Studierende der HsKa unterstützen die Firma BDG GmbH beim Aufzeigen der Potenziale der Virtual-Reality Technologie im industriellen Anwendungsbereich

Die BDG GmbH entwickelt und fertigt kundenspezifische Automations- und Prüfsysteme und -Anlagen. Die zu entwickelnden Systeme sind in der Regel Unikate im Hinblick auf die Anforderungen und auf die Funktionalitäten. Was die genaue Aufnahme und Abstimmung der Kundenanforderungen und –wünsche sehr schwierig macht. Um diese Herausforderung zu meistern, muss die BDG GmbH heute die Anlagen in Form von PMU (Physical Mock-Up) in der frühen Entwicklungsphase aufbauen, damit die Kunden einen unmittelbaren Einblick in die zukünftige Anlage erhalten und präzise Ihre Kundenanforderungen, -Wünsche und –Änderungen frühzeitig formulieren können. Jede Änderung in den späteren Entwicklungsphasen führt zu größeren Verzögerungen und hohen Kosten. Dieser PMU-basierte Prozess ist sehr aufwendig, kostspielig und unflexibel im Hinblick auf Änderungen. Eine weitere Herausforderung stellt das rechtzeitige Training der Mitarbeiter auf die zukünftige Anlage dar. Heute kann das Training der Mitarbeiter erst nach der Fertigstellung und der Inbetriebnahme der Anlage bei den Kunden erfolgen. Diese führt oft zu zeitlichen Engpässen und Verzögerungen bei der Einführung der neuen Anlagen in die Produktion.

Um Lösungsansätze aus der Virtual Reality Technology (VR) aufzuzeigen, hat die BDG GmbH die Hilfe der Studierenden der HsKa in Anspruch genommen. Das studentische Team, das aus den Studierenden Carolina Stocklossa, Sabrina Haug und Sebastian Fischer besteht und durch Prof. Fahmi Bellalouna betreut wurde, hat im Rahmen einer Machbarkeitsanalyse VR-Anwendungen entwickelt, die den heutigen aufwendigen PMU-Prozess ersetzen kann und gelichzeitig die Flexibilität des Entwicklungsprozesses erhöhen kann.

Die entwickelte VR-Anwendung beinhaltet folgende Funktionalitäten:

  • VR-Anlagesimulation (VR-Showroom): mit dieser Anwendung kann der Kunde die Anlage während der Entwicklung in der VR realitätsnah bedienen und ausprobieren. Damit kann er frühzeitig Änderungen und neue Anforderungen präzise einsteuern.
  • VR-basierte FMEA (Failure Mode and Effects Analysis): die Entwickler können durch die VR-Effekte realitätsnah eine Fehlermöglichkeits- und –einflussanalyse durchführen und Maßnahmen zur Fehlervermeidung in die Anlage einführen.
  • VR-basierte Mitarbeitertraining bei der Bedienung und Rüstung der Anlage: die Mitarbeiter können frühzeitig geschult und auf die neuen Funktionen der zukünftigen Anlage vorbereitet werden. Dieses spart wertvolle Zeit und Kosten und führt zur Erhöhung der Produktionsqualität.

Die Studierenden haben diese Lösungsansätze für das Management und die Mitarbeiter der Fa. BDG GmBH Vorort präsentiert. Die Mitarbeiter von BDG waren vom Potenzial der VR-Technologie und vor allem von den durch die HsKa Studiereden entwickelten Anwendungen beeindruckt. Das Ergebnis der Machbarkeitsanalyse hat für BDG den Nutzen und die Vorteile der VR-Technologie bei der Digitalisierung der Unternehmensprozesse und Abläufe, um mehr Flexibilität zu erreichen und Zeit und Kosten zu sparen, klar bewiesen. Daher plant BDG die VR-Technologie für zukünftige Projekte schrittweise einzuführen.

Eindrücke von den entwickelten VR-Anwendungen sind im folgenden Video zu sehen: YOUTUBE

Kontakt

Fakultät für Maschinenbau und Mechatronik
Prof. Dr.-Ing. Fahmi Bellalouna

Gebäude M, Raum M107
Moltkestr. 30, 76133 Karlsruhe
Tel. +49(0)721 925-1862
E-Mail fahmi.bellalounaspam prevention@hs-karlsruhe.de

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