Studentische Projektarbeit im virtuellen Ideenlabor

Masterstudierende des KIT und der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft entwickeln Ideen für innovative Produkte und Geschäftsmodelle für den Automobilhersteller AUDI

 

28. Juni 2018

ProVIL – Produktentwicklung im virtuellen Ideenlabor ist ein studentisches Projekt, das vom Institut für Produktentwicklung am KIT (IPEK) und der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft (HsKA) jedes Jahr als Fachpraktikum im Sommersemester gemeinsam mit einem Industriepartner angeboten wird. Dieser definiert den „Entwicklungsauftrag“ und steht den Studierenden an den Meilenstein-Terminen und auf der gemeinsam genutzten Innovationsplattform mit Rat und Tat zur Seite. In diesem Jahr bearbeiten 48 Masterstudierende aus dem Maschinenbau des KIT sowie den Wirtschaftswissenschaften der HsKA eine reale Entwicklungsaufgabe des Partnerunternehmens AUDI. Die Masterstudierenden des Wirtschaftsingenieurwesens und International Managements wurden zuvor über das Wahlpflichtfach „Innovation Process Coaching“ für ihre Aufgaben als „Innovation Coaches“ ausgebildet.

Zur Ausarbeitung haben die Studierenden zunächst Zukunftspotentiale identifiziert. Über eigene Recherchen und persönliche Interviews wurden Problemstellungen aus Sicht unterschiedlicher Personengruppen wie Kunden, Händler und Produzenten identifiziert. Anschließend kamen moderne Kreativitätsmethoden zum Einsatz, um möglichst viele Lösungsansätze in kurzer Zeit zu erarbeiten. Anschließend wurden die besten Lösungsansätze ausgewählt und als sog. „Produktprofile“ weiter ausgearbeitet. Diese beschreiben vor allem den Nutzen auf Anbieter- und Kundenseite. Ergänzt werden die Produktprofile durch die Erarbeitung entsprechender Geschäftsmodelle. Diese Kombination bildet die Ausgangsbasis für die dann folgende Konzipierungsphase, in der die technische Umsetzbarkeit der Produktprofile im Vordergrund steht.

Zur Projekthalbzeit nach sechs Wochen besuchten die Studierenden Anfang Juni die AUDI Electronics Venture GmbH in Gaimersheim, um mit 18 neuen Produktprofilen zum Thema „Personalisierter Wahrnehmungsraum im Kontext der Premium-Mobilität“ ihre Zwischenergebnisse zu präsentieren. Ein AUDI-Expertenteam rund um Dr. Stefan Mayer folgte konzentriert den Präsentationen der sieben ProVIL-Teams und gab umfassendes Feedback und weiterführende Anregungen zu den vorgestellten Produkt- und Geschäftsmodellideen. Besonders beeindruckt zeigte sich das AUDI-Projektteam von den entdeckten Potenzialen, der großen Kreativität sowie der exzellenten Qualität der studentischen Vorträge.

Auch die wissenschaftlichen Leiter des Projekts Prof. Dr.-Ing. Dr. h. c. Albert Albers vom KIT und Prof. Dr. Carsten Hahn von der HsKA zeigten sich mit den bisherigen Ergebnissen ihrer Studierenden sehr zufrieden und betonten, dass diese über das Projekt mit einem sog. Case-Based-Action-Learning-Ansatz nicht nur sehr viel über reale Entwicklungsprojekte in Unternehmen lernen, sondern auch sehen, wie wichtig interdisziplinäre Zusammenarbeit in der heutigen Arbeitswelt ist.