Qualitätsmanagement in der Forschung

Der Ausbau der anwendungsorientierten Forschung ist ein strategisches Entwicklungsziel der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft (HsKA). Dieser Ausbau wird vom Rektorat u. a. durch die gezielte Berufung forschungsstarker Professorinnen und Professoren, durch die Bereitstellung von Personal zur Forschungsunterstützung und durch das Engagement zur Ausweitung von Promotionsmöglichkeiten an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften unterstützt. Die Entwicklung der Forschung an der HsKA wird anhand von Kennzahlen verfolgt. Ein Beispiel für solche Kennzahlen ist in der Graphik mit der Entwicklung der eingeworbenen Drittmittel für die Forschung zu sehen. Im Bericht des Rektorats „Campusleben“ und dem Forschungsbericht „Forschung aktuell“ wird jährlich über die Entwicklungen in der Forschung an der HsKA informiert.

Anreizsysteme für die Forschung

Forschungsaktivitäten und -ergebnisse werden an der HsKA allgemein durch Deputatsanrechnungen für Forschungsleistungen, durch die leistungsorientierte Besoldung im Rahmen der W-Besoldung und durch den Forschungspreis der Hochschule angeregt und gewürdigt. Der Forschungspreis der Hochschule wird seit 2012 im jährlichen Wechsel mit dem Lehrpreis der Hochschule auf der akademischen Jahresfeier an einzelne Forscher oder Forschergruppen der HsKA für ein besonders innovatives und gesellschaftlich relevantes Forschungsprojekt verliehen. Darüber hinaus wird ab September 2017 an der HsKA die Bezeichnung „Forschungsinstitut“ als Auszeichnung einer Forschergruppe für ihre Forschungsstärke geführt. Die Forschergruppe muss hierfür die Qualitätskriterien für ihre jeweilige Mitgliederanzahl erfüllen. Neben der Auszeichnung an sich werden die qualitätsgeprüften Forschungsinstitute gesondert und zentral von der Hochschule mit zusätzlichen Ressourcen und Entscheidungsfreiheiten gefördert.

Promotion an der HsKA

Hochschulen für Angewandte Wissenschaften bzw. Fachhochschulen in Deutschland wie z. B. die HsKA besitzen zwar kein Promotionsrecht aber genügend Kandidatinnen und Kandidaten zur Durchführung und Betreuung einer Promotion. Häufig scheitert der Wunsch eines Absolventen einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften zu promovieren daran, dass sich keine Professorin bzw. kein Professor einer Universität zur Übernahme der Erstbetreuung bereit erklärt. Deshalb setzt sich die HsKA für die Vereinfachung des Zugangs zur Promotion an und mit Hochschulen für Angewandte Wissenschaften ein: zum einen durch die Gründung von kooperativen Promotionskollegs wie z. B. dem gemeinsamen Promotionskolleg „Gefügestrukturanalyse und Prozessbewertung“ des Karlsruher Instituts für Technologie und der HsKA und zum anderen durch die Schaffung eines eingeschränkten Promotionsrechts für Hochschulen für Angewandte Wissenschaft gemäß des Landeshochschulgesetzes von Baden-Württemberg.

Forschungsinformationssystem Converis

Um u. a. die Publikationen der Hochschulmitglieder für Berichte, Anträge und Qualitätsmanagement einheitlich und möglichst lückenlos zu erfassen, ist Ende des Jahres 2013 das Forschungsinformationssystem Converis eingeführt worden. In Converis werden neben Publikationen auch Vorträge, Promotionsvorhaben und Aktivitäten dokumentiert und kommuniziert. Das System soll in Zukunft weiter ausgebaut werden. Sie finden Converis unter https://fis.extern-hs-karlsruhe.de.