TruConnect – Vernetzte Produktion erfahren

bei TRUMPF GmbH + Co. KG in Ditzingen

13 Studierende der Lehrveranstaltung Internationales Industriegütermarketing besuchten mit Prof. Dr. Christian Braun den Werkzeugmaschinenhersteller TRUMPF in Ditzingen für einen spannenden Tag voller Einblicke und Diskussionen rund um die Themen Industrie 4.0 und die Entwicklung neuer Geschäftspotenziale mit industriellen Dienstleistungen.

Empfangen und begleitet wurde die Gruppe von Reinhold Groß, Geschäftsführer Vertrieb und Services bei TRUMPF, der zudem Alumnus der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften ist. Herr Groß ist der Fakultät W als Mitglied des wissenschaftlichen Beirats weiterhin sehr verbunden.

Am Vormittag gab Herr Groß zunächst einen Überblick über das im Jahr 1923 gegründete Familienunternehmen TRUMPF. Weltweit sind rund 12.000 Mitarbeiter bei TRUMPF beschäftigt. Mit rund 70 Tochtergesellschaften ist die TRUMPF Gruppe in fast allen europäischen Ländern, in Nord- und Südamerika sowie in Asien vertreten. Im Vorführzentrum wurden die innovativen Technologien von TRUMPF vorgestellt und die vielfältigen Anwendungsbereiche dargestellt.

Im realen Produktionsumfeld der eigenen Blechfertigung wurde den Studierenden die eigene Philosophie von Industrie 4.0 anschaulich gezeigt. Marc Detmers, Marketingverantwortlicher des Bereichs TruConnect, skizzierte dabei anhand der einzelnen Arbeitsschritte der Prozesskette Blech (Laserschneiden, Stanzen, Biegen, Schweißen und evtl. Lackieren) Aspekte und verschiedene Umsetzungsmöglichkeiten der automatisierten Produktion. Dabei wurden digitale Kundenlösungen zur vernetzten Produktion anhand des Einsatzes der eigenen Maschinentechnologien konkret dargestellt und Implementierungsmöglichkeiten sowie -herausforderungen einer Smart Factory mit den Studierenden diskutiert. Spannend war dabei insbesondere die Thematik, welche Rolle der Mensch in der Fabrik der Zukunft übernimmt und wie die Schaffung von Transparenz in täglichen Arbeitsabläufen genutzt werden kann.

Im zentralen TruConnect Forum wurden schließlich Vermarktungsherausforderungen von Serviceleistungen im Allgemeinen und digitalen Produkten im Speziellen diskutiert. Hierbei wurde auch deutlich wie groß und vielfältig die Herausforderungen für einen klassischen Maschinenbauer sind, industrielle Dienstleistungen aktiv zu vermarkten und neue Geschäftspotenziale zu erschließen. Dies war für TRUMPF auch ein Grund dafür, das Karlsruher Start-Up Axoom zu gründen. Axoom ist eine offene digitale Geschäftsplattform, die unterschiedliche Softwarelösungen für produzierende Unternehmen entwickelt und anbietet.

Für Studierende bietet TRUMPF unterschiedliche Einstiegsmöglichkeiten ins Unternehmen: Praktika in allen Unternehmensbereichen, auch im Ausland, oder eine Werkstudententätigkeit sind möglich. Absolventen erhalten über das MINT-Programm, einem Einstiegsprogramm für Fach- und Führungskräfte entsprechende Begleitung beim Berufsstart.

Ein herzliches Dankeschön geht an Herrn Groß und allen MitarbeiterInnen bei TRUMPF, die sich an diesem Tag so ausführlich Zeit für die Fragen der Studierenden genommen haben.


Autoren: Sarah Dehm, Prof. Dr. Christian Braun