Studentin der Hochschule Karlsruhe wird für ihren hervorragenden Auslandspraktikumsbericht mit dem 3. Preis des Prix Bartholdi 2019 ausgezeichnet

Förderung grenzüberschreitender Bildung am Oberrhein

 

21. November 2019

Jedes Jahr führt der Prix Bartholdi einen trinationalen Wettbewerb für BWL- und VWL-Studierende aus der Oberrheinregion durch, die während ihres Studiums ein Praktikum im Ausland gemacht haben. Die Preisträger zeichnen sich neben ihrer Fachausbildung über sehr gute Sprachkenntnisse und interkulturelle Kompetenzen aus, die für die Metropolregion Oberrhein von besonderer Bedeutung sind.

Isabelle Knöll studiert den Bachelorstudiengang International Management an der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft. Über ihr Studium konnte sie von April bis einschließlich August 2018 ein Praxissemester in der Stadt Charleston, South Carolina, an der US-amerikanischen Atlantikküste absolvieren. Für ihren ausgezeichneten Praxissemesterbericht wurde Isabelle Knöll nun am Freitag, 8.11.2019, in Freiburg mit dem 3. Preis des Prix Bartholdi ausgezeichnet, der mit einem Preisgeld von 1 000 € verbunden ist.

Die Stöbich Brandschutz GmbH zählt seit über 35 Jahren zu den Innovationsführern im vorbeugenden baulichen Brandschutz. Isabelle Knöll absolvierte ihr Praxissemester in der Auslandsgesellschaft des Unternehmens in den USA, der Stoebich Fire Protection Systems LP in Charleston, die für Vertrieb, Marketing und Projektabwicklung in den USA, Kanada sowie Mexiko verantwortlich ist. Dabei reichten ihre Aufgaben von der Gestaltung und Umsetzung von neuen Marketinginstrumenten, der Analyse des US-amerikanischen Markts für textilen Brandschutz über die Durchführung einer Wettbewerbsanalyse der US-amerikanischen Marktbegleiter mit Schwerpunkt Online-Auftritt und Social Media bis zur Ermittlung der BIM-Anforderungen für den US-amerikanischen Brandschutzmarkt (BIM = Building Information Modeling, eine Methode, Bauwerke anhand eines konsistenten, digitalen Gebäudemodells über ihren gesamten Lebenszyklus mit allen relevanten Informationen abzubilden). Ein weiterer Schwerpunkt war das Kunden- und Beziehungsmanagement mit dem Fokus auf der Konzeption eines neuen, interaktiven Produkttrainings, das vom Unternehmen noch während ihres Praxissemesters umgesetzt wurde.

„Mit dem Dresscode ‚business casual‘ tauchte ich bereits vom ersten Tag an in die amerikanische Welt von ‚Marketing and Sales‘ ein“, so Isabelle Knöll. „Neben Leitsätzen wie ‚keep it short and simple‘, ‚social media is everything‘ und ‚management by objectives‘ habe ich in der Praxis so viel mehr gelernt, als dies über ein Lehrbuch möglich gewesen wäre. Ich konnte so die amerikanische Arbeits- und Lebenskultur intensiv kennenlernen, täglich die englische Sprache anwenden und mich gleichzeitig fachlich sowie persönlich weiterentwickeln. Nicht zuletzt die offene und freundliche Art der Menschen machte dieses halbe Jahr für mich zu einer unvergesslichen Zeit.“

„Wir versuchen unsere Studierenden bestmöglich auf den globalen Arbeitsmarkt vorzubereiten“, so Prof. Dr. Angelika Altmann-Dieses, Prorektorin für Studium, Lehre und Internationales der Hochschule Karlsruhe. „Solche Auslandsaufenthalte bieten unsere Studierenden vielleicht in ihrem Leben einmalige Chancen zu solchen Erfahrungen und wir sind froh, dass wir sie während des Studiums mit vielen Programmen und Zusatzangeboten auf diese umfassend vorbereiten können.“

Der Prix Bartholdi wurde erstmalig 2001 in Colmar verliehen. Er ist nach dem in Colmar geborenen Bildhauer Frédéric Auguste Bartholdi (1834–1904) benannt, dessen bekanntestes Werk die Freiheitsstatue in New York ist. Der Prix Bartholdi ist der einzige Preis, der grenzüberschreitend im Hochschulbereich der deutsch-französisch-schweizerischen Oberrheinregion verliehen wird. Der Prix Bartholdi möchte sowohl die Internationalisierung von Studium und Berufsausbildung und somit Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität des Wissens- und Wirtschaftsstandorts Oberrhein fördern wie auch die Kooperation der oberrheinischen Hochschulen.