Erfolgreiche Programme zur Verbesserung des Studienbeginns

Hochschule Karlsruhe in beiden neuen Förderlinien des „Fonds Erfolgreich Studieren in Baden-Württemberg“ vertreten

3. Januar 2019

„Unsere Programme zur Verbesserung des Studienbeginns mit vielfältigen Angeboten zur Beratung und Orientierung zeigen Wirkung: Immer mehr Studierende schließen ihr Studium erfolgreich ab. Auf dem Erfolg werden wir uns aber nicht ausruhen, sondern nochmals kräftig nachlegen: Für Orientierungssemester, Tutoren- und Mentoren-Programme sowie innovative Lehr- und Lernformate an unseren Hochschulen nehmen wir für 2019 und 2020 nochmals 21,6 Mio. € in die Hand“, kündigte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer am heutigen Donnerstag, 3. Januar 2019, in Stuttgart an.

Über alle Fächer und Hochschularten hinweg fällt der „Schwund“ an Studierenden im Bachelorstudium in Baden-Württemberg mit 19 % deutlich niedriger aus als der Durchschnittswert von 27 % für die anderen großen Hochschulländer Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen. Das belegt die Studie „Die Schwundbilanzen bei den deutschen Studierenden an den baden-württembergischen Hochschulen“, die das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) im Auftrag des Wissenschaftsministeriums im Jahr 2018 erstellte.

„Unser Ziel ist, dass nicht nur möglichst viele junge Menschen ein Hochschulstudium aufnehmen, sondern dass sie das begonnene Studium auch zum erfolgreichen Abschluss bringen. Ich freue mich, dass wir mit unserem ‚Fonds Erfolgreich Studieren‘ den Hochschulen die notwendigen Mittel an die Hand geben können, um optimale Bedingungen für den Studienstart zu schaffen. So schaffen wir die Voraussetzungen, dass in Baden-Württemberg überdurchschnittlich viele junge Menschen ihr Studium erfolgreich beenden“, betonte die Ministerin. Das Wissenschaftsministerium legt daher zwei neue Förderlinien im Rahmen des „Fonds Erfolgreich Studieren in Baden-Württemberg“ auf und fördert ab Januar 2019 insgesamt 50 Projekte landesweit an den Hochschulen für einen guten Studienstart.

In beiden Förderlinien ist die Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft vertreten. In der Förderlinie „Studienstart“ ist dies das Projekt „EOS - Erfolgreich und Orientiert Starten“, in dem vier Bereiche angesprochen werden:

  • Unterstützung bei der Studienfachwahl und im Studienverlauf (u. a. kooperative Schulbesuche mit der IHK, studentische Peer-Berater)
  • Modelle für ein flexibles Studium (aufgeteiltes Semester/Grundstudium, Orientierungssemester)
  • Fachliche Förderung (u. a. Brücken-/Aufbaukurse)
  • Überfachliche Förderung (LernApp)

In der Förderlinie „Lehr- und Lernlabore“ ist die Hochschule Karlsruhe mit dem Projekt „H.ErT.Z open (Hochschuloffenes ElektroTechnik Zentrum open)“ vertreten, in dem ein erfolgreiches Lehr- und Lernkonzept in den Ingenieurwissenschaften weiterentwickelt, gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein und das wissenschaftlich-kritische Denken gefördert wird. Das ist wichtig, weil sich die ingenieurspezifischen Anforderungen in der Zukunft ändern und stärker soziokulturelle, ökologische und ökonomische Aspekte zu berücksichtigen sind. Insbesondere kreative Problemlösekompetenz soll mit dem neuen Projekt gefördert und junge Frauen besonders angesprochen werden.

„Wir sind natürlich sehr froh“, so Rektor Prof. Dr. Frank Artinger, „dass wir mit diesen beiden Projekten unsere umfangreichen Programme und Projekte zur Erleichterung des Studienstarts und in der Begleitung und Betreuung während des Studiums weiter ausbauen können, um möglichst vielen unserer Studierenden den Spaß am Studium zu vermitteln und sie so zu einem erfolgreichen Abschluss des Studiums zu führen.“

 

Quelle: Pressemitteilung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg v. 3.1.2019