fähigkeit zu selbständigem Arbeiten, Problemlösungs- und Lernfähigkeit besteht. Erworben wird sie durch die individuelle Bearbeitung von Studien- und Projektarbeiten.