Aktivitäten und Aktuelles

Nachfolgend sind die wichtigsten aktuellen Ereignisse aufgeführt:

Vergabe der Stiftungsmittel 2019 am 23.01.2019 im Roboterlabor von Prof. Dr. Wurll

Nach einer zentralen Ausschreibung innerhalb unserer Hochschule über die Vergabe von Stiftungsmitteln mit insgesamt maximal 90.000 € waren 19 Vorschläge mit einem Gesamtvolumen von 251.000 € eingegangen. Aus diesen Vorschlägen hatte der Beirat der Stiftung 12 Anträge ausgewählt, die nach einer zusätzlichen Sitzung des Vorstands noch in einem Fall modifiziert wurden. Hiermit können sich 12 Antragsteller über eine Unterstützung durch den Verbund der Stifter freuen:

 

  • Antrag Merz (Demonstrator Inselsystem zur Vollversorgung nicht netzangebundener Regionen mit elektrischer Energie aus vorwiegend regenerativen Quellen) mit 13.000 €
  • Antrag Eckart (SensorBike-Messfahrrad für studentische Forschung Verkehrssystemmanagement) mit 7.400 €
  • Antrag Tewes (Perspektiven auf den "Balkan": Narrative zwischen Stereotypie und Exotismus in Werken der deutschsprachigen Populärkultur des 19. und 20. Jahrhunderts) mit 2.500 €
  • Antrag Bellalouna (Finanzierung der Teilnahme am internationalen Hochschul-Segelwettbewerb 1001 Vela Cup) mit 4.000 €
  • Antrag Kauffeld (Begeisterung für MINT-Fächer wecken – Pilotphase) mit 14.000 €
  • Antrag Olawsky (Unterstützung des Mechatronics Competition Team) mit 1.500 €
  • Antrag Kipfmüller (Vorbereitung einer Dissertation am IMP) mit 5.000 €
  • Antrag Kettner (Etablierung eines Mobilitäts- und Kollaborationsprogramms für die Zusammenarbeit mit internationalen Forschungsgruppen und Hochschulen im Bereich der effizienten Energieumwandlung - IKKU) mit 12.000 €
  • Antrag Haas (Anschaffung und Installation moderner Instrumente für die Durchführung von Versuchen im Rahmen der Flugversuchslabore) mit 6.000 €
  • Antrag Stumpf (Team High Speed Karlsruhe) mit 5.000 €
  • Antrag Stripf (Mehrkanal-Druckaufnehmer für Ausbau Windkanal (IKKU)) mit 9.600 €
  • Antrag Jäger (Stuttgarter Fernsehturm - Referenzobjekt für innovative Methoden zur Früherkennung von Gefährdungspotenzialen von Strukturen (SHM) durch neue Algorithmen, Sensorsysteme und Informationstechnologie) mit 9.000 €

 

Gut gelaunt und mit sprühendem Esprit übergab der Vorsitzende unserer Stiftung, Prof. Werner Vogt, die Stiftungsmittel für das Jahr 2019 am 23.01.2019 symbolisch an die Empfänger. Die Feier fand im fakultätsübergreifenden Roboterlabor von Prof. Dr.-Ing. Christian Wurll statt, der im vorangegangenen Jahr Stiftungsmittel zur Unterstützung des Laboraufbaus erhalten hatte.

Herr Professor Vogt würdigte jedes unterstützte Projekt mit einer Begründung und übergab die Mittel symbolisch mit einem Schreiben.

Perfekt abgerundet wurde die Mittelübergabe mit der Vorführung eines Roboters aus dem Roboterlabor, der das Logo des Verbunds der Stifter mit einem Filzschreiber an die transparente Seitenwand der Roboterschutzkabine zeichnete. Der Verbund der Stifter bedankt sich herzlich bei Prof. Wurll sowie seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Wir gratulieren allen Zuwendungsempfängern und wünschen gutes Gelingen bei den vorgesehenen Projekten!

Studentisches Team „Eco Sail Karlsruhe“ der Hochschule Karlsruhe hat mit selbst konstruiertem Segelboot aus Jute erfolgreich am diesjährigen „1001VELACup 2018“ in Italien teilgenommen

Ökologisch, innovativ, sportlich! Das waren die Hauptanforderungen, mit denen die Studierenden der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft das „Eco Sail Karlsruhe“-Projekt im Wintersemester 2017 starteten. Sie hatten sich zum Ziel gesetzt, ein Segelboot aus Jute für den internationalen Hochschulwettbewerb „1001VELACup 2018“ zu entwickeln und fertigen. Nach einem Jahr intensiver Konstruktions- und Fertigungsarbeit konnte das Segelboot rechtzeitig für den Wettbewerb fertiggestellt werden, der Ende September am Golf von Palermo auf Sizilien unter Beteiligung von 13 europäischen Hochschulteams stattfand.

Zu Beginn des Wettbewerbs musste das Segelboot zunächst eine technische Abnahme durch das Fachkomitee aus Professoren und Ingenieuren aus dem Bereich Schiffs- und Yachtkonstruktion unterlaufen. Die maximale Länge des Boots war mit 4,60 m, die maximale Breite mit 2,20 m vorgegeben. Die Gesamtsegelfläche durfte 33 m² nicht überschreiten. Eine der Hauptanforderungen in diesem Jahr lautete zudem, dass mindestens 70 % der verbauten Materialien aus recycelbaren Nuturfasern bestehen musste. Um diesen Prozentsatz zu erreichen, entschied sich das Team der Hochschule Karlsruhe für die Fertigung des Rumpfs hauptsächlich Jute einzusetzen. Nach erfolgreicher technischer Abnahme durfte das Team im Wettbewerb mit den anderen Teilnehmern die Leistungsfähigkeit des Segelboots im Hinblick auf Festigkeit und Sportlichkeit im Rahmen einer dreitägigen Segelregatta unter der Leitung des italienischen Segelverbands unter Beweis stellen.

Am diesjährigen Projekt haben 20 Studierende der Fakultät für Maschinenbau und Mechatronik sowie Wirtschaftswissenschaften eigenständig und selbstorganisiert über zwei Semester gearbeitet. Zur Bewältigung der verschiedenen Aufgaben haben sie sich in drei Gruppen aufgeteilt: Die erste Gruppe befasste sich mit der Entwicklung und Simulation von Rumpf, Schwert und Ruder, die zweite mit der Auslegung des Segels und des Masts und die dritte Gruppe war für Materialauswahl, Materialtest und Fertigung verantwortlich. Eine große Herausforderung in diesem Jahr stellte die Rumpffertigung dar. Um das Projektbudget nicht zu überschreiten, fertigte das Team zur Laminierung des Rumpfs eine Negativform mit einer eigens konstruierten CNC-Fräsmaschine. Da diese jedoch nur mit einem kleinen Arbeitsraum ausgestattet ist, wurde der Bauraum der Negativform in mehrere Segmente aufgeteilt, die einzeln gefertigt und später zu einer Gesamtform zusammengefügt wurden. Diese Vorgehensweise war sehr zeitintensiv und hat zu mehreren Änderungen des Rumpfdesigns geführt, um eine fertigungsgerechte Rumpfbauform zu erreichen.

Zur Absicherung des Konzepts und der Tauglichkeit des gebauten Segelboots wurde eine intensive Testphase am See in Eggenstein-Leopoldshafen und am Bodensee durchgeführt. „Aber leider sind die Wetterbedingungen auf dem Meer komplett anders als auf dem See“, sagt Johannes Bruns, Skipper und studentischer Teamleiter aus dem Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen. „Im Vergleich zu anderen Teams, die sozusagen das Meer vor der Haustür haben, hatten wir es in diesem Punkt etwas schwerer und konnten das Boot nicht unter realen Bedingungen testen. Schließlich mussten wir am 1. Tag der Regatta mit einem gebrochenen Ruder kämpfen, das für die Folgetage jedoch vom Technikteam repariert werden konnte.“ Das Team „Eco Sail Karlsruhe“ konnte sich insgesamt im Hinblick auf die Konzepttauglichkeit, was Bauform, Segelverhalten und Schnelligkeit betrifft, im Vergleich zur ersten Teilnahme im Jahr 2017 stark verbessern und mit dem neu konstruierten Segelboot die Mitglieder des Expertenkomitees überzeugen.

„Die Studierenden konnten im Rahmen des Projekts neue innovative Ideen sowohl theoretisch entwickeln, als auch eigenständig fertigen und realisieren“, sagt Prof. Dr. Fahmi Bellalouna, betreuender Professor an der Fakultät für Maschinenbau und Mechatronik. „Dabei erleben sie hautnah den gesamten Entstehungsprozess eines Produkts. Sie lernen dabei mit den Komplexitäten und Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Domänen umzugehen und ein gut funktionierendes Projektmanagement einzuhalten – Erfahrungen, die auch für die berufliche Praxis sehr wertvoll sind. Am Ende überwiegt jedoch – trotz vieler Überstunden – der Spaß und die Freude an der Technik und am Sport, weshalb wir uns schon auf die nächste Wettbewerbsteilnahme im kommenden Jahr freuen.“

Das Projekt „Eco Sail Karlsruhe“ bedankt sich ganz herzlich für die Sponsoren, die durch Ihre großartige Unterstützung die Durchführung des Projekts ermöglicht haben. Ein großer Dank gilt an den „Verbund der Stifter an der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft“, der die Reisekosten des Teams nach Palermo finanziert hat.

Cordula Boll und Fahmi Bellalouna

Link zum YouTube-Video über das Projekt

Herzlichen Dank für das Video an Herrn Prof. Jürgen Walter!

Offene Hochschul-Meisterschaft und Benefiz-Golfturnier 2018

Am 24. Juli 2018 fand die diesjährige offene Hochschul-Meisterschaft und das Benefiz-Golfturnier des Verbunds der Stifter in Zusammenarbeit mit dem Steinbeis-Transferzentrum Rechnereinsatz im Maschinenbau (STZ-RIM) auf dem Platz des Heitlinger Golf Resorts statt.

Am Nachmittag des Vortags hatten alle Gäste die Gelegenheit, eine Proberunde zu spielen und den Platz im Vorfeld kennenzulernen. Am Turniertag selbst - wieder bei schönstem Wetter und hochsommerlichen Temperaturen - trafen sich alle Teilnehmer ab 9:30 Uhr.

Pünktlich ab 10.00 Uhr wurden dann die Flights nach Stableford mit jeweils 10 Minuten Abstand auf die Runde geschickt. Das Design der Bahnen, das hügelige Gelände, kleine Wälder und Seen, die es zu überspielen gilt, all das verlangt selbst von Spielern mit einstelligem Handicap Kondition und Konzentration. So bleiben Albatrosse auf den 18 Bahnen mit einer Länge von insgesamt 6.095 Meter eher die Ausnahme – ganz im Gegensatz zu anderen seltenen Vögeln, die das Spiel hier immer wieder begleiten. Denn auf dem Gelände des Golfclubs in Tiefenbach, wo sich Natur und Spielkultur so perfekt ergänzen, hat man links und rechts der Spielbahnen mit vielen Biotopen auch selten gewordenen Tierarten eine neue Heimat gegeben.

Die ersten 9 Bahnen präsentieren sich dem Spieler entlang des Katzbaches in einem langgezogenen Tal. Bahn 5 stellt auf dem Platz wohl die größte Hürde dar, denn mit über 512 Meter Länge verlangt sie gleichermaßen Weite und Exaktheit. Die zweiten 9 Loch schmiegen sich wie ein Tuch über die landschaftstypischen Hügel und Täler. Böschungen und kleine Baumgruppen bestimmen das Spiel. Und von den Bahnen bietet sich ein unvergleichlicher Panoramablick auf eine Landschaft, die einem Vergleich mit der Toskana standhält.

Bevor das Abendessen im neuen Clubhaus auf dem Golfplatz startete, wurde die Siegerehrung von Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Hoheisel und Prof. Christoph Ewert, den Initiatoren des Golfturniers, durchgeführt.

Die anschließende Abendveranstaltung fand ebenfalls im Restaurant des Heitlinger Golf Resorts statt. Dort gab es in gemütlicher Gartenatmosphäre ein After-Golf-BBQ mit Rinderhüftsteak, Bratwurst und gegrilltem Feta Käse, Ofenkartoffeln, mediterranem Gemüse, verschiedenen Salaten, Soßen und weiteren Beilagen, sowie anschließendem Dessertbuffet.

Der Vorstand und Beirat des Stifterverbundes nahm die Gelegenheit wahr, die Veranstaltung und die Teilnehmer des Benefiz-Golfturniers persönlich kennenzulernen und auch einige weitere Spender mit einzuladen. So dankte Prof. Werner Vogt, Vorsitzender des Verbunds der Stifter, den anwesenden Spendern für ihre außergewöhnliche Unterstützung.

Daniela Löh

iCAN Contest in Hongkong vom 23. bis 27. Juni 2018

Yes iCAN, yes weCAN! Diesem Aufruf sind wir, Sören Alrutz, Philipp Kern und Philipp Schlör, das Team Self-Balancing-Bicycle der Hochschule Karlsruhe, gerne nach Hongkong gefolgt, um am diesjährigen iCAN-Contest teilzunehmen. Die Finanz- und Handelsmetropole war dieses Mal Gastgeber des Wettbewerbs, der zum Ziel hat, innovative Ideen aus aller Welt einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen und den Kontakt zwischen Studenten und Unternehmern zu fördern.

Nach einem langen Flug waren wir endlich angekommen und machten uns ohne große Umwege auf den Weg zum Gelände der Hong Kong University of Science and Technology. Dort wurden wir direkt begeistert von den Organisationen des Wettbewerbs in Empfang genommen und man kümmerte sich um die Anmeldung, sowie den Aufbau des Stands.

Am nächsten Tag begann der Contest im Stil olympischer Spiele mit dem Einlauf jeder teilnehmenden Nation. Nach ein paar einleitenden Worten ging es dann auch schon los. Gefühlt ging es hierbei zu wie bei einer klassischen amerikanischen „Science Fair“, jede Gruppe mit einem kleinen Stand und Plakat. Die Jury und andere Interessenten schlenderten von Stand zu Stand und man konnte das eigene Projekt vorstellen. Uns hat das sehr gut gefallen, da man je nach Besucher auf andere Details eingehen konnte, so konnte jeder von uns etwas zu seinem Gebiet des Projekts beitragen. Zwar wurde das viele Reden über den Tag hinweg etwas anstrengend, dabei gewesen zu sein entschädigt aber sprichwörtlich für einiges.

Im Laufe des Tages hatte dann jede Gruppe Gelegenheit, ihr Projekt vor der Jury zu präsentieren. Dies beinhaltete auch die Möglichkeit der Industrievertreter, weitere Fragen zum Projekt zu stellen. Währenddessen hatten die restlichen Teams die Möglichkeit, die anderen Teams kennenzulernen und sich über die Projekte zu unterhalten. Zu sehen, was sonst noch auf dem Contest vorgestellt wird, ist immer interessant!

Die Vielzahl der Eindrücke, die man auf der Messe gewinnen konnte, waren die Reise auf jeden Fall wert und die Chance, auf einem solch großen Event dabei zu sein, hat man auch nicht alle Tage. Einziger Kritikpunkt an der Organisation ist der Zeitplan, der etwas früher konkret hätte sein dürfen.

Nach dem Abbau ging es dann abends noch zum Galadinner, bei welchem auch die Siegerehrung stattfand. Hier gab es neben leckerem Essen auch noch das Abendprogramm, wozu jede Gruppe beitragen sollte und natürlich durfte die Wall of Fame signiert werden.

Außerdem gab es am nächsten Tag noch die Möglichkeit, den Hong Kong Science Park zu besichtigen. Besonderer Höhepunkt der Führung war der Arrow Maker Space. Hier können sich Startups kostenlos registrieren und die Labore von Arrow kostenfrei nutzen.

Danach war der offizielle Teil unseres Hongkong-Aufenthalts auch schon wieder vorbei. Alles in Allem ein gelungener Contest!

Zum Abschluss möchten wir uns noch sehr bei allen Helfern an der Hochschule Karlsruhe für Technik und Wirtschaft bedanken. Bei Herrn Reuter für die Begleitung nach Hong Kong, bei Prof. Schecker, Herrn Beck und Prof. Blessing für die technische Unterstützung und für die Möglichkeit an diesem Wettbewerb teilzunehmen, sowie Prof. Wietzke und Herrn Meindl für die Bereitstellung des Demo-Würfels bedanken.

Zusätzlich möchten wir uns noch bei unseren Sponsoren Faulhaber, Pepperl und Fuchs, dem VDE sowie dem Verbund der Stifter bedanken! Ohne diese hätten wir diese Möglichkeit nicht gehabt.

Sören Alrutz, Philipp Kern und Philipp Schlör

Strategiesitzung des Verbunds der Stifter mit Weinprobe im Mai 2018

Für Ende Mai 2018 lud Ehrensenator Heinz Heiler die Verantwortlichen der Stiftung Verbund der Stifter an der Hochschule Karlsruhe zu einer Strategiesitzung nach Tiefenbach in das Weingut Heitlinger ein. Diese Einladung wurde auch dazu genutzt, den Entwurf des Jahresabschlusses zu beraten und anschließend einen Gedankenaustausch zwischen den Mitgliedern des Vorstands und des Beirats durchzuführen.

Der Jahresabschluss 2017 war dank der ausgezeichneten Vorarbeit der Verantwortlichen des Steuerberaterbüros WIPFLER & PARTNER schnell beschlossen. Erfreulich war, dass auch für das Jahr 2018 eine Ausschreibung über die Vergabe von Stiftungsmittel in Höhe von 90 T€ für die Mitglieder der Hochschule auf den Weg gebracht werden konnte. Der Rückgang der Spenden und sonstigen Zuwendungen um nahezu 50 T€, im Vergleich zum Vorjahr, bestätigte den Vorsitzenden der Stiftung, Prof. Werner Vogt, darin, dass es richtig war, den Beirat zusammen mit dem Vorstand der Stiftung zu einem Gedankenaustausch einzuladen.

Die Mitglieder des Vorstands und der Beirats waren nahezu vollständig vor Ort. Nur zwei Mitglieder mussten leider kurzfristig absagen. Der Vorsitzende freute sich, dass der – Kraft Amts - neue Vorsitzende des Beirats, Rektor Frank Artinger, die Zeit fand mitzudiskutieren.

In der lebendigen Strategiesitzung wurden viele Gedanken in den Ring geworfen. Dabei stand immer das Ziel im Mittelpunkt, den Einsatz der verfügbaren Mittel zu optimieren und neue Mittel zu generieren, damit die Unterstützung der Hochschule im Sinn des weitgefassten Stiftungszwecks nach § 2 der Satzung erweitert werden kann.

„§ 2 Zweck der Stiftung ist die Förderung der Lehre, der angewandten Forschung, Weiterbildung, die Unterstützung besonders begabter Studierender aus dem Inland und aus dem Ausland an der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft. Die Stiftung fördert den Ausbau der Hochschule Karlsruhe zu einer namhaften europäischen Institution und die Kommunikation der mit Ihr kooperierenden Hochschulen.“

Naheliegend war, dass dabei insbesondere der Punkt c) des § 2 eine große Rolle spielte, der besagt:

„Der Zweck der Stiftung besteht auch in der Förderung der Zusammenarbeit in Technologie und Wissenschaftstransfer zwischen der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft einerseits, der Wirtschaft und Industrie andererseits.“

Die Intensivierung dieser Zusammenarbeit ist auch wichtig, um weitere Mittel einzuwerben, mit denen neue Impulse in die Hochschule gegeben werden können. Hier werden einige der Gedanken angeführt, die in die Runde geworfen wurden:

  • Fellowships für Stifter einrichten
  • Auszeichnungen für Spender öffentlich vergeben
  • Eine „Wall of Fame“ aufstellen
  • Für konkrete Förderprojekte Stifter gewinnen
  • Erfolgreiche Unternehmer-Absolventen als Spender ansprechen
  • Vergabe von Stipendien für Studierende in der Eingangsphase
  • Sichtbare Leuchtturmprojekte (wie Wasserstofffahrzeug, emissionsfreier Campus, usw.) konkret fördern
  • Statt vielen kleiner Projekte ein größeres Leuchtturmprojekt für den Jahresetat der Stiftung auswählen

Wichtig ist es, potentielle Spender zu gewinnen, die spontan bereit sind, vielversprechende große Einzelprojekte zu finanzieren. Wichtig ist es aber auch Mittel zu haben, um kurzfristig vor Ort einzuspringen, um beispielsweise eilige Projekte zu unterstützen.

Es zeigte sich, dass zur Auswahl und Umsetzung geeigneter Ideen noch manche Arbeiten vor dem Verbund der Stifter liegen. So sollen in der nächsten Zeit Leuchtturmprojekte definiert und Ideen für ein angepasstes Marketing erarbeitet werden.

Konkret wurde beschlossen, die nach der Satzung mögliche Erweiterung des Beirats von derzeit drei auf fünf Mitglieder vorzunehmen. Damit könnte der eine oder andere Spender im Beirat aus den Projekten der Antragsteller ein Projekt auswählen, das er persönlich mit seinen Spenden fördern möchte.

Nach den intensiven Diskussionen in der gemeinsamen Strategiesitzung wurde die anschließende Weinprobe zu einem besonderen Genuss. Ehrensenator Heinz Heiler, der Inhaber des Weinguts Heitlinger, führte seine Gäste in drei Weinlagen, in denen die Trauben reiften, aus denen die Weine gekeltert wurden, die er kredenzen ließ.

Gestartet wurde an der Kreuzbergkapelle mit herrlichem Blick auf Tiefenbach und den Golfplatz, auf dem immer wieder das Benefiz–Golfturnier zugunsten unserer Stiftung ausgetragen wird. Dort befindet sich die Lage Schellenbrunnen.

Danach wurde Hilsbach am Eichelberg besucht. Die Weinberge in Südhanglage sind von einem Wald umgeben, so dass hier besondere ökologische Bedingungen für die Reben vorliegen. Dort konnte auf einer Plattform die Aussicht zum Stromberg genossen werden. Auch die Ravensburg liegt im Blickfeld, wo ebenfalls exzellente Weine des Weinguts von Heinz Heiler wachsen.

Die letzten Weine wurden dann am Spiegelberg mit steiler Südhanglage und schönem Blick auf Tiefenbach genossen. Die Teilnehmer lauschten an allen drei Orten mit großem Interesse den Ausführungen der beiden Kellermeister Jürgen Kern und Daniel Rupp. Diese wurden hin und wieder in gekonnter Art vom Eigentümer anekdotisch ergänzt.

Die anschließend geplante Kellerführung musste entfallen, da wenige Tage vor der Sitzung ein Schlagregen über Tiefenbach niederging, der auch im Weinkeller Heitlinger zu Beeinträchtigungen führte, die mit viel Aufwand beseitigt werden mussten. Falls Sie als Leser Lust auf Heitlinger Weine bekommen haben, gibt es zweierlei zu bemerken: Eine Fahrt nach Tiefenbach und auf die Ravensburg lohnt sich immer, und Heitlinger Weine kann man nicht nur in der Vinothek in Tiefenbach probieren, sie werden auch bei besonderen Veranstaltungen der Hochschule Karlsruhe ausgeschenkt.

Übrigens, die Teilnehmer wunderten sich aufgrund der mitgenommenen Erkenntnisse nicht, dass Mitte Juli auf einem internationalen Grauburgunder-Wettbewerb, auf dem 468 Weine getestet wurden, das Große Gewächs Spiegelberg 2015 als Preisträger hervorging. Dies betrachten der Vorstand und der Beirat der Stiftung als Anreiz, im Hinblick auf die Hochschule Karlsruhe mit dazu beizutragen, dass diese mit vielen „Gewächsen“ die Firmen beglückt, die Absolventen einstellen.

Werner Fischer

Vergabe von Projektmitteln über die hochschulweite Ausschreibung 2017

Die Hochschule erhielt 2017 eine Mittelzusage in Höhe von 90.000 € für „freie“ Projekte. Wie üblich wurde die Vergabe durch das Rektorat hochschulweit ausgeschrieben. Es waren 14 Anträge mit einer Antragssumme von circa 300.000 € eingegangen. Der Beirat schlug die Förderung von sechs Projekten mit 90.000 € Fördersumme vor. Der Vorstand schloss sich dem Vorschlag an, kürzte allerdings an einigen Stellen die Fördersumme geringfügig, um für dringende Einzelfälle noch Mittel zur Verfügung zu haben. Folgende Vorhaben werden gefördert:

  • Industrie 4.0 Lösungen im Gläsernen Labor - 3-D Drucktechnologien in der Medizintechnik
    Fördersumme: 27.000 €
  • Förderung zur Finanzierung der Teilnahme am internationalen Hochschul-Segelwettbewerb 1001 Vela Cup
    Fördersumme: 3.650 €
  • Fahrtkostenunterstützung für das Team High Efficiency Karlsruhe (Shell ECO-Marathon) 2018
    Fördersumme: 2.000 €
  • Workstation für Direkte Numerische Strömungssimulationen (DNS) und Materialsimulationen
    Fördersumme: 16.950 €
  • Einrichtung eines fakultätsübergreifenden Roboter-Labors für die Lehre
    Fördersumme: 30.000 €
  • Unterstützung zum Bau eines neuen Monocoques (Chassis) F-112 - Saison 2018
    Fördersumme: 5.000 €

Stiftungsprofessur Energieeffizienz 2017

Für die Stiftungsprofessur Energieeffizienz flossen 2016 über den Verbund der Stifter 110.000 € an die Hochschule. Im Jahr 2017 waren es nur noch 82.500 €, da die Unterstützung für die Stiftungsprofessur nach fünf Jahren mit dem Ende des Sommersemesters 2017 ausgelaufen ist. Wie geplant hat die Hochschule die Finanzierung von Prof. Dr.-Ing. Matthias Stripf ab 01.10.2017 übernommen.

Am 23. Januar 2017 gab Matthias Stripf einen Überblick über die Entwicklung der Thermofluiddynamik. Seine „Erfolgsgeschichte“ ist in einem Bericht über diese Veranstaltung im 76. MAGAZIN der Hochschule ausführlich dargestellt. Die Impulse, die durch diese Professur für die Hochschule, aber auch für die Gesellschaft im Bereich der Energieeffizienz in der Kälte- und Klimatechnik gegeben wurden, sind kaum zu hoch zu bewerten.

Benefiz-Golfturnier 2017

Am 25. Juli 2017 fand das sechste Benefiz-Golfturnier der Hochschule Karlsruhe und des Verbunds der Stifter statt; zum vierten Mal im Baden Golf & Country Club in Östringen-Tiefenbach. Es wurde dankenswerteweise unter der Leitung des Dekans a. D. der Fakultät Maschinenbau und Mechatronik, Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Hoheisel, organisiert und großzügig unterstützt durch den Präsidenten des Golfclubs, Ehrensenator und Mitglied des Beirats der Stiftung, Heinz Heiler. Dank des guten Rufs dieser Veranstaltung nahmen einige Teilnehmer einen großen Anreiseweg, der von Aachen im Norden bis Bern im Süden reichte, gerne in Kauf.

Im Gegensatz zum letzten Jahr herrschte 2017 Dauerregen. Dieser konnte allerdings der guten Stimmung und der Motivation der Spieler nichts anhaben. Alle trotzten der Witterung, keiner gab auf. Die Teilnehmer wurden beim anschließenden Abendessen im Restaurant des Weinguts Heitlinger bei bester Stimmung mit hervorragendem Essen belohnt.

Das Benefizturnier erbrachte für den Verbund der Stifter einen Ertrag von 5.500 €. Der Ertrag von 2016 wurde somit um 140 € übertroffen. Damit ist auch der Erlös des Golfturniers 2016 für die Stiftung nachgereicht.

Unser Dank gebührt der Initiative von Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Hoheisel, der Großzügigkeit einiger Mitspieler sowie Daniela Löh, die für die Gesamtorganisation zuständig war, sowie ihren unermüdlichen Helferinnen Silke Hoheisel und Stefanie Tolmie.

Veränderungen im Beirat 2017

Der Verbund der Stifter hat einen Beirat mit der Aufgabe, den Vorstand bei der Auswahl der entsprechend dem Stiftungszweck zu unterstützenden Einrichtungen oder Personen an der Hochschule Karlsruhe zu beraten. Der Beirat hat ein Vorschlagsrecht bezüglich der potentiellen Empfänger von Leistungen der Stiftung.

Der Vorstand hatte beschlossen, den jeweiligen Rektor mit dem Vorsitz des Beirats zu betrauen, damit beim Einsatz der verfügbaren Mittel auch der Blickwinkel der Hochschulleitung bei der Entscheidung über die Mittelvergabe eingebracht werden kann. Dies ist von großer Bedeutung, damit der Verbund der Stifter seine Spenden mit hohem Ernteertrag einsetzen kann und dort keine Unterstützung gewährt, wo die Bedürfnisse der verschiedenen Labors aus anderen Quellen gedeckt werden können. Unter der Leitung von Altrektor Karl- Heinz Meisel hat der Beirat diese Aufgabe von 2006 bis 2016 in neun Sitzungen vorbildlich wahrgenommen. Hierfür gebührt ihm, den beiden weiteren Mitgliedern im Beirat, Ehrensenator Heinz Heiler und Klaus Müller, sowie Ulrike Bauer, die die Arbeit des Beirats vom Sekretariat aus mit großer Kompetenz unterstützte, unser Dank.

Erfreulicherweise war der ab 01.10.2017 amtierende Rektor Frank Artinger bereit, in Zukunft den Vorsitz des Beirats zu übernehmen. Der Vorstand des Verbunds der Stifter wird im kommenden Jahr gemeinsam mit den Mitgliedern des Beirats darüber beraten, ob auch in diesem Gremium die nach der Satzung zulässige Obergrenze der Mitglieder ausgeschöpft werden sollte.

Ergänzung des Vorstandes 2017

In seiner 31. Sitzung, am 26.09.2016, hat der Vorstand beschlossen, die im § 7 der Stiftungsatzung vorgesehene Bandbreite der Zahl der Vorstandsmitglieder voll auszuschöpfen. Damit war noch ein Vorstandsmitglied zu berufen.

Die Mitglieder des Vorstands waren überzeugt, dass Ehrensenator Berthold Wipfler mit seinen vielfältigen Kompetenzen und Erfahrungen – insbesondere auch als geschäftsführender Vorstand der Hasso-Plattner-Stiftung - die Diskussionen im Vorstand bereichern würde. Deshalb wurde einmütig beschlossen, ihn zu bitten, im Vorstand des Verbunds der Stifter mitzuwirken. Dankenswerterweise nahm Berthold Wipfler dieses Angebot an und ist somit seit dem 01.01.2017 Mitglied im Vorstand.

Vergabe von Projektmitteln über die hochschulweite Ausschreibung 2016

Die Hochschule erhielt 2016 eine Mittelzusage in Höhe von 100.000 € für „freie" Projekte. Wie üblich wurde die Vergabe durch das Rektorat hochschulweit ausgeschrieben. Mitglieder der Hochschule bewarben sich mit 19 Projekten um diese Mittel. Die beantragte Fördersumme belief sich auf über 300.000 €. Auf der Basis der Vorauswahl durch den Beirat beschloss der Vorstand des Verbunds der Stifter, folgende Projekte, von denen er sich den besten Ernteertrag im Sinne der Hochschule und des Satzungszwecks der Sitzung versprach, mit einer Gesamtsumme von 100.000 € zur fördern:

  • Versicherungsgebühren für Leihmaschinen von Industriepartnern
    Fördersumme: 7.500 €
  • Wettbewerbsteilnahme Team High Speed Karlsruhe
    Fördersumme: 5.000 €
  • Projekt Incomings an der Fakultät W
    Fördersumme: 20.000 €
  • Projekt „Internationale Promotionskooperation“ an der Fakultät IWI
    Fördersumme: 5.000 €
  • Projekt International Student Exchange Programme „Future Fuels“ an der Fakultät MMT
    Fördersumme: 15.000 €
  • Projekt Anemometer-System (CTA) für Lehre und Forschung an der Fakultät MMT
    Fördersumme: 20.000 €
  • Projekt Klausurtrainer für Studierende, Fakultät IMM
    Fördersumme: 12.500 €
  • Projekt Flyer 21 an der Fakultät MMT
    Fördersumme: 15.000 €

Stifterrundbriefe

Einen Überblick über die Aktivitäten der zurückliegenden Jahre und die aktuelle Entwicklung erhalten Sie anhand der jährlich erscheinenden Stifterrundbriefe, die Sie sich über die nachfolgend aufgeführten Links ansehen können.