Paradigmenwechsel im Management großer Unternehmen

Am 31. Mai sprach Frau Saori Dubourg, President Nutrition & Health bei BASF SE Ludwigshafen, zu Professoren und Studenten der Fakultät Wirtschaftswissenschaften an der Hochschule Karlsruhe.

Themen waren der Paradigmenwechsel für die nächste Dekade und die Frage, wie das Management großer Unternehmen so weiterentwickelt werden kann, dass das Schaffen von Werten für die Umwelt und die Gesellschaft in die Steuerung und Bewertung von Unternehmen einbezogen werden kann.

An Beispielen der technologischen Entwicklung verdeutlichte Frau Dubourg, wie diese disruptiv auf die Gesellschaft und Wirtschaft wirken. So zeigte sie, dass die intellektuelle Leistungsfähigkeit von IT-Systemen kurz davor steht, die des Menschen zu überflügeln und sprach einige der resultierenden ethischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Konsequenzen – insbesondere aber solche für den Arbeitsmarkt – an.

Am Beispiel des rapiden Preisverfalls für die Entschlüsselung des menschlichen Gen-Codes verdeutlichte sie ein weiteres Beispiel der sehr schnellen technologischen Entwicklung und leitete auch hier positive so wie risikobehaftete Folgen ab.

Im weiteren Verlauf ihres Vortrags prophezeit Frau Dubourg drei Hauptformen von Unternehmen, die sich aufgrund der kommenden Entwicklungen herausbilden werden: Die konsolidierten Giganten, die High-Tech Spezialisten, welche spezifisches Know-How zur Verfügung stellen und die adaptiven Ökosysteme, welche die „besten Player der Welt“ an sich binden und so ein umfassendes Wertschöpfungsnetzwerk schaffen.

Kernaufgabe der Zukunft wird es sein, mehr Menschen mit immer weniger Ressourcenverbrauch ernähren zu können.

Hierfür ist es von enormer Bedeutung, dass Unternehmen alle drei Säulen der Nachhaltigkeit (ökonomisch, sozial und ökologisch) gleichermaßen verfolgen und nicht mehr vorrangig die Säule „Ökonomie“. Zum einen soll dies dadurch möglich werden, dass die Manager der Zukunft „Werte“ an die erste Stelle setzen. Zum anderen sollen Unternehmen für ihr Handeln – wie etwa ihren ökologischen Fußabdruck – Verantwortung übernehmen. Mit Hilfe eines monetären Bewertungssystems des sozialen und ökologischen Impacts eines Unternehmens soll dies künftig einfacher werden.


Mit Ihrem Vortrag hat Frau Dubourg den Zuhörern eine Reihe von Eindrücken vermittelt, die zum Reflektieren über die gesellschaftliche, aber auch die persönliche Zukunft anregen, was sich dann auch in der anschließenden Diskussionsrunde zeigte.

 

Autor Text und Fotos: Benjamin Kaupp

Kontakt

Fakultät für Wirtschaftswissenschaften

Sprechzeiten Sekretariat:
Montag - Freitag
09:00 - 13:30 Uhr

K103B und K104A
Moltkestr. 30, 76133 Karlsruhe
E-Mail Sekretariat.Wspam prevention@hs-karlsruhe.de

Anfahrtsplan
Lage- und Gebäudeplan