Europäische Hochschulmeisterschaften 2017

Studierender der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft ist Europäischer Vize-Hochschulmeister im Rudern

21. Juli 2017

Vom 13. bis 16. Juli 2017 fanden in der serbischen Stadt Subotica die diesjährigen Europäischen Hochschulmeisterschaften im Rudern statt.

Simon Gessler, Student im 3. Semester Masterstudiengang Baumanagement an der Hochschule Karlsruhe, gewann dort zusammen mit seinen Teamkollegen Maximlian Schäfer, Andreas von Borstel und Rupert Pretzler, alle drei Studierende am KIT, die Silbermedaille im Männer-Vierer ohne Steuermann.

Der Karlsruher Vierer war als amtierender europäischer Hochschulmeister mit dem Ziel der Titelverteidigung nach Serbien gereist. Drei der vier Insassen, unter anderem Simon Gessler, waren bereits im vergangenen Jahr sehr erfolgreich: Den Titel des europäischen Hochschulmeisters hatten sie sich 2016 bei den European Universities Games in Zagreb errudert. Für die diesjährigen Europameisterschaften hatte sich das Boot mit einem Sieg bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften im Juli vergangenen Jahres in Bremen qualifiziert.

Begonnen hatte der Wettkampf in Subotica für das Karlsruher Boot mit einem Bahnverteilungsrennen, bei dem sich die vier einen guten Platz in einer der mittleren Bahnen für das Finale sichern konnten. Zwei Tage später traten dann die Karlsruher gegen die Männer-Vierer der Oxford Brookes University (England), der Claude Bernard University Lyon 1 und der University of Savoy Mont Blanc (Frankreich) und der University of Aalborg in Dänemark an. Trotz starkem Gegenwind und Wellen fand das deutsche Boot zunächst sehr gut ins Rennen. Als der erste Zwischenspurt kurz nach der 500-Meter-Marke angezogen wurde, war das gesamte Feld noch sehr nah beieinander. In der Mitte des insgesamt 2 000 Meter (entspricht der olympischen Renndistanz) langen Rennens entzerrte sich das Feld. Oxford setzte sich an die Spitze und kontrollierte von da an das Geschehen. Trotz zahlreicher Zwischen- und einem beherzten Endspurt, der die vier Karlsruher bis an die Grenze der Erschöpfung brachte, gelang es dem deutschen Boot nicht mehr, dem Vierer aus Oxford noch einmal gefährlich nahe zu kommen. Die weiteren Gegner wurden dagegen souverän kontrolliert. Somit hieß das Ergebnis nach der Ziellinie: Gold für Oxford, Silber für Karlsruhe und Bronze für den Vierer aus Lyon.

„Das Boot aus Oxford war einfach zu stark. Wir haben probiert, nach dem Start das Tempo mitzugehen, und sind auch lange an den Briten drangeblieben. Heute wurden uns allerdings unsere Grenzen aufgezeigt“, so Schlagmann Maximilian Schäfer. Letztendlich waren die Karlsruher Studierenden mit dem zweiten Platz hinter den Ruderern der Oxford Brookes Universität und vor dem Vierer der Universität Lyon aus Frankreich dennoch mehr als zufrieden. „Wir sind der zweitschnellste Uni-Vierer in Europa und können mit unserer Leistung mehr als zufrieden sein. Dass es nicht für die Titelverteidigung gereicht hat, ist schade. Wir sind aber für unsere Verhältnisse ein super Rennen gefahren und ich denke, dass wir alles rausgeholt haben, was wir technisch und physisch zum jetzigen Zeitpunkt leisten können“, fasste Simon Gessler zusammen.