Mechatronik-Kolloquium

Industrie und Wissenschaft

An der Fakultät für Maschinenbau und Mechatronik der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft findet im Wintersemester 2018/2019 erneut die Veranstaltungsreihe Mechatronik-Kolloquium - Industrie und Wissenschaft statt.

Der neueste Stand von Forschung, Wissenschaft und Industrie auf dem Gebiet der Digitalisierung wird dargestellt. Die Veranstaltung bietet darüber hinaus eine Plattform, um Kontakte zu knüpfen und sich über aktuelle Projekte und berufliche Perspektiven zu informieren. Wir beobachten momentan eine  umfassende Durchdringung des täglichen Lebens durch die Informationstechnik und die Vernetzung aller Dinge und Menschen im Internet. Daraus ergeben sich neue Anforderungen in Bezug auf: Vernetzung, Fertigung, Visualisierung und Sicherheit.

Es wird der Themenschwerpunkt "Digitale Anwendungen - Chancen und Risiken" anhand von Themenblöcken behandelt. Die Vortragenden, die überwiegend aus den Unternehmen kommen, vermitteln, welche Chancen und Risiken sich durch digitale Anwendungen ergeben.

Die Veranstaltungen finden jeweils von 16:00-18:30 Uhr im Hörsaal Elektrotechnik (He) im Geb. LI der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft statt.

Pro Veranstaltung wird es 2 Vorträge à 45 Minuten mit anschließender Diskussion geben.

Eine regelmäßige Presseveröffentlichungen über die Vortragsreihe ist geplant. Teilweise finde eine LIVE-Übertragung statt.

 

Der Eintritt ist frei.

 

     

Vorträge

17. Oktober 2018 - Energie autonome Sensorsysteme

Steffen Klupsch, iC Haus GmbH
"Energy Harvesting in industriellen Positionssystemen"

Die Absolutpositionsbestimmung ist in der Automatisierungstechnik ein bedeutender Baustein für den Aufbau komplexer Industrieanlagen. Hierfür werden oft Drehgeber (Winkelmesssysteme) eingesetzt, welche die Rotation einer zu messenden Welle erfassen. In solchen Applikationen ist die Energieautarkie wichtig, da die Positionsmesswerte auch bei Ausfall der Versorgungsspannung nicht verloren gehen dürfen.

Eine elegante Lösung für diese Aufgabenstellung besteht aus dem Einsatz eines Energy Harvesters, der Energie aus der Bewegung der zu messenden Welle entnimmt, um die Signalverarbeitung ohne externe elektrische Energieversorgung zu ermöglichen. In dem vorgestellten Lösungsansatz wird ein Wiegandsensor als Energy Harvester verwendet, der auch bei sehr langsamen Drehbewegungen eine gute Energiequelle darstellt und ein berührungsloses Messverfahren ermöglicht.


und

Tilo Merlin, ABB Automation Products GmbH
"Mit Spannung erwartet - Energieversorgung für drahtlose Sensoren"

Die drahtlose Anbindung von Sensoren ist die bevorzugte Lösung, wenn es darum geht, Messgrößen wie Temperatur, Druck Füllstand für die Optimierung von Prozessen einzubinden oder aber auch die Überwachung von Anlagen hinsichtlich Wartungsbedarf. Trends wie Industrie 4.0 oder der 5G Mobilfunk Technologie verstärken die Nachfrage nach drahtloser Messtechnik. Das Thema der Energieversorgung wird oft genug nicht ernst genommen und der Fokus liegt auf der Kommunikation. So bleibt die klassische Primärzelle oft genug das Mittel der Wahl. Selbst Batterielaufzeiten von 5 Jahren werden allerdings in einer Industrieanlage mit schnell Tausenden Sensoren selbst zu einem Wartungsproblem. Genau diese Anlagen und Maschinen stellen jedoch oft selbst Energie in Form von Wärme, Vibration, strömenden Medien oder elektromagnetischer Felder zur Verfügung – meist unerwünscht aber unvermeidbar. Warum also nicht diese „Quellen“ anzapfen und so Sensoren über die Lebenszeit mit Energie zu versorgen.

 

07. November 2018 - Industrie 4.0 - Prozess Monitoring

Markus Wanken, mue GmbH Messtechnik und Engineering
"Process Monitoring - Datenerfassung und Datenverarbeitung"

In diesem Vortrag wird das Thema Prozess Monitoring früher, heute und morgen dargestellt.
Hierbei wird aufgezeigt, wie sich heutige Fertigungsprozesse, mit all ihren Kenngrößen und Parametern auf die Maßhaltigkeit des Endproduktes auswirken.
Im Idealfall wird künftig die Maßhaltigkeit produzierter Bauteile im Fertigungstakt geprüft (Inline-Prüfung), die geprüften Erkenntnisse geben primär Auskunft über die Maßhaltigkeiten, somit aber auch wichtige Erkenntnisse über die korrekten Parametereinstellungen der entsprechenden Fertigungseinheit. Das frühzeitige Anzeigen wichtiger Eingriffskenngrößen ist notwendig, damit autonome Fertigungslinien möglichst wenig Ausschuss produzieren werden.


und

Benjamin Eltges, muz Metallverarbeitung und Zerspanungstechnik GmbH
"Process Monitoring - Integration in den Fertigungsprozess"

In der Präsentation werden an einem konkreten Automatisierungsprojekt, welches die MUZ GmbH in Jahr 2019 realisieren möchte, die Möglichkeiten von Datenerfassung und Nutzung in einem kleinen mittelständischen Betrieb erläutert.
Bei der Automatisierungslösung handelt es sich um eine Anlage zur spanenden Fertigung von sehr komplexen Bauteilen für die Hydraulikindustrie im Kleinserienbereich.
Es wird verdeutlicht, wie die gewonnen Daten aus dem Fertigungsprozess und der Peripherie genutzt werden können, um die Produktivität dieser Anlage zu erhöhen bzw. wie diese zur Steuerung und Optimierung der Anlage verwendet werden sollen.
Dazu werden die Bereiche Werkzeugstandzeit und Werkzeugverwaltung, allgeimene Betriebsdaten, Peripherie und Qualitätsmanagment betrachtet.

21. November 2018 - Digitalisierung im Medizin- und Gesundheitsbereich

Dirk Nachtwey, Ottobock SE & Co. KGaA
"Stehen - digital oder analog?"


und

Thomas Friese, Siemens Healthcare GmbH
"Auswirkung der Digitalisierung und neue Trends im Medizin- und Gesundheitsbereich"

05. Dezember 2018 - E-Mobility Autonomes Fahren und Fliegen

Dr. Tobias Düser, AVL Deutschland GmbH
"Validation of Automated Driving - Facing the challenges of a new era"


und

n.n., Volocopter GmbH
"Autonomes Fliegen"

19. Dezember 2018 - Internet & Internet of Things - Technische und gesellschaftliche Herausforderungen

Dirk Fox, Secorvo Security Consulting GmbH
"Datenschutz - Voraussetzung für digitale Souveränität"


und

Dr. Michael Thiesmann, BSH Hausgeräte GmbH
"IoT"


Zusammenfassung der Vorträge:  PDF

    

Kontakt

MMT-HsKA-Logo

Prof. Dr.-Ing. Martin Simon

Gebäude F, Raum F207
Moltkestr. 30, 76133 Karlsruhe
Tel. +49(0)721 925-1720
E-Mail martin.simonspam prevention@hs-karlsruhe.de

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